Jan Pieter Cardinal Schotte, C.I.C.M. † Jan Pieter Cardinal Schotte, C.I.C.M. †
Function:
Secretary Emeritus of Roman Curia - Other
Title:
Cardinal Deacon of S Giuliano dei Fiamminghi
Birthdate:
Apr 29, 1928
Country:
Belgium
Elevated:
Nov 26, 1994
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Schotte prägte die Kirche
Jan 15, 2005
Zwei Jahrzehnte lang gehörte der, wie gestern gemeldet, verstorbene Kardinal Jan Pieter Schotte zu den prägenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche. Als Generalsekretär der Bischofssynode koordinierte der belgische Priester von 1985 bis Februar 2004 die Institution, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil als Organ der kirchlichen Kollegialität eingerichtet wurde, die - freilich nur beratend - die Kirchenleitung auf eine breitere Basis stellen sollte. Erstes Projekt des Scheut-Missionars Schottes war im Herbst 1985 die außerordentliche Bischofssynode anlässlich »20 Jahre Konzilsende«.

(kna, 11-1-2005) Zuvor hatte sich der joviale Belgier als Sekretär im Sozialministerium einen Namen gemacht. Und bis zu seinem letzten Tag leitete er das delikate vatikanische Arbeitsbüro, das für alle arbeitsrechtlichen Fragen der Vatikanangestellten zuständig ist.

Zu den ordentlichen Bischofssynoden und den Sondersynoden - etwa für die Niederlande, den Libanon oder die Ukraine - traten in den 90er Jahren etliche Kontinentalsynoden. Den Anfang machte 1994 das Bischofstreffen für Afrika, es folgten Amerika, Asien und Ozeanien und Europa. Eine erste Sondersynode für Europa gab es bereits 1991, die - nach Ansicht mancher Beobachter zu spät - die jahrzehntelang getrennten und mit dem Fall der Mauer wieder vereinten Kirchen von Ost und West zusammenführen sollte.

Im Laufe der vielen Synoden entwickelte und perfektionierte Schotte dabei ein ausgeklügeltes System - was die Teilnehmerstruktur sowie den Ablauf betrifft.

Nach einem ausgefeilten Kriterienkatalog versuchte er möglichst viele offizielle kirchlichen Gruppen und Interessen in die Synode einzubinden.

Kritik wurde freilich laut, die Synode lasse im Plenum nur Statements und Monologe zu, aber keine unmittelbare Diskussion.

Allerdings überzeugte Schotte seine Kritiker stets mit der Gegenfrage. Angesichts der begrenzten Zeit, der Teilnehmerzahl und der geltenden Statuten fand sich bislang keine vernünftige Alternative.
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