Kardinal Schönborn begrüßte Nuntius Zurbriggen im Stephansdom
Apr 19, 2009
Wien, 19.04.2009 (KAP) In herzlichen Worten begrüßte Kardinal
Christoph Schönborn am Sonntagnachmittag den neuen Apostolischen
Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, im
Wiener Stephansdom beim festlichen "Te Deum" zum Jahrestag der Wahl
von Papst Benedikt XVI. Die meisten Mitglieder der Österreichischen
Bischofskonferenz waren beim "Te Deum" anwesend.
Der Stephansdom sei gleichsam das "Herz" der katholischen Kirche in
Österreich, sagte Kardinal Schönborn. Mit seinem ersten offiziellen
Auftritt im Stephansdom sei der Nuntius damit auch in alle
österreichischen Diözesen gekommen. Alle Diözesen und Bundesländer
hätten am Wiederaufbau des Doms nach der Katastrophe des Zweiten
Weltkriegs mitgewirkt.
"Manche Leute" seien der Meinung, dass "das Grundwasser des
Glaubens" in Österreich absinke, betonte der Wiener Erzbischof.
Zweifellos gebe es auch in Österreich die Schwierigkeiten, die für
ganz Europa kennzeichnend sind. Aber zugleich gebe es auch
Anzeichen, dass "das Grundwasser des Glaubens" wieder steigt.
Der Name des neuen Nuntius - Zurbriggen - sei der Name eines
"Brückenbauers", stellte Kardinal Schönborn fest. Auch die Vornamen
des Nuntius enthielten diese Botschaft: Peter erinnere an die
"weltweite Erfahrung", an die "Weite der Weltkirche" und die
Tatsache, dass es keinen "österreichischen Sonderweg" geben kann;
Stephan enthalte die Bitte, die "Anliegen der Ortskirche" im Herzen
zu erwägen und eine Brücke zu schlagen zwischen dem Zentrum der
Weltkirche und der Ortskirche.
Nuntius Zurbriggen sagte, er sei "bewegt" durch die herzliche
Aufnahme in Österreich, er zähle auf das Wohlwollen und das Gebet
der österreichischen Katholiken. Es sei für ihn eine besondere
Freude, dass er seinen Dienst in Österreich am 4. Jahrestag der Wahl
von Papst Benedikt XVI. antreten dürfe, sagte Zurbriggen. Benedikt
XVI. leite seit vier Jahren mit "sicherer und behutsamer Hand" die
Weltkirche. Er verkünde das "Wissen der Kirche" und die
"unvergängliche Schönheit des Evangeliums" mit neuer Frische. Seine
"Demut und Menschlichkeit" seien immer wieder beeindruckend. Mit
Österreich sei der Papst in "tiefer Wertschätzung und liebevoller
Zuneigung" verbunden. "Gehen wir zusammen den Pilgerweg 'cum Petro
et sub Petro' (mit Petrus und unter Petrus)", sagte der Nuntius.
Er wolle seinen Dienst "in der Kirche in Österreich und für sie"
leisten, betonte Erzbischof Zurbriggen: "Mit Ihnen allen gemeinsam".
Die Nächstenliebe sei das Band, "das alles zusammenhält".
Abschließend formulierte der Nuntius seine herzlichen Wünsche zum
orthodoxen Osterfest und sagte auf russisch: "Christos woskrese, wo
istina woskrese" (Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig
auferstanden).