"Kirche ist eine weltweite Quelle der Hoffnung"
Mar 30, 2009
Mehr als 1.000 Jugendliche nahmen am diözesanen "Weltjugendtag" in Wien teil. Trotz Gegenwind gibt es für Christen keine Hoffnungslosigkeit.
Wien (KAP) "Die Kirche ist trotz aller Turbulenzen eine weltweite Quelle der Hoffnung": Daran erinnerte Kardinal Christoph Schönborn beim diözesanen "Weltjugendtag" in Wien. Vor mehr als 1.000 Jugendlichen im Stephansdom sagte der Wiener Erzbischof, dass schwierige Zeiten für die Christen angebrochen seien: "Der Gegenwind ist heftig. Wir werden viel Kritik erleben. Aber die Kirche ist weltweit eine Kraft, die Hoffnung in die Hoffnungslosigkeit pumpt".
"Wie alle Christen seid ihr Zeugen der Hoffnung", rief der Wiener Erzbischof den Jugendlichen bei seiner Predigt im Dom zu. Für Christen gebe es keine Hoffnungslosigkeit, unterstrich der Kardinal: "Es gibt keine Situation, aus der Gott nicht etwas Gutes machen kann - das ist unser Glaube".
Der Wiener Erzbischof verwies auf Persönlichkeiten wie P. Georg Sporschill SJ, "für den Straßenkinder Hoffnungskinder sind", und Sr. Elvira Petrozzi, die Gründerin der Gemeinschaft "Cenacolo", die erfolgreiche Drogen-Rehabilitationszentren eingerichtet hat. Beide hätten "die unglaubliche Energie, nicht aufzugeben". Kein Mensch sei für sie "ein hoffnungsloser Fall".
Keine Sünde sei so groß, dass Gott sie nicht verzeiht, machte Kardinal Schönborn den Jugendlichen Mut. Daraus folge aber, so der Kardinal, dass niemand von der Gesellschaft zu einem hoffnungslosen Fall abgestempelt werden dürfe. Schönborn: "Wenn ich für Gott kein hoffnungsloser Fall bin, dann darf kein anderer es für mich sein".
Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren "bunt gemischt": Jugendliche aus Firmgruppen, Mitglieder der Katholischen Jugend und katholischer Studentenverbindungen, junge Leute aus neuen geistlichen Bewegungen und den anderssprachigen Gemeinden der Erzdiözese Wien. Kardinal Schönborn lud sie alle zur Beteiligung am diözesanen Prozess "Apostelgeschichte 2010" ein, der einen neuen missionarischen Aufbruch bedeutet: "Wir wollen gemeinsam die Apostelgeschichte, die Geschichte Gottes mit uns Menschen und die Geschichte der Kirche, weiter schreiben".
Nach dem Gottesdienst zogen die Jugendlichen in einer - vom starken Wind behinderten - Lichterprozession um den Dom und dann in den Hof des Erzbischöflichen Palais, wo bei einer "Open-Air-Agape" bis in die Nacht hinein gefeiert wurde.
Der 24. katholische Weltjugendtag (Motto "Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt") wird heuer weltweit auf diözesaner Ebene ausgerichtet. In vielen Ortskirchen auf allen Kontinenten gibt es rund um den Palmsonntag Veranstaltungen, bei denen die Jugendlichen einer Diözese zusammenkommen. Die nächste internationale Zentralveranstaltung des Weltjugendtags wird 2011 in Madrid stattfinden.