Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German Kardinal betont die Verbindung von Wissenschaft und Kirche
Dec 18, 2007
Vor der Wahrheit brauchen wir keine Angst zu haben", so Kardinal Christoph Schönborn bei der Verleihung des Großen Kardinal-Innitzer-Preises an den Wiener Zivilrechtler Franz Bydlinski am Samstag im Erzbischöflichen Palais.

(stephanscom.at, 17.12-07) Die untrennbare Verbindung von Wissenschaft und Wahrheit hat Kardinal Christoph Schönborn am Samstag, 15. Dezember 2007, im Wiener Erzbischöflichen Palais bei der Verleihung der diesjährigen Kardinal-Innitzer-Preise betont. Wenn die Kirche Wissenschaftspreise vergebe, dann wolle sie damit ausdrücken, "dass wir vor der Wahrheit keine Angst zu haben brauchen", weil "Wahrheit durch die innere Kraft ihrer Argumente überzeugt", so Kardinal Schönborn in seiner Ansprache. "Wo es historisch Konflikte zwischen Wissenschaft und Kirche gegeben hat, da sind oft beidseitig Grenzüberschreitungen erfolgt", betonte der Kardinal. Die Bilder von Jesus als Kind und Jesus am Kreuz zeigten, dass sich Wahrheit nicht mit äußerer Macht durchsetzt, sondern aus der inneren Kraft ihrer Argumente, so der Wiener Erzbischof.

"Zwischen Gut und Böse unterscheiden"

Der Papst habe am 8. September bei der Festmesse zum 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell die entscheidende Bedeutung der Wahrheit betont, erinnerte Kardinal Schönborn. Es gebe eine verbreitete Haltung der Resignation, "die den Menschen als der Wahrheit unfähig ansieht", zitierte er Papst Benedikt XVI. Diese Resignation der Wahrheit gegenüber sei auch der Kern der Krise Europas. Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gebe, dann könne er letztlich auch nicht Gut und Böse unterscheiden. Dann würden auch die "großen und großartigen Erkenntnisse der Wissenschaft zweischneidig". Sie könnten bedeutende Möglichkeiten zum Guten, zum Heil des Menschen sein, sie könnten aber auch zu furchtbaren Bedrohungen, zur Zerstörung des Menschen und der Welt werden.

"Mitleid ist keine Rechtfertigung für eine Tötung"

Mit dem Großen Kardinal-Innitzer-Preis wurde der Wiener Zivilrechtler. Franz Bydlinski ausgezeichnet. Bydlinski lehrte lange Jahre Zivilrecht und Juristische Methodenlehre an der Universität Wien und war Vorstand des Instituts für Zivilrecht. Er ist Mitglied der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Bydlinski hatte mehrfach schwere Bedenken gegen die Tendenzen zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe geäußert und dabei den fundamentalen Rang des Lebensschutzes herausgearbeitet; dieser verbietet es, den Sterbewillen eines Leidenden oder das Mitleid als eine Rechtfertigung für die Tötung gelten zu lassen. Der Kardinal-Innitzer-Preis ist ein seit 1962 verliehener Wissenschaftspreis und eine der angesehensten Auszeichnungen dieser Art in Österreich. Benannt ist der Preis nach Kardinal Theodor Innitzer (1875-1955), der auch Protektor der Universität Wien war.
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