"Sucht das persönliche Gespräch mit Jugendlichen"
Dec 15, 2007
"Ich als Bischof und meine Vikare, wir stehen hinter euch", betonte Kardinal Christoph Schönborn bei der Adventbegegnung mit den Jugendleiterinnen und -leitern der Erzdiözese Wien. Die Jugendleiter kamen zusammen, Freuden und Sorgen mit dem Kardinal zu teilen.
(stephanscom.at, 14.12.07) "Advent, Zeit, die Seele zu sich kommen zu lassen, und doch - so müssen wir immer wieder feststellen - nicht die ruhigste und besinnlichste Zeit im Jahr, sondern eine, in der Termine einander jagen, Dinge vor Jahresende erledigt werden wollen und der Stresspegel nach oben schnellt." Das sagte Kardinal Schönborn zu den versammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien am Mittwoch, 12. Dezember 2007. Trotz vieler vorweihnachtlicher Termine nahmen sich Kardinal Schönborn und alle Hauptamtlichen der Katholischen Jugend Zeit für persönliche Begegnung und Gespräche.
Erinnerungen an Veranstaltungen
Von Kirchschlag bis Retz waren die Jugendleiterinnen und -leiter aus allen Ecken der Diözese angereist, um Freuden und Sorgen ihrer Tätigkeit in der Jugendpastoral mit dem Kardinal zu besprechen. In einer eindrucksvollen Präsentation wurde an einige Veranstaltungen der Katholischen Jugend erinnert.
Der Abend war den Sorgen, Fragen und Vorschlägen an den Kardinal gewidmet. Unter anderem wurde der große Personalmangel thematisiert, durch den weite Teile der Vikariate unbesetzt bleiben. Kardinal Schönborn riet den jungen Menschen zur exemplarischen Seelsorge: Weil für die flächendeckende Seelsorge unter diesen Voraussetzungen zu wenig Zeit sei, "sucht das persönliche Seelsorgegespräch mit Jugendlichen", so der Kardinal.
Symbol für lebendige Gemeinschaft
Als Geschenk brachten die jungen Männer und Frauen dem Kardinal einen Kerzenleuchter, der gleichsam als Symbol für die lebendige Gemeinschaft der Kirche steht: "Der 'Kern' aus Eisen steht für das Rückgrat, das unser Glaube braucht, um uns Festigkeit zu geben in den Herausforderungen unserer vielfältigen Arbeit", erklärte Elmar Walter, Fachbereichsleiter der KJ Wien.
Die darauf aufgereihten Holzstücke, die aus verschiedenen Regionen der Diözese stammen, sind lebendiges Material - lebendig, wie auch die jungen Menschen sind. Sie sind brennbar - wie auch die Menschen der Kirche leidenschaftlich "brennen" müssen für die Botschaft Jesu, um diesen lebendigen Glauben vermitteln zu können.
Zusage und Ermutigung
Der Kardinal entließ die Jugendleiterinnen und Jugendleiter seiner Diözese mit einer vorweihnachtlichen Zusage auf den Heimweg in ihre Dekanate: "Ich als Bischof und meine Vikare, wir stehen hinter euch."