Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German Eine "Ikone der göttlichen Vaterschaft"
Nov 12, 2007
Mit Gedanken zum "Papst der Barmherzigkeit", Johannes Paul II., eröffnete Kardinal Schönborn am Sonntag seine Katechesenreihe im Stephansdom. Die Heimholung des Papstes in der Nacht zum "Sonntag der Barmherzigkeit" 2005 sei "Gottes Unterschrift unter ein Lebensprogramm" gewesen.

(stephanscom.at, 15.10.07) "Es ist etwas vom Schönsten im bischöflichen Dienst, über den Glauben sprechen zu dürfen". So begann Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag, 14. Oktober 2007, seine Katechesenreihe im Stephansdom. Im Mittelpunkt der ersten Einheit stand Papst Johannes Paul II. Nicht erst sein Sterben in der Nacht zum von ihm selbst eingeführten "Sonntag der Barmherzigkeit", am 2. April 2005, habe ihn zum "Papst der Barmherzigkeit" gemacht. Sein ganzes Leben, so der Wiener Erzbischof, sei im Zeichen der göttlichen Barmherzigkeit gestanden.

Botschaft der Barmherzigkeit
© Stephanscom.at
Johannes Paul II.: Der "Papst der Barmherzigkeit".

Eine Leitfigur auf dem Lebensweg des Papstes sei die heilige Maria Faustyna Kowalska gewesen, führte der Kardinal aus. Die 1938 verstorbene polnische Schwester von der Kongregation der Seligen Jungfrau Maria von der Barmherzigkeit hatte ein tiefes geistliches Leben mit mystischem Charakter geführt und Botschaften von Gottes Barmherzigkeit empfangen und niedergeschrieben. Am 30. April 2000 wurde sie von Papst Johannes Paul II. in Lagiewniki bei Krakau heiliggesprochen. Zugleich erklärte der Papst den Weißen Sonntag (erster Sonntag nach Ostern) zum "Sonntag der Barmherzigkeit". Nur im Erbarmen Gottes werden die Menschen Frieden finden, formulierte er zwei Jahre später, anlässlich der Weihe der Basilika von der Göttlichen Barmherzigkeit in Lagiewniki.

Gott hat Macht über das Böse
© Rupprecht@kathbild.at
"Barmherzigkeit kann nie entwürdigen", so der Kardinal.

Allein das Erbarmen Gottes könne die Flut des Bösen eindämmen, schrieb Johannes Paul II. auch in seiner zweiten Enzyklika vom Erbarmen Gott des Vaters, Dives in misericordia, 1980.  Gerade "in unserer Zeit" und angesichts der Greuel des Nationalsozialismus sei die Wirkkraft von Gottes Barmherzigkeit "ein Zeichen der Hoffnung", insofern, als Gott vor dem Bösen nie ohnmächtig sei.

Erbarmen erhebt

Nie könne Erbarmen demütigen, betonte der Wiener Erzbischof weiters und erinnerte an das Gleichnis vom verlorenen Sohn. "Das Erbarmen des Vaters hebt den verlorenen Sohn auf, es  demütigt ihn nicht. Barmherzigkeit heißt also den anderen nicht entwürdigen, sondern ihn in seiner Würde sehen und damit aufrichten."

Papst Johannes Paul II. selbst habe ein unvergleichliches Bild der Vaterschaft gegeben, so Kardinal Schönborn. Er sei eine "Ikone der göttlichen Vaterschaft" gewesen.
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