Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German Schönborn hat kein Rezept für Frieden in Nahost
Nov 11, 2007
Kardinal Christoph Schönborn hat nach dem einwöchigen Besuch der Österreichischen Bischofskonferenz im Heiligen Land betont, die Bischöfe hätten kein Rezept für die Lösung der Probleme des Landes. Er äußerte die Hoffnung, dass mit den geplanten Nahost-Gesprächen Ende des Monats die Friedenssehnsucht der Menschen zumindest in Schritten verwirklicht werde.

(APA, 10.11.2007) Hauptziel der Reise sei die Begegnung mit den christlichen Gemeinden im Heiligen Land gewesen, von denen die Kirche in Österreich viel lernen könne. Auch wenn die Reise vor allem als Pilgerreise geplant gewesen sei, habe sich die Bischofskonferenz auch der Realität des Landes gestellt. In seinen beiden politischen Begegnungen - am Donnerstag mit dem israelischen Tourismusminister Yitzhak Aharonovitch und der palästinensischen Frauen- und Tourismusministerin Khouloud Daibes am Freitag - sei ein "kleiner Hoffnungsschimmer" erkennbar gewesen.

Die Bischofskonferenz habe in Galiläa "erstaunlich fröhliche christliche Gemeinden" kennengelernt. Bei diesen Begegnungen habe sich die "pastorale Resignation, die es in Österreich gibt, verflüchtigt". Der Kardinal ist davon überzeugt, dass "wir von den Christen im Heiligen Land viel lernen können, wie diese als Minderheit in einer skeptischen bis feindlichen Umgebung lebendiges Zeugnis vom Evangelium ablegen". Der interreligiöse Dialog - also das Gespräch mit Vertretern des Judentums und des Islams - sei "nicht direktes Ziel" dieser Reise gewesen.

Das Platzen des Treffens mit dem Rabbiner an der Klagemauer habe er, Schönborn, "nicht als kränkend empfunden". Die Bischöfe hätten von einem Ehrenplatz aus mit angemessenem Abstand an den Gebeten der Juden teilnehmen können. Dass die Bischöfe nicht bis zur Mauer gegangen sind, sei Ausdruck des Respekts vor den religiösen Empfindungen der Gläubigen gewesen. Auch der Besuch am Tempelberg sei nicht als großes interreligiöses Treffen geplant gewesen.

Der Besuch der Moscheen auf dem Tempelberg am frühen Vormittag war ein rein touristischer Programmpunkt gewesen. Nur sieben der 15 Mitglieder der Bischofskonferenz nahmen daran teil. Sie kamen in Zivilkleidung - ohne Bischofstalar und Kreuz auf der Brust. Am Tempelberg kam es auch zu einem kurzen Höflichkeitsbesuch des Kärntner Bischofs Alois Schwarz in Vertretung von Kardinal Schönborn beim Direktor der muslimischen Religionsgüterverwaltung, Mohamed Azzam.
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