Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German "Jesus schaut auf das Herz, nicht auf die Fehler"
Oct 05, 2007
"Ich hoffe, dass die erste 'Woche des Lebens' in der Erzdiözese Wien ein guter und fester Brauch in unserem Land wird", predigte der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, beim Abschlussgottesdienst der "Woche des Lebens" im Stephansdom.

(stephanscom.at, 04.10.07) Am Samstag, 29. September 2007, feierte Kardinal Christoph Schönborn den Abschlussgottesdienst der "Woche des Lebens" mit vielen Vertretern von Lebensschutzorganisationen in der Erzdiözese Wien. Zugleich beging der Wiener Erzbischof auch den 16. Jahrestag seiner Bischofsweihe.

In seiner Predigt sprach der Kardinal die Hoffnung aus, dass die erstmals in Wien veranstaltete "Woche des Lebens" "ein guter und fester Brauch in unserem Land wird".

Das Recht auf Leben nie vergessen

Dabei erinnerte Erzbischof Schönborn auch an den Besuch des von Papst Benedikt XVI. in Österreich, der an die gute und wichtige Grundlage des europäischen Lebensmodells erinnerte, auf die "nie vergessen werden darf: Diese Grundlage ist das Recht auf Leben, auf den Schutz des Lebens".

Auftrag der Kirche ist das richtige Tun

Kardinal Schönborn ging dann weiter auf das Evangelium des Tages ein. Im  Evangelium, das von Nathanael erzählt, stecke die erste Botschaft der Kirche: "Kommt und seht ist die erste Botschaft der Kirche, bis heute, denn nur so lebt und wächst sie. Es sind nicht zuerst Theorien, nicht erhobene Zeigefinger, sondern 'kommt und seht'. Das, was wir tun, nicht das, was wir sagen, ist uns als Kirche aufgetragen", so der Kardinal.

Dabei erinnerte der Wiener Erzbischof wieder an ein Wort des Papstes in der vielbeachteten Rede in der Hofburg anlässlich des Besuches in Österreich: "Die Glaubwürdigkeit unserer Rede hängt davon ab, was die Kirche für die betroffenen Frauen tut." Man dürfe nicht plakativ Selbstwerbung machen, "aber wir können hinweisen darauf, was bereits geschieht. Seit 1975 etwa ist der Hilfsfonds für Schwangere in Notsituationen aktiv und viele Kinder konnten leben, weil geholfen wurde", betonte Kardinal Schönborn.

Aufforderung an alle Christen, vorsichtig mit Vorurteilen zu sein

Aber in diesem Evangelium stecke noch etwas anderes, so der Erzbischof. "Nathanael sagt: Kann denn aus Nazaret etwas Gutes kommen? Nathanael hat vieles gemeinsam mit mir und vielleicht auch mit ihnen: Vorurteile", predigte der Kardinal. Es seien viele Vorurteile über andere Einstellungen, Gruppierungen und oft ein leichtes Urteil. "Jesus sagt dem Nathanael auf den Kopf zu, dass er ein geradliniger Mensch sei. Mich berührt daran, dass Jesus nicht sagt: 'Warum hast du Vorurteile über mich?', sondern Jesus sieht auf sein Herz, nicht auf seine Fehler." Das sei eine Aufforderung an alle Christen, vorsichtig mit Vorurteilen zu sein. In Österreich sei es schwer über das Thema "Schutz des Lebens" zu reden. Da sei die Hilfe Jesu wichtig, dass "wir im andern, der unsere Positionen nicht versteht oder gar bekämpft, das gerade Herz sehen", so der Kardinal.
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