Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German "Er mag uns"
Sept 05, 2007
Wenn Papst Benedikt XVI. nach Österreich kommt, kommt er nach Hause, betont Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Radio Stephansdom: "Er kennt die Herztöne unserer Kultur und Geschichte genau und wird diese auch ansprechen", so der Wiener Erzbischof.

(stephanscom.at, 04.09.07) Mit Bangen, was das Wetter betrifft, aber überwiegend mit Freude erwartet Kardinal Christoph Schönborn die Ankunft des römisch-katholischen Kirchenoberhauptes am Freitag in Wien. "Er mag uns", sagt der Wiener Erzbischof im Radio Stephansdom-Sommergespräch am Montagabend, 3. September 2007, über Papst Benedikt XVI. und: "Es ist schön, das zu sehen. Ich hoffe, wir werden ihm diese Sympathie auch zurückerweisen."

"Kommt und feiert mit!"

"Natürlich lade ich alle Wienerinnen und Wiener herzlich ein Papst-Schauen, -Hören und -Feiern zu kommen", erneuert der Wiener Erzbischof seine Aufforderung nicht daheim vor den Bildschirmen sitzen zu bleiben, sondern die Gottesdienste mit Papst Benedikt XVI. direkt Am Hof oder am Stephansplatz mitzufeiern. "Am Hof und am Stephansplatz braucht man keine Zählkarten. Kommen Sie einfach vorbei! Es ist etwas ganz anderes live dabei zu sein. Das direkte Erleben ist unvergleichlich intensiver", ist Kardinal Schönborn überzeugt.

Neue Impulse für Verkündigung und Mission

Die Erwartungen des Erzbischofs die Nachhaltigkeit des Papstbesuches betreffend sind hoch. Zwar werde es am 10. September zu keiner Wiedereintrittswelle kommen. Aber die entscheidende Wirkung so eines Besuches, sei sowieso die unsichtbare, führt Kardinal Schönborn aus. "Wenn jemand kommt, zu dem Jesus gesagt hat: 'Du bist Petrus, auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen', dann wird das auch in unserem Land etwas bewirken", ist der Kardinal überzeugt: "Wir als Gläubige müssen das, was so ein Besuch auslösen kann - die unsichtbare, aber ganz reale Dimension der Gnade - in den Mittelpunkt stellen". Dann könne der Papstbesuch durchaus ein neuer Impuls für die Verkündigung und die Mission in der Kirche in Österreich sein, so Kardinal Schönborn.

"Er kennt und mag Österreich"

Das werde das Kirchenoberhaupt im Übrigen auch in seinen Reden tun, meint Kardinal Christoph Schönborn. "Zweifellos wird Papst Benedikt aus der Heiligen Schrift schöpfen und aus der Mitte des Glaubens sprechen", sagt der Wiener Erzbischof. Da Papst Benedikt XVI. seine Reden persönlich schreibe, könne Schönborn nicht sagen, was der Heilige Vater den Österreicherinnen und Österreichern bei seinem Besuch in Wien, Mariazell und Heiligenkreuz ans Herz legen werde. "Aber der Heilige Vater kennt die Herztöne unserer Kultur und Geschichte genau und wird diese treffend ansprechen", ist Kardinal Schönborn überzeugt.

Papst trifft auf breites Spektrum der Österreicher

Am Sonntag wird Papst Benedikt XVI. gemeinsam mit zahlreichen Vertretern der Gewerkschaften und Mitglieder der "Allianz für einen freien Sonntag" einen Gottesdienst im Stephansdom feiern. Im Konzerthaus zahlreiche Ehrenamtliche treffen. Gerade diese Begegnungen mit der Zivilgesellschaft freuen den Kardinal, betont er im Gespräch mit 107,3: "Bei seinem Österreich-Besuch wird Papst Benedikt XVI. keineswegs nur einer Herde seiner Schäfchen begegnen, sondern der österreichischen Gesellschaft",  betont Kardinal Christoph Schönborn.

Kritische Stimmen, wie etwa die Priesterinitiative, die über Medien bekunden, dass Papst Benedikt XVI. zu wenig Dialogbereitschaft zeige, weist der Wiener Erzbischof in die Schranken. "Ich kenne den Papst seit 35 Jahren und niemand ist so ein guter Zuhörer wie er", sagt Kardinal Schönborn. Da der Österreichbesuch aber eine Pilgerreise des Kirchenoberhauptes sei, sei eben kein Platz für Diskussionsrunden. "Aber natürlich werde ich die Schreiben an den Heiligen Vater weitergeben", so der Kardinal. Allerdings sei es naiv zu glauben, Papst Benedikt XVI. wisse nicht, was in Österreich oder in Europa vorgehe. "Der Papst war über zwanzig Jahre Vorsitzender der Glaubenskongregation und kennt die Probleme und Sorgen der Gläubigen genau", betont Kardinal Christoph Schönborn im "Sommergespräch Spezial" mit Radio Stephansdom-Chefredakteur Anton Gatnar.
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