Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German Republik Österreich ehrt Kardinal Schönborn und vier weitere Bischöfe
Mar 01, 2007
Bundespräsident lobt gute Beziehungen zwischen Kirche und Staat.

WIEN, 28. Februar 2007 (ZENIT.org).- Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, Bischof Paul Iby (Eisenstadt), Bischof Klaus Küng (Sankt Pölten) und Bischof Christian Werner (Militärordinarius) wurden am Dienstag in der Wiener Hofburg mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl nahm aus der Hand von Bundespräsident Heinz Fischer das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich entgegen.

Fischer würdigte in seiner Ansprache das „Miteinander von Staat und Kirche“ in Österreich. Das Prinzip der Kooperation habe nicht nur im Konkordat seinen verfassungsrechtlichen Niederschlag gefunden, sondern sich zudem „in der Lebensrealität der Zweiten Republik in sinnvoller und fruchtbarer Weise entwickelt“. Er halte diese Entwicklung „für richtig und wertvoll“, so der sozialistische Bundespräsident.

„Staat und Kirche sind heute weder Zwillinge noch Antipoden. Sie haben unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Verantwortlichkeiten und unterschiedliche Legitimationen und dennoch wichtige gemeinsame Interessen. Sie sind dem einzelnen Menschen, dem Individuum und auch der Gesellschaft als Ganzes verpflichtet.“

Der Bundespräsident unterstrich das Faktum, „dass der Staat die wichtige und wertvolle Rolle der Religionsgemeinschaften respektiert, und dass die Kirche unseren Staat in jener Ausprägung respektiert, wie sie durch unsere demokratische Verfassung gegeben ist. Beide arbeiten vertragstreu und harmonisch zusammen.“

All das sei nicht selbstverständlich, sondern „das Ergebnis langjähriger Bemühungen. Und da auch die heute zu ehrenden Mitglieder der österreichischen Bischofskonferenz wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben, darf ich die hohen staatlichen Auszeichnungen, die heute verliehen werden, auch als Dank der Republik für die vielfältigen Bemühungen auf diesen Gebieten bezeichnen.“

Fischer sprach auch „Meinungsverschiedenheiten“ zwischen Exponenten der Politik und Exponenten der Kirche an, etwa in der Frage der „Abschaffung gerichtlicher Strafdrohungen gegen Schwangerschaftsabbruch“, im Bereich der Familienpolitik oder beim Umgang mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Die Konfliktlinien bei diesen Themen verliefen allerdings „nicht primär zwischen Kirche und Politik, sondern innerhalb jener pluralistischen Gesellschaft, in der auch die Kirche wirkt und tätig ist“, fügte er hinzu.

Der österreichische Bundespräsident hob hervor, dass mit den Auszeichnungen nicht nur die Rolle der Kirche für wichtige Bereiche der Gesellschaft betont werde, sondern dass auch „ganz besonders herausragende Persönlichkeiten“ der Kirche mit ihren Leistungen gewürdigt werden sollten. Er denke hier insbesondere an das Engagement von Kardinal Schönborn und der anderen Bischöfe für den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit, für das Eintreten zu Gunsten der Schwachen und Ausgegrenzten, an die klaren Worte gegen Ausländerfeindlichkeit und jede Form von Rassismus. In besonderer Weise unterstrich der Bundespräsident den Einsatz der Bischöfe für das Schul- und Bildungswesen und für friedlichen Dialog der Kulturen und Religionen.

In seiner Laudatio ging Fischer auch auf den Papstbesuch in Mariazell im September dieses Jahres ein: „Eine ganz wichtige Aufgabe steht uns gewissermaßen noch bevor, nämlich die Vorbereitung und Durchführung des offiziellen Besuches Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI in Österreich im Herbst des heurigen Jahres. Nach allem, was ich weiß, sind diese Vorbereitungen auf einem guten gemeinsamen Weg. Auch das ist ein Beweis für das hohe Niveau, das die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche in Österreich erreicht hat. Daran weiterzuarbeiten ist unser gemeinsames Ziel.“
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