Christoph Cardinal Schönborn, O.P. Christoph Cardinal Schönborn, O.P.
Function:
Archbishop of Wien, Austria
Title:
Cardinal Priest of Gesù Divin Lavoratore
Birthdate:
Jan 22, 1945
Country:
Austria
Elevated:
Feb 21, 1998
More information:
www.catholic-hierarchy.org, Stephanscom.at, The Schonborn Site
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German Schönborn predigt vor Papst über Bedeutung der Demut
Sept 14, 2010
Der Wiener Kardinal hat beim Treffen der Ratzinger-Schüler in Rom zu Benedikt XVI. gesagt, mit Demut "Beschimpfungen in Segen zu wenden". Kritik komme derzeit auch von "Mitgläubigen und Mitchristen"

Die Bedeutung der Demut in der katholischen Kirche hat Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag in seiner Predigt beim Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo unterstrichen. Der Wiener Erzbischof nahm, wie der Pressedienst der Erzdiözese meldete, mit rund 40 weiteren Theologen am Jahrestreffen des "Ratzinger-Schülerkreises" teil. Wörtlich sagte der Kardinal: "Demut ist etwas sehr Nüchternes. Sie hat mit Wahrhaftigkeit und Dankbarkeit zu tun". "Was hättest du, was du nicht empfangen hast" sei das Apostel-Wort dazu.

Im Lukas-Evangelium werde berichtet, wie es beim Letzten Abendmahl nach der Einsetzung des Priestertums des Neuen Bundes einen Streit der Apostel gegeben habe, wer von ihnen der Größte sei, erinnerte Kardinal Schönborn. Bis heute gebe es "offen oder subtil" den Streit um die Ehrenplätze. Im Blick auf das Jesus-Wort "Ich bin unter euch wie der, der bedient" müsse immer neu "beschämt einbekannt" werden, dass "wir noch viel von ihm lernen müssen". Und doch habe Christus im Abendmahlsaal trotz des bevorstehenden Verrats den Aposteln das "Reich Gottes" anvertraut. Damit aber niemand durch die Größe der Berufung überheblich wird, seien die Apostel - und besonders ihr erster - zugleich auf den letzten Platz gestellt, sagte der Wiener Erzbischof und zitierte das Paulus-Wort, dass die Apostel zum "Schauspiel für die Welt" geworden seien: "Wir stehen da als Toren um Christi willen, wir werden beschimpft und segnen, wir werden verfolgt und halten stand, wir werden geschmäht und trösten".

An den Papst gewandt, sagte der Wiener Erzbischof wörtlich: "Heiliger Vater! Diese Worte des Apostels mögen Ihnen Trost sein, wenn selbst von Mitgläubigen, Mitchristen Beschimpfungen kommen und Ihnen die rote Karte gezeigt wird. Die Demut wendet diese Beschimpfungen in Segen. Danke, dass Sie uns die Haltung Jesu zeigen, der sanftmütig und demütig von Herzen ist".

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