Friede für Afrika!
Nov 26, 2008
Bevorstehende Sondersynode ist ein Hoffnungsschimmer für den schwarzen Kontinent
ROM, 26. November 2008 (ZENIT.org).- Kardinal Francis Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, hat darauf hingewiesen, wie wichtig der Friede für die Zukunft des afrikanischen Kontinents sei. Er tat dies im Rahmen der Vorstellung der bevorstehenden Sondersynode für Afrika, die nächstes Jahr in Rom stattfinden wird. Die Bischöfe werden bei dieser Gelegenheit das Thema „Die Kirche in Afrika im Dienst der Widerversöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens" in den Blick nehmen.
Kardinal Arinze, der selbst aus Nigeria stammt, erklärte in einem Interview mit dem „Osservatore Romano", dass es in Afrika „sowohl eine friedliche Gesellschaft als auch demokratische Nationen gibt", dass jedoch „noch immer viel zu viel Gewalt unter den ethnischen Gruppen, Massaker und Korruption herrscht". Diesbezüglich sei das Thema der bevorstehenden Synode geradezu bezeichnend, denn „es braucht mehr Gerechtigkeit und Friede in Afrika".
„Die Kirche hat kein Geheimrezept dafür, Probleme zu lösen, ebenso wenig wie politische oder wirtschaftliche Lösungen. Das ist auch nicht ihr Auftrag. Sie muss das Evangelium verkünden, das für die Achtung der Rechte des Nächsten und die Bekehrung der Herzen steht. Werden die Herzen bekehrt, so fallen die Waffen aus den Händen der Kriegführenden", fügte er hinzu.
Der Kurienkardinal, der gerade erst sein 50. Priesterjubiläum feierte, blickte im Interview mit der vatikanischen Tageszeitung auf jene Jahre zurück, in denen er Erzbischof von Onitsha war - während des nigerianischen Bürgerkriegs in den 60er-Jahren.
Als er 1984 von Papst Johannes Paul II zum Vorsitzenden des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog ernannt wurde, habe er sich bereit erklärt, dorthin zu gehen, wohin ihn der Heilige Vater rufe - auch wenn er als Erzbischof von Onitsha glücklicher gewesen sei.
„Diese waren bestimmt keine monotonen Jahre", gab er zu. „Als der Krieg plötzlich meine Erzdiözese bedrohte, suchte ich für die Obdachlosen und Evakuierten nach Unterkünften. Ich versuchte, sie Priestern anzuvertrauen, und kümmerte mich um internationale Hilfe, um das Problem der Erstversorgung zu lösen. Ich kontaktierte verschiedene Einrichtungen. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Priestern, Ordensleuten und Laien war es eine fruchtbare Zeit."