George Cardinal Pell George Cardinal Pell
Function:
Archbishop of Sydney, Australia
Title:
Cardinal Priest of St. Mary Dominic Mazzarello
Birthdate:
Jun 08, 1941
Country:
Australia
Elevated:
Oct 21, 2003
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Zwei Priester im Frontalangriff
Nov 24, 2005
Ihre Enttäuschung über den gegenwärtigen Kurs der Katholischen Kirche haben zwei Priester der Erzdiözese Melbourne (Südaustralien) gegen die Bischöfe zum Ausdruck gebracht. Die Kirchenführung sei „diktatorisch“, „wirklichkeitsfremd“ und „erbarmungslos“.

(kreuz.net, 22. Dezember 2004) Melbourne - Nach einem Bericht der in Melbourne erscheinenden Tageszeitung „The Age“ haben zwei Priester der dortigen Erzdiözese gegen die Bischöfe Australiens und vor allem gegen ihren ehemaligen Vorgesetzten, Kardinal George Pell (63) von Sydney, losgelegt. Kardinal Pell war früher Erzbischof in Melbourne.

Pfarrer Len Thomas und Pfarrer Peter Foley meinten in einer heute veröffentlichten Stellungnahme, daß die Kirche an Herz und Verstand an der gegenwärtigen Rückkehr hinter das Zweite Vatikanische Konzil leide.

Insbesondere Kardinal George Pell, der Erzbischof von Sydney, habe die Haltung des „Wenn ihr nicht mit uns seid, seid ihr gegen uns“, meinte der 68 jährige Foley. In seinem Alter brauche er sich vor den Repressalien der Bischöfe nicht mehr zu fürchten: „Dies ist ein Schrei aus meinem Herzen. Ich möchte nicht einfach in die Zeitungen kommen. Ich habe 42 Jahre für diese Diözese gearbeitet.“

Insbesondere kritisierten die zwei Priester das neu eingerichtete diözesane „Amt für Evangelisation“, dessen Ziel es ist, die Zahl der Kirchengänger zu erhöhen. Dieses Amt werde unter den Priestern mit „Mißtrauen“ gesehen und diene vor allem der Beschwichtigung des Vatikans.

Pfarrer Thomas sagte, daß die Menschen und die Bischöfe die Kirchenleitung mit der Kirche verwechselten: „Aber die Kirche ist das Volk, das an den Gottesdiensten teilnimmt, und das wir bei Beerdigungen und Hochzeiten erreichen.“

Die Priester beschwerten sich auch über Zentralismus und Kontrolle, die in der Erzdiözese Melbourne und weltweit herrschten, sowie über den Mangel an Dialog. Ein Abgrund existiere zwischen der diözesanen und vatikanischen Bürokratie auf der einen und dem Volk und den Priestern auf der anderen Seite: „Mitgefühl und Vielfalt leiden, wenn Priester kalte und stumpfe Anweisungen erhalten, in denen es üblicherweise um die Liturgie geht.“ Pastorale Perspektiven fehlten.

Der Herausgeber der Homepage „OnlineCatholics“, auf welcher die Stellungnahme der Priester heute publiziert wurde, meinte dazu: „Das Kirchenrecht sagt, daß die Priester das volle Recht besitzen, den Hirten ihre Anliegen vorzubringen.“
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