Keith Michael Patrick Cardinal O‘Brien Keith Michael Patrick Cardinal O‘Brien
Function:
Archbishop of Saint Andrews and Edinburgh, Scotland, Great Britain
Title:
Cardinal Priest of Sts. Joachim and Anne at the Tuscolano
Birthdate:
May 17, 1938
Country:
Scotland
Elevated:
Aug 21, 2003
More information:
www.catholic-hierarchy.org, www.archdiocese-edinburgh.com
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German Schottischer Kardinal fordert gleiche Rechte für Katholiken in Großbritannien
Feb 11, 2005
Anlässlich der Bekanntgabe der baldigen Hochzeit von Prinz Charles von England mit Camilla Parker Bowles hat der Vorsitzende der schottischen Bischofskonferenz sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass es einer katholischen Prinzessin nie gestattet sei, den königlichen Thron zu besteigen.

EDINBURGH, 10. Februar 2005 (ZENIT.org).- In einem diesen Donnerstag veröffentlichten Pressekommuniqué erklärt Kardinal Keith O’Brien, Erzbischof von Saint Andrews and Edinburgh: "Ich hoffe, dass der Prinz von Wales und Frau Parker-Bowles eine glückliche gemeinsame Zukunft haben werden. Als Haupt der römisch-katholischen Kirche in Schottland hat mich der Gedanke traurig gemacht, dass, wäre Frau Parker-Bowles eine Katholiken, der Prinz von Wales bei einer Heirat mit ihr automatisch das Thronfolgerecht verlieren würde – er wie auch seine Nachkommen", fügt der Kardinal hinzu.

Für ihn ist die heute öffentlich bekannt gegebene Hochzeit ein Anlass, um auf die antikatholischen Gesetze in Schottland hinzuweisen. In einer Zeit, in der sich die schottische Exekutive zu Recht darum bemühe, einen verstärkten Kampf gegen jedes Sektierertum zu führen, sei es "vielleicht an der Zeit, aufzudecken, welchen Einfluss die bestehende himmelschreiende antikatholische Gesetzgebung dabei hat, und in welchem Ausmaß ihr Bestehen den Fortschritt in solcherlei Bemühungen hindert", schreibt der Kardinal.

Die Eheschließung zwischen Prinz Charles und Camilla Parker Bowles wird am 8. April stattfinden. Nach der standesamtlichen Trauung wird der Erzbischof von Canterbury, Dr. Rowan Williams, die kirchliche Trauung in der Georgkapelle im Windsorpalast vornehmen.

Wird Prinz Charles eines Tages König und somit Oberhaupt der anglikanischen Kirche, bleibt seine Frau aufgrund ihrer Scheidung Prinzgemahlin und wird nicht Königin. Nach der Hochzeit wird sie den Titel "Ihre Königliche Hoheit, Herzogin von Cornwall" führen und nicht "Prinzessin von Wales" genannt werden. Dies erklärt eine vom Pressebüro des Prinzen von Wales veröffentlichte Stellungnahme.

Wäre die neue Frau des Prinzen von Wales eine Katholikin, so bliebe auch diesem die Königswürde versagt: Die englische Grundordnung aus dem Jahre 1701, "The act of settlement", sieht nämlich ausdrücklich vor, dass ein mit der Kirche von Rom verbundener Thronfolger oder einer, der "der papistischen Religion angehört oder eine Papistin heiratet", den Königsthron nicht besteigen darf.

Kardinal Cormac Murphy-O’Connor, Erzbischof von Westminster, sagte zur Verlobung von Prinz Charles und seiner 57-jährigen Jugendfreundin: "Die königliche Familie, die im Leben unseres Landes eine so einzigartige Rolle einnimmt, kann sich des Wohlwollens und der Gebete der katholischen Gemeinschaft sicher sein. Ich weiß, dass mich die Katholiken im Gebet und im Glückwunsch für den Prinzen von Wales und Frau Parker-Bowles begleiten werden."
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