Joachim Cardinal Meisner Joachim Cardinal Meisner
Function:
Archbishop of Köln, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Pudenziana
Birthdate:
Dec 25, 1933
Country:
Germany
Elevated:
Feb 02, 1983
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Meisner zollt von der Leyen Respekt und Anerkennung
Apr 16, 2007
Kardinal Joachim Meisner lobt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Er sei «ganz froh, dass sie nun endlich das Thema Familie in die Öffentlichkeit hineingetragen hat», sagte der Kölner Erzbischof in der ARD-Talksendung «Beckmann» (Ausstrahlung Montag, 22.45 Uhr). Dies sei in dieser Intensität bislang keiner Bundesregierung so gelungen.

Hamburg (ddp, 15.04.2007) - Kardinal Joachim Meisner lobt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Er sei «ganz froh, dass sie nun endlich das Thema Familie in die Öffentlichkeit hineingetragen hat», sagte der Kölner Erzbischof in der ARD-Talksendung «Beckmann» (Ausstrahlung Montag, 22.45 Uhr). Dies sei in dieser Intensität bislang keiner Bundesregierung so gelungen. «Darin bewundere ich sie, und da bin ich auch sehr dankbar», fügte der Kardinal hinzu.

Der als konservativ geltende Meisner sagte zur Krippenplatzdebatte: «Ich bin gar nicht gegen die Krippenplätze. Aber das neunmonatige vorgeburtliche Leben eines Kindes im Mutterleib braucht nach der menschlichen Erfahrung noch eine Nachbereitung von mindestens drei Jahren.» Der Mutter, die zuhause bleibe, müsste man das Geld geben, was ein Kinderkrippenplatz kostet.

Nach Ansicht Meisners taugen Krippenplätze nur als «Alternative, und nicht als Normalmodell. Es ist keine Wahlmöglichkeit». Wissenschaftler seien sich einig, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren mit der Mutter aufwachsen, «zu Persönlichkeiten heranwachsen, die widerstandsfähig sind, belastungsfähig sind, die wirklich Säulen der Gesellschaft sind».

Für Meisner ist allerdings der Schwerpunkt in der Krippenplatzdebatte verrutscht. Es werde zu wenig über das Wohl der Kinder, und zuviel über die Interessen der Frau diskutiert, sagte er. «In der ganzen Familienpolitik bedauere ich, dass das Kind nicht im Mittelpunkt steht. Sondern nach meinem Empfinden steht die berufstätige Frau im Mittelpunkt: Wie können wir ihre Berufstätigkeit erhalten und dabei die Kinder versorgen?»
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