Joachim Cardinal Meisner Joachim Cardinal Meisner
Function:
Archbishop of Köln, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Pudenziana
Birthdate:
Dec 25, 1933
Country:
Germany
Elevated:
Feb 02, 1983
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Für Benedikt XVI. "den Kopf hinhalten"
Apr 27, 2006
Eucharistiefeier zu Ehren Benedikts XVI. im Kölner Dom

KÖLN, 25. April 2006 (ZENIT.org).- Anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl Papst Benedikts XVI. feierte Joachim Kardinal Meisner am Sonntag im Kölner Dom ein Pontifikalamt, in dem er dazu aufrief, den Papst, den er als "großen und einsamen Beter", als großen Gelehrten und frommes Erstkommunionkind beschrieb, zu unterstützen und ihn zu begleiten.

"Der Papst ist gescheit wie zehn Professoren und dabei fromm wie ein Erstkommunionkind. Darin ähnelt er sehr seinem Vorgänger", sagte Kardinal Meisner in seiner Predigt. "Diese Kombination lässt ihn zu einem wahren Jünger Jesu werden, in dessen Tun und Lassen der Meister, der Herr, selbst sichtbar wird."

In seiner Verkündigung lasse Papst Benedikt XVI. nicht nur "die großen Kirchenlehrer und Kirchenväter", sondern auch die Heilige Schrift oft zu Wort kommen und "erklärt sie in einer Tiefe, in einer Weite und Höhe, die den Hörer ermutigt, beschenkt, tröstet und bereichert. Man geht von diesem Papst immer wieder erleuchteter weg, als man zu ihm gekommen ist."

Das gesamte "Denken und Lesen, das Studieren, Beten und Fühlen von Papst Benedikt XVI." drehe sich einzig und allein "um die Person Jesu Christi". Der "große und einsame Beter", fuhr der Kardinal fort, zeige allen Menschen, "dass die Wahrheit eigentlich unwiderstehlich ist. Sie hat nämlich in jedem Menschen eine Entsprechung, und das ist seine Gottebenbildlichkeit, die seinen Personenkern ausmacht. Diese Gottebenbildlichkeit wirkt wie ein starker Magnet. Sie drängt den Menschen als Abbild Gottes selbst über viele Hindernisse hinweg zum Urbild hin, zu Gott. Die Wahrheit ist darum auf Dauer nicht unter der Erde zu halten, wie Ostern beweist und danach die vielen anderen Befreiungstaten der Menschen."

Am Ende seiner Predigt kam Kardinal Meisner auf seine Worte beim Dankgottesdienst für die Papstwahl am 30. April vergangenen Jahres zurück und fragte: "Wird sich der Papst auf unser Gebet, aber darüber hinaus auf unseren Glauben, auf unsere Treue und unsere Opferbereitschaft für ihn und die Kirche verlassen können?" Mehr denn je schaue heute die Weltkirche auf die Kirche in Deutschland. "Empfängt sie von uns Ermutigung für den katholischen Glauben? Dazu sind wir verpflichtet, unserem Papst gleichsam damit den Rücken zu stärken!"

Da dieser Aufruf vor einem Jahr im Hohen Dom zu Köln mit großem Applaus angenommen worden war, hatte Kardinal Meisner Benedikt XVI. eine Tonaufzeichnung der damaligen Eucharistiefeier zukommen lassen und dazu erklärt: "Heiliger Vater, wenn es dir ganz besonders schwer wird, dann höre dir diese CD aus dem Kölner Dom an. Dann erhältst du Mut und Zuversicht, weil das Volk Gottes in der Erzdiözese Köln und in Deutschland hinter dir steht wie eine Mauer, für dich betet und für dich auch seinen Kopf hinhält". Und am Weißen Sonntag fügte Kardinal Meisner noch hinzu: "Hoffentlich habe ich nicht zuviel versprochen!"
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