Joachim Cardinal Meisner Joachim Cardinal Meisner
Function:
Archbishop of Köln, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Pudenziana
Birthdate:
Dec 25, 1933
Country:
Germany
Elevated:
Feb 02, 1983
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Die Enzyklika des Papstes zeigt die ganze Würde des Menschen
Feb 02, 2006
"Die Enzyklika des Papstes sollte Pflichtlektüre jedes Christen sein"

ROM, 27. Januar 2006 (ZENIT.org).- In einer heute, Freitag, veröffentlichten Erklärung betont Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, dass "Deus caritas est" ("Gott ist die Liebe") nicht eine "billige Aussage über Gott" sei, sondern vielmehr "das Göttliche, was man überhaupt über Gott aussprechen kann, und zugleich das Höchste, was über den Menschen gesagt werden kann".

Es sei ein gutes Zeichen, so der Kardinal, "dass die erste Enzyklika von Papst Benedikt XVI. 'Deus caritas est – Gott ist die Liebe' eine so gute Aufnahme gefunden hat. Es erweckt den Anschein, als ob die Menschen auf den Inhalt dieser Enzyklika schon lange gewartet hätten, und in der Tat gibt es keine einfachere und tiefere Botschaft für den Menschen als diese Anfangsworte der Enzyklika, die zugleich ihren Inhalt treffend wiedergeben: Gott ist die Liebe. Das ist keine billige Aussage über Gott, sondern es ist das Göttliche, was man überhaupt über Gott aussprechen kann, und zugleich das Höchste, was über den Menschen gesagt werden kann: dass er von Gott geliebt ist."

In dieser Wahrheit liege "seine ganze Würde und Unantastbarkeit begründet. Dass Gott den Menschen liebt und der Mensch von Gott geliebt wird, ist nicht nur ein rein geistiger Vorgang, sondern umfasst den Menschen in seiner ganzen Leibhaftigkeit, wie der Papst aufzeigt. Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist zum Beispiel eine solche Entsprechung dieser leib-seelischen Liebe."

Die Kirche sei mit dieser Botschaft gesegnet worden, um hinauszugehen in die Welt, fuhr Kardinal Meisner fort. "Sie hat die Wahrheit zu verkünden (Martyria), sie hat das Leben zu spenden (Liturgia) und sie hat die Liebe zu üben (Caritas beziehungsweise Diakonia)." Die Caritasarbeit der Kirche sei nicht "ein soziales Hobby, das sich die Kirche leisten kann, wenn es ihr gut geht, sondern sie gehört wesentlich in ihren Auftrag hinein. Wo der Gottesdienst nicht verbunden wird mit der Caritas, wird er zum bloßen Ritus. Wo die Verkündigung nicht fruchtbar wirkt in der Caritas, wird sie zur Ideologie. Und wo die Caritas nicht eingebunden ist in Verkündigung und Gottesdienst, wird sie zur Sozialhilfe."

Die Enzyklika des Papstes sollte Pflichtlektüre jedes Christen sein, "namentlich der Priester, Diakone und aller im hauptamtlichen Dienst in Pastoral und Caritas stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber sie ist auch jedem interessierten Menschen guten Willens zur Lektüre sehr zu empfehlen. Man legt sie bereicherter aus der Hand."
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