Joachim Cardinal Meisner Joachim Cardinal Meisner
Function:
Archbishop of Köln, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Pudenziana
Birthdate:
Dec 25, 1933
Country:
Germany
Elevated:
Feb 02, 1983
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German ‘kreuz.net’ Bericht bestätigt – Kardinal dementiert
Dec 04, 2005
Das Presseamt der Erzdiözese Köln widersprach Berichten, wonach der Verkauf eines bei Bonn gelegenen Redemptoristenklosters an die Priesterbruderschaft Pius X. am Veto Kardinal Meisners gescheitert sei.

(kreuz.net, 21. November 2005) Der Pressesprecher der Erzdiözese Köln, Dr. Manfred Becker-Huberti, erklärte kürzlich zum jüngsten Verkauf des Redemptoristenklosters Geistingen:

„Das Kloster und die Kirche in Geistingen befinden sich ausschließlich im Besitz der Redemptoristen. Der Erzbischof von Köln war als Diözesanbischof nur mit der Frage befaßt, ob die Kirche profaniert werden darf. An wen die Kirche dann eventuell verkauft wird, ist keine Materie des Erzbischofs. Insofern kann der Erzbischof den Verkauf an bestimmte Interessenten überhaupt nicht verbieten.“

Die von den Lefebvristen mit den Verkaufsverhandlungen beauftragte lokale Immobilien-Firma widersprach der Darstellung des Presseamtes der Erzdiözese mit Nachdruck.

Auf eine Anfrage von ‘kreuz.net’ antwortete der Immobilien-Makler, daß über den Verkauf des Kloster Geistingen – der ehemaligen philosophisch-theologischen Hochschule des Redemptoristenordens in Deutschland – über viele Jahre Gespräche geführt worden seien.

„Die Priesterbruderschaft St. Pius X. zeigte schon Ende der 90er Jahre Interesse an dem Gebäude und an der großartigen Kirche“, erklärte der Makler: Doch die Verhandlungen hätten zu keinem Ziel geführt:

„Im Jahr 2004 wurden wir“ – so der Makler – „informiert, daß die Provinzleitung der Redemptoristen mit Kardinal Meisner Rücksprache gehalten habe.“

Die Immobilienfirma wurde in den Gesprächen mit der Ordensvertretung informiert, daß Kardinal Meisner mit dem Fall befaßt gewesen sei und als Erzbischof sein Veto eingelegt habe.

Darauf erklärten die Redemptoristen, daß man sich gegen den Widerstand des Erzbischofs nicht in der Lage sehe, die Gebäude und die Kirche den Traditionalisten zu verkaufen.

Deshalb habe sich der Orden genötigt gesehen, die Verhandlungen mit der Priesterbruderschaft abzubrechen:

„Ob hier formaljuristisch oder moralisch auf die Provinz der Redemptoristen eingewirkt wurde, entzieht sich unserer Kenntnis.“

Die Immobilienfirma erklärte, daß sie nur die ihr gegenüber gemachten Aussagen wiedergeben könne. In diesem Sinne sei die Stellungnahme des Erzbistums überraschend.

„Vielleicht ist man im erzbischöflichen Presseamt um Schadensbegrenzung bemüht“, erklärte der Makler weiter:

„Die Empörung bei der örtlichen Bevölkerung über die bald stattfindende Umwandlung der Kirche in einen Wellness-Tempel ist groß. Wäre der Verkauf an eine andere religiöse Gemeinschaft nicht gescheitert, dann müßte die Profanisierung des Klosters jetzt nicht bedauert werden.“

Nach Informationen, die ‘kreuz.net’ vorliegen, wurde Papst Benedikt XVI. im September von einem Redemptoristen des Kloster Geistingen persönlich auf den jüngsten Verkauf der Anlage an einen indischen Geschäftsmann und den Umbau der Klosterkirche in eine Badeanlage angesprochen.

Der ehemalige Theologieprofessor Joseph Ratzinger besitzt eine persönliche Beziehung zum Kloster Geistingen, das er in seiner Autobiographie sogar zweimal erwähnt.

Der Pontifex habe sein Bedauern über die Schließung und den Verkauf des Hauses ausgedrückt, aber zugleich festgehalten, daß er dagegen nichts unternehmen könne.
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