100 000 Euro für Kardinal Kaspers Werk
Apr 03, 2008
Ausschuss der Landesstiftung einig.
(suedwest-aktiv.de, 03.04.2008) Stuttgart - Walter Kardinal Kasper kann mit 100 000 Euro aus der Landesstiftung rechnen. Gefördert werden soll die Herausgabe seines schriftlichen Lebenswerks.
Das Gesamtwerk Kardinal Walter Kaspers wird mit Hilfe der Landesstiftung publiziert.
Einstimmig hat gestern der Kulturunterausschuss der Landesstiftung empfohlen, einem Antrag der Kardinal Walter Kasper Stiftung im wesentlichen zu entsprechen: Mit 100 000 Euro (beantragt waren 120 000 Euro) wird, wenn der Aufsichtsrat der Landesstiftung zustimmt, die wissenschaftlicher Aufbereitung der Schriften Kardinal Kaspers (75) gefördert. Das bestätigte der Geschäftsführer der Landesstiftung, Herbert Moser, der SÜDWEST PRESSE.
Bisher sind erst zwei des auf 17 Bände angelegten Gesamtwerks erschienen. Die Förderung wird begründet mit der "theologischen, ökumenischen und menschlichen Bedeutung" Kaspers. Der frühere Bischof von Rottenburg, der in Heidenheim geboren wurde, in Ehingen sein Abitur gemacht und in Tübingen studiert hat, ist Kurienkardinal und Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.
Pater George Augustin, der Doktorand Kaspers war und der Kardinal Kasper Stiftung vorsitzt, nennt Kasper "einen der weltweit wichtigsten Theologen". Es gehe darum, das in 50 Jahren entstandene schriftliche Gesamtwerk des Kardinals zu sichern und weltweit zugänglich zu machen. Die Kasper-Stiftung ist mit einem Grundkapital von einer Million Euro ausgestattet. Die Kosten des Gesamtprojekts werden auf bis zu 300 000 Euro beziffert. Die Landesstifung hat bereits schon einmal die Herausgabe eines Bands der Theodor Heuss Edition gefördert.
Vorentschieden wurden gestern auch andere Projekte. Mit 60 000 Euro soll die Wanderausstellung "Juden in Baden" im nächsten Jahr gefördert werden. Sie wird vom Landesarchiv und der isrealitischen Religionsgemeinschaft ausgerichtet. Das Ulmer Museum für Brotkultur soll ebenfalls einen Zuschuss erhalten: 15 000 Euro für die Ausstellung "Markus Lüpertz und die Ähre."