Türkei/Vatikan: „Kardinal Kasper ist ein Glücksfall“
Feb 27, 2008
Als einen „Glücksfall für die gesamte Ökumene“ sieht der ökumenische Patriarch Patriarch Bartholomaios I. den deutschen Kurienkardinal Walter Kasper.
(Radio Vatikan) In Rom habe sich in den Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen „viel zum Guten geändert“, seit Kasper dort verantwortlich sei, sagte das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Istanbul. Er empfinde Wert- und Hochschätzung für den vatikanischen „Ökumene-Minister“, der am 5. März 75 Jahre alt wird. Der Patriarch bezeichnete den deutschen Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates als anerkannten Theologen und lauteren, gläubigen und frommen Menschen. Das seien „Qualifikationen und Eigenschaften, auf die es beim Ringen um die Einheit der Christen besonders ankommt“.
Eine Wiedervereinigung zwischen abendländischen und morgenländischen Christen sieht Bartholomaios I. derzeit noch nicht am Horizont. Zwar seien wichtige Schritte dazu bereits getan. Eine volle kirchliche Gemeinschaft lasse sich aber nicht nur „von den Kirchenführern verkünden und von den Theologen erklügeln“.