Kardinal Kasper sieht Islam als Herausforderung
Dec 25, 2006
Kardinal Walter Kasper sieht den Islam als eine Herausforderung für die katholische Kirche. Dies gelte nicht zuletzt deswegen, «weil Muslime mitten in Europa leben, in Deutschland, in England, Frankreich und anderswo», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».
(ddp, 24.12.2006) Frankfurt/Main - Kardinal Walter Kasper sieht den Islam als eine Herausforderung für die katholische Kirche. Dies gelte nicht zuletzt deswegen, «weil Muslime mitten in Europa leben, in Deutschland, in England, Frankreich und anderswo», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».
Kasper fügte hinzu: «Wir wollen keinen Zusammenstoß der Kulturen, wir wollen Zusammenarbeit und Freundschaft.» Der Kardinal wandte sich gegen Darstellungen, Muslime seien nicht gutwillig und entzögen sich dem Dialog. Die Mehrheit der Muslime sei friedlich, betonte Kasper und verwies auf den Unterschied zwischen Islam und Islamisten.
Unter den Muslimen seien «vielleicht zehn Prozent, die ein radikalisiertes, im Grund kein religiöses Verständnis vom Islam haben, welche die Religion vielmehr für andere Zwecke in schlimmer Weise missbrauchen». Mit den anderen gebe es viele Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit - «zum Beispiel in Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens, aber auch zum Wohl der Familie».