Walter Cardinal Kasper Walter Cardinal Kasper
Function:
President of Promoting Christian Unity, Roman Curia
Title:
Cardinal Deacon of Ognissanti in Via Appia Nuova
Birthdate:
Mar 05, 1933
Country:
Germany
Elevated:
Feb 21, 2001
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Der Kardinal holte sich den anglikanischen Segen
Feb 12, 2006
Kurienkardinal Walter Kasper erhielt kürzlich bei einem Ökumenismusseminar in Großbritannien ein Ehrendoktorat. Die Teilnehmer erlebten bei der Zusammenkunft bewegende Liturgien.

(kreuz.net, 07. Februar 2006) Vom 12. bis 16. Januar fand in Durham im Norden Englands eine fünftägige ökumenische Versammlung statt. John Allen, der Korrespondent der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, nahm daran teil.

Zu diesem Treffen im örtlichen katholischen Priesterseminar trafen sich wichtige Vertreter verschiedener Konfessionen.

Die Zusammenkunft begann mit der Verleihung eines Ehrendoktorates der Universität Durham an den Präsidenten des vatikanischen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper.

Am zweiten Tag hielt der Kardinal eine Rede über den Ökumenismus. Dabei erklärte er, daß die lehramtlichen Probleme, welche die Konfessionen seit Jahrhunderte gespalten haben, fast gelöst seien. Dagegen scheine die christliche Einheit in moralischen Fragen gespaltener denn je.

Viele Christen seien über die unterschiedlichen Ansichten der kirchlichen Gemeinschaften zu moraltheologischen Fragen – Sodomie, Kinderabtreibung oder Hilflosentötung – verwirrt:

„Ich bin sehr traurig, daß wir in diesen Angelegenheiten nicht mit geeinter Stimme sprechen können“, so der Kardinal.

Solche ethische Fragen befänden sich „nicht an der Spitze der Hierarchie der Wahrheiten“ – wie der Glaube an Christus als Erlöser. Sie seien aber emotional geladen und wirkten deshalb spaltend.

John Allen schreibt in seinem Artikel über das Treffen, daß der Anlaß im wesentlichen von sogenannt liberalen Kräften dominiert worden sei. Beispielsweise hätten Vortragende die Interkommunion, die Abschaffung des „römischen Zentralismus“ und Reformen des Papsttums gefordert.

Allen berichtet auch von mehreren „bewegenden Liturgien“ während des Seminars.

So wurde der Eröffnungsgottesdienst am 12. Januar als anglikanische Abendmahlsfeier gehalten. Der anglikanische Bischof von Durham, Nicholas Thomas Wright, leitete die Zeremonie.

Bei der Austeilung des anglikanischen Abendmahls habe sich Kardinal Kasper in die Reihe der Kommunikanten gestellt, um vom Vorsteher des Gottesdienstes einen Segen zu erhalten.

Der Symbolismus dieser Geste habe – so Allen – die Phantasie beflügelt.

In einem ähnlichen Geist habe der katholische Bischof von Hexham and Newcastle in Nordengland, Mons. Kevin Dunn (55), den anglikanischen Bischof Wright eingeladen, während der Messe am 14. Januar zu predigen.

Das katholische Kirchenrecht verbietet die Predigt von Laien während der Messe. Schon 1896 erklärte Papst Leo XIII. in seiner Bulle ‘Apostolicae Curae’, daß die anglikanischen Weihen „ganz und gar leer und ungültig“ sind.

In derselben Messe betete der katholische Bischof auch zusammen mit dem anglikanischen Vertreter vor der Kommunionspendung.

John Allen mißt in seinem Artikel dem „brüderlichen Austausch“ zwischen Katholiken und Anglikanern eine besondere Bedeutung bei, da deren Beziehungen gegenwärtig gespannt seien.

Grund dafür ist die Haltung der Anglikaner zum Homo-Konkubinat, zur Frauenordination und zur Ordination von radikalen Sodomisten zu anglikanischen Priestern und Bischöfen.
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