Albert Cardinal Vanhoye Albert Cardinal Vanhoye
Function:
Former Professor at the Pontifical Biblical Institute in Romer
Title:
Birthdate:
Jul 24, 1923
Country:
France
Elevated:
Mar 24, 2006
More information:
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Spanish Lecturas bíblicas de los domingos y fiestas, del cardenal Albert Vanhoye
Nov 12, 2008

Los comentarios del Cardenal a todas las lecturas de los domingos y fiestas del ciclo que empieza el próximo Adviento permiten descubrir nuevos significados y conocer mejor el mensaje de salvación de la Sagradad Escritura.

Después del Sínodo de Obispos dedicado a la Palabra de Dios, llega a nosotros un nuevo volumen del Cardenal Vanhoye. En éste se hace un comentario de las lecturas propias de los domingos y festivos del ciclo B, que se iniciará el próximo Adviento.

El Cardenal Vanhoye reúne dos requisitos importantes para la predicación: es un excelente conocedor y estudioso de los textos sagrados y, en sus comentarios, huye de la erudición del especialista para acercarse al auditorio que, en la palabra de Dios, desea obtener alimento. Por eso también cada uno de los comentarios rezuma profundidad espiritual. No se trata de comentar un texto literario sino de conducir al oyente a una mayor comprensión de la salvación que le es propuesta.
Al igual que en los comentarios del ciclo A, quien consulte este libro descubrirá, de la mano de su autor, aspectos de la Palabra de Dios en los que nunca se había fijado; algunos textos le mostrarán un nuevo significado y, en general, alcanzará un mayor conocimiento de la Sagrada Escritura.

En cada comentario, el autor no se ciñe al texto del Evangelio sino que también se refiere a las lecturas primera y segunda. De esa manera se muestra la unidad de toda la Biblia y, además, se nos ayuda a una lectura comprensiva de todos los textos, en los que algunos fragmentos iluminan otros y, en el conjunto, el mensaje de la salvación resuena con mayor intensidad y belleza.

Libro muy recomendable para quienes han de preparar homilías, pero también para cualquier fiel que desee preparar la liturgia dominical con la meditación de las lecturas o, simplemente, busque un rato de oración o de lectura espiritual.
German Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel
Oct 09, 2008
Vortrag während der Bischofssynode.

ROM, 8. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen den Vortrag, den Kardinal Albert Vanhoye SJ, emeritierter Rektor des Bibelinstituts in Rom, am 6. Oktober im Vatikan über das Dokument der Päpstlichen Bibelkommission Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel gehalten hat.

* * *
Die Päpstliche Bibelkommission wurde 1996 nach ihrer Teilerneuerung von ihrem Vorsitzenden, Kardinal Joseph Ratzinger eingeladen, sich ein neues Studienthema zu suchen, das für das Leben und die Sendung der Kirche heute wichtig sein würde. Mehrere Themen wurden vorgeschlagen und man stimmte darüber ab. Das Thema, das die meisten Stimmen erhielt, war “Judenfeindlichkeit und die Bibel”. Der Ausdruck “Judenfeindlichkeit” wurde dem Wort “Antisemitismus vorgezogen, weil es genauer ist. In der Tat gibt es ja andere semitische Völker als die Juden.

Die Bibelkommission hat in der Folge bewiesen, dass sie ihrem gewählten Ausdruck treu blieb, aber sie ließ ihn nicht im Titel ihrer Arbeit einfließen, sondern entschied sich für eine umfassendere und positivere Perspektive und formulierte ihr Thema, dem sie eine andere Überschrift gab: “Das jüdische Volk und ihre Heiligen Schriften in der christlichen Bibel”.Ein Kollege wies darauf hin, dass der Ausdruck “ihre Schriften” zu weit gefasst ist, da es nicht nur auf die jüdische Bibel, sondern auch auf die Mishna, die Tospehta und den Talmud angewandt wird. Deshalb änderten wir den Ausdruck und es hieß dann “Heilige Schriften”, den der Apostel Paulus am Anfang des Römerbriefs gebrauchte. Dieser Ausdruck hat den Vorteil, dass er Achtung für die religiösen Schriften beweist.

“Das jüdische Volk und ihre Heiligen Schriften in der christlichen Bibel”: diese beiden verschiedenen und sich ergänzenden Themen können in dieser Überschrift gefunden werden, die auf zwei Fragen antwortet. Die erste Frage lautet: “Wie wird das jüdische Volk in der christlichen Bibel, d.h. in dem Alten und Neuen Testament dargestellt?”Die zweite Frag: Welche Bedeutung haben die “Heiligen Schriften” des jüdischen Volks in der christlichen Bibel?” Das Dokument behandelt diese beiden Fragen in umgekehrter Ordnung. Es nimmt zuerst das Alte Testament und seine Bedeutung in der christlichen Bibel und dann geht man darauf ein, wie das jüdische Volk in dem Alten und dem Neuen Testament dargestellt wird. Es sei dabei sofort vorausgeschickt, dass diese Fragestellung besonders offen und positiv war und vermeiden sollte, dass das Wort “judenfeindlich” in einer Überschrift des Dokuments, der Kapitel oder Abschnitte erschien. Andrerseits ist es vielerorts im Text zu finden, da das natürlich nicht vermieden werden konnte. In diesem Fall setzte man sich damit auseinander, ohne das ganze Spektr abdecken zu können. So blieb das Dokument vor allem positiv und ist - sagen wir es ruhig - ein effizientes “Gegengift” der Judenfeindlichkeit.

Die Arbeit der Bibelkommission erfolgte wie gewöhnlich in drei Schritten. Zu Beginn wurden monographische Studien von jedem Kommissionsmitglied geschrieben, dann in der Vollversammlung diskutiert. Sobald der Plan für das Dokument ermittelt war, wurde die Erstellung der Rohfassung einiger Kollegen anvertraut und dann zur Diskussion gestellt. Der dritte Schritte, in dem die verschiedenen Beiträge zusammengefasst wurden, wurden dann diskutiert, beabsichtigt und kamen dann zur Abstimmung. Die Endfassung war deshalb das Ergebnis der Gruppe.

Die Arbeit wurde mit wissenschaftlicher Strenge und in voller Achtung und Liebe für das jüdische Volk durchgeführt. Die Texte wurden keineswegs oberflächlich behandelt, sondern durch Studien und Forschungsarbeit ermittelt, was das Leben nicht immer leichter macht. Die Texte selbst flößen Achtung und Liebe für das jüdische Volk ein. “Im alten Testament” ist ja in der Tat der Plan Gottes, ein Bund der Liebe mit seinem Volk in väterlicher, ehelicher Liebe zu schmieden. Obwohl Israel immer wieder abfiel, wird Gott nie auf diesen Bund verzichten, sondern ihn in Ewigkeit bestätigen (Jes. 54, 8; Jer 31,1). Im Neuen Testament überwindet die Liebe Gottes die größten Hindernisse; obwohl die Menschen nicht an seinen Sohn glauben, den Er ihnen als Messias und Erlöser sandte, liebt Gott immer noch das jüdische Volk(das bestätigt der hl. Paulus in seinem Brief an die Römer 11,28) . Die Bibelkommission richtete sich klar und deutlich in die von Papst Paul VI. in seiner Predigt vom 28. Oktober 1965 angegebenen Richtung, dem Tag, an dem das Konzilsdokument Nostra aetate verkündet wurde, das sich mit den Beziehungen zu den nichtchristlichen Religionen beschäftigt und insbesondere mit der jüdischen beschäftigte.Paul VI. Sprach von den Juden und wünschte sich, dass “wir Achtung vor ihnen und sie lieben sollten” und fügte noch hinzu “wir sollten Hoffnung auf sie setzen”. Diese äußerst positive Einstellung lässt keinen Raum für Judenfeindlichkeit. Daran sollten wir uns strikt haslten.

Das Dokument hat 3 lange Kapitel. Das Erste trägt den Titel: “Die Heiligen Schriften des jüdischen Volkes, die ein grundlegender Teil der christlichen Bibel sind”.Vorher sprachen wir von “einem ergänzenden Teil”, was bedeutete, dass die christliche Bibel ohne die Heiligen Schriften des jüdischen Volkes nicht vollständig wäre. Das stimmt zwar genau, reicht aber nicht aus. Das Alte Testament ist nicht einfach eines von vielen Teilen der Christlichen Bibel. Es ist die Grundlage, der grundlegende Teil. Wenn das Neue Testament auf einer anderen Grundlage beruhen würde, hätte es keinen wirklichen Wert. Wenn es nicht den Heiligen Schriften des jüdischen Volkes entspräche, dann könnte es nicht als eine Erfüllung des Gottesplans vorgestellt wurde. Als der Apostel Paul ein wesentliches Element des christlichen Glaubens ausdrücken wollte, unterstrich er diese Übereinstimmung zweimal und sagte: “Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und isst begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift und erschien dem Kephas, dann den Zwölf” (1Kor 15,3-5). Der christliche Glauben beruht nicht nur auf Ereignissen, sondern auch auf der Übereinstimmung dieser Ereignisse mit der Offenbarung, die in den Heiligen Schriften des jüdischen Volks enthalten sind (Nr. 7). Das stellt offensichtlich ein ganz starkes Band zwischen Christen und Juden dar.

Das erste Kapitel gibt eine lange Beschreibung der in der Überschrift enthaltenen Bestätigung. Erst zeigt es, dass “das Neue Testament die Autorität der Heiligen Schriften des jüdischen Volkes implizit anerkennt, indem es ständig die gleich Sprache hat wie die, die wir in den Heiligen Schriften finden und sich oft auf die Stellen in diesen Texten bezieht. Es erkennt dies auch an, indem es ausdrücklich aus ihnen zitiert. Das Dokument erinnert detailliert an die große Vielfalt, in der diese ausdrücklichen Zitate in dem Neuen Testament erscheinen. Dem Leser mag das zu viel werden, aber diese Aufmerksamkeit auf diese auch kleinen Details zeigen den ganzen Wert auf.

Oft gebraucht das Neue Testament einige Texte aus der jüdischen Bibel als Argument. “Das Neue Testament erkennt einen entscheidenden Wert in den Argumenten, die auf den Schriften des jüdischen Volkes beruhen”. In den vier Evangelien erklärt Jesus, dass die “Schriften hier nicht vergessen werden können” (Joh. 10,35).Ihr Wert ist darauf zurückzuführen, dass es “das Wort Gottes ist” (ebenda). “Der Apostel Paulus bezieht sich in seiner lehramtlichen Argumentation insbesondere ständig auf die Schriften seines Volkes und unterscsheidet klar zwischen den Argumenten der Schriften und menschlichem Denken. Er gibt der schriftlichen Argumentation einen unbedingten Wert. Für ihn hatten die jüdischen Schriften immer einen aktuellen Wert in der Führung des spirituellen Lebens der Christen. In seinem Brief an die Römer schreibt er: “und alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben” (Rm 15,4; vgl. Kor 10,11).

Das Dokument zeigt, dass das “Neue Testament seine Konformität mit den Schriften des jüdischen Volks” bestätigt. In dem Neuen Testament finden wir in der Tat eine doppelte Überzeugung: “Einerseits muss das, was in der jüdischen Bibel geschrieben steht, notwendigerweise dort erfüllt werden, wo es den Gottesplan, der umgesetzt werden muss, offenbart. Andrerseits entspricht das Leben, der Tod und die Auferstehung Christi ganz dem, was in diesen Schriften steht”.
Das Dokument beschäftigt sich eingehend mit dem Thema der Erfüllung in der Bibel, denn dieses komplexe Thema ist in den Beziehungen zwischen Christen und Juden von großer Bedeutung. Zuerst behandelt man das Thema im 8. Abschnitt, dann wird es noch einmal ausführlich in dem 2.Kapitel, in den Absätzen 19 - 21 aufgegriffen. Die Erfüllung der Schriften beinhaltet notwendigerwiese drei Aspekte: einen grundsätzlichen Aspekt , nämlich die Fortführung der Offenbarung des Alten Testaments, gleichzeitig ist es aber ein Aspekt, der die Unterschiede in gewissen Punkten und einen weiterführenden Aspekt aufzeigt. Eine einfache Wiederholung dessen, was in dem Alten Testament stand, kann nicht ausreichen, wenn wir über Erfüllung sprechen. Hier ist es notwendig, dass man entschieden weitergeht.

Nehmen wir zum Beispiel das Thema, dass Gott unter seinem Volk weilt. Die erste Erfüllung war der Bau des Tempels in Jerusalem durch Salomon, welcher trotz aller Pracht nicht vollkommen war. Salomon wusste dies und sagte Gott: Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe (1Kön. 8, 27). Der Tempel Salomons wurde durch die Sünden des Volkes beschmutzt, zerstört und die Juden in die Verbannung getrieben. Als sie aus dem Exil zurückkehrten, wurde der Tempel wieder aufgebaut. War das dann die Erfüllung des Gottesplans? Nein, denn wiederum geht es nur um einen materiellen Bau, der von Menschen geschaffen wurde und wirklich nicht das Haus Gottes sein konnte. Es war anders als der Tempel Salomons, aber bedeutete keinen entscheidenden Fortschritt, sondern war geringer einzu stufen. Das sah auch der Prophet Haggai, der die zurückkehrenden Juden fragte: “Ist unter euch noch einer übrig, der diesen Tempel in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und was seht ihr jetzt? Erscheint er euch nicht wie ein Nichts?” (Hag 23). Der Prophet verkündete deshalb einen Eingriff Gottes, der im Ostergeheimnis Christi gesehen werden kann. Jesus verkündete es den Juden, als er sprach: “ Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten (Joh 2,19). Der Evangelist fügte hinzu: “Er aber meinte den Tempel seines Leibes” (Joh 2,21). Diesmal ist der Unterschied grundsätzlich. Der hl. Markus sagte es anders. Anstatt von einem “von Menschen gebauten Tempel” spricht er von einem Tempel, der “nicht von Menschenhand gemacht ist” (Mk 14,58) und dieser Unterschied geht hin bis zu einer unendlichen Überlegenheit. Der verherrlichte Leib Christi ist wirklich die Wohnung Gottes:”Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganz Fülle Gottes”, so wurde es in dem Brief an die Kolosser verkündet (Kol 2-9).Im 8. Absatz des Dokuments heißt es, dass die Übereinstimmung des Neuen Testaments mit den Schriften des jüdischen Volks nicht vollkommen ist, sondern “einige Aspekte enthält, in dem es kein Übereinstimmung gibt”. Ein Beispiel dafür finden wir in den Briefen des hl. Paulus. “In den Briefen an die Galater und in dem einen Brief an die Römer geht der Apostel vom Gesetz aus - d.h. dsem Alten Gesetz - um zu zeigen, dass der Glauben an Christus die Herrschsaft des Gesetzes beendet. Es zeigt, dass das Gesetz als Offenbarung das eigene Ende als die notwendige Einrichtung für die Erlösung verkündet”.

Wir könnten nun darauf hinweisen, dass es in Wirklichkeit gar keine “Nicht-Übereinstimmung” mit den Schriften des jüdischen Volks insgesamt, sondern eine Nicht-Übereinstimmung mit ihren institutionellen Aspekt und eine Übereinstimmung mit ihrem prophetischen Aspekt gibt, der in der Thora gegeben ist. Das Alte Testament zeigt in der Tat viel Spannung zwischen diesen beiden Aspekten auf. In diesen Briefen des hl. Paulus ”ist der wichtigste Satz der aus Röm 3,21, wo der Apostel feststellt, dass der Beweis für die Gerechtigkeit Gottes zwar in der Rechtfertigung durch den Glauben in Christus und “unabhängig vom Gesetz” gegeben ist, aber trotzdem “mit dem Zeugnis von Gesetz und den Propheten” übereinstimmt”. In ähnlicherweise zeigt der Brief an die Hebräer, dass das Ostergeheimnis Christi mit den Prophezeiungen und dem präfigurativen Aspekt der Schriften übereinstimmt, aber gleichzeitig einen Aspekt der Nichtübereinstimmung mit den traditionellen Institutionen enthält”. Das persönliche Opfer Christ stimmt mit den Prophezeiungen überein, die die fehlenden Tiersopfer beklagten, obwohl diese von dem Gesetz vorgeschrieben waren. Die Lage Christi in Seiner Herrlichkeit entspricht der Prophezeiung aus PS 109 (110), 4 zu dem Priesteramt “gemäß Melchizedek”, weil es deshalb nicht dem levitischen Priestertum entsprach. Oft finden wir beides, Übereinstimmung und dann wieder keine Übereinstimmung.

Im 21. Absatz kehrt das Dokument zu dem begriff der Erfüllung zurück und erklärt, dass “es ein äußerst komplexer Begriff ist, der einfach gefälscht werden kann, wenn man einseitig auf Weiterführung und Bruch besteht.” Deshalb muss die Seelsorge aufpassen, dass der Begriff der Erfüllung in den Schriften nicht verfälscht werden darf. Im Dokument heißt es weiter, dass “der christliche Glauben die Erfüllung in Christus, den Schriften und in den Versuchen Israels anerkennt, dieses aber nicht als die Umsetzung dessen anerkennt, was geschrieben steht. Ein solches Konzept wäre eine Minderung. Das Geheimnis des gekreuzten und auferstandenen Christus ist wirklich eine Erfüllung, die auf unvorhergesehene Weise erreicht wird. Es ist ein Übergang. Jesus beschränkt sich nicht darauf, eine vorgegebene Rolle, die Rolle des (siegreichen) Messias zu spielen, sondern Er bestätigt eine Fülle der Begriffe vom Messias und der Erlösung, die wir uns vorher nicht vorstellen konnten. Er schuf eine neue Wirklichkeit, man könnte sogar von einer “neuen Schöpfung” sprechen” ) 2Kor 5,17; Gal 6,15) . Die Bedeutung des Begriffs “Messias”ist neu und unbekannt. So hat man die Möglichkeit, auf ein übertriebenes “Daran-Festhalten” zu verzichten, die für eine apolegetische Besonderheit in Bezug auf den Beweis charakteristisch ist, der der Erfüllung der Prophezeiungen zugeordnet wird. Dieses “Darauf-Bestehen” trug dazu bei, dass das Urteil der Christen über die Juden und ihre Auslegung des Alten Testaments härter ausfällt: Je öfter wir Beweise für die Erwähnung Christi auf den Seiten des AltenTestaments finden, desto obstinater und unentschuldbar finden wir die Ungläubigkeit der /großen Mehrheit) der Juden.

Das Dokument erklärt dann später: Obwohl der christliche Leser weiß, dass die im Alten Testament innewohnende Dynamik ihr Ziel in Jesus findet, so ist dies eine rückschauende Wahrnehmung, deren Anfang nicht in dem Text an sich liegt, sondern in den Ereignissen des Neuen Testaments, das durch das Predigen der Apostel verkündet wurde. “Das Dokument kommt dann hinsichtlich der Juden, die nicht an Christus glauben, zu einer Schlussfolgerung: “es kann also nicht gesagt werden, dass die Juden nicht sehen, was in dem Alten Testament verkündigt wird und was die Christen im Lichte Christi und des Hl. Geists darin als weitere Bedeutung sehen, die dort verborgen war.” Das bedeutet - wie sie verstehen können - tiefreichend Untertöne. Die christliche Auslegung geht über den wortwörtlichen Sinn gewisser Texte hinweg und bestätigt - aber nicht willkürlich - ein “Übermaß an Bedeutung”, entdeckt dieses Übermaß an Bedeutung” in den Texten, das dort “verborgen war”.

Unter Punkt 64 drückt das Dokument das gleiche in anderen Worten aus. Hier heißt es: “Christliche Leser sind davon überzeugt, dass ihr Verständnis von der Hermeneutik im Alten Testament zwar wesentlich von der des Judentums abweicht, aber das trotzdem ein Potential an Bedeutung in den Texten zu finden ist. Die Person Jesu und die Ihn betreffenden Ereignisse sind wie eine “Offenbarung” im Prozess photographischer Entwicklung und erscheinen jetzt in den Schriften mit in einer Fülle von Bedeutungen, die vor her nicht wahrgenommen werden konnten”.

Gemäß dem Dokument folgt daraus, dass “Christen zugeben können und sollten, dass das jüdische Verständnis der Bibel in Kontinuität mit den Heiligen Schriften der Juden auch möglich ist und diese Auslegung analog zu der christlichen gesehen werden kann, die parallel dazu verlief”: Das Dokument klärt aber, dass es zwar für Juden möglich ist, die nicht an Christus glauben, das gleiche aber nicht für Christen gilt, denn es bedeutet die Annahme aller Voraussetzungen des Judentums, insbesondere jene, die “den Glauben an Jesus als Messias und Sohn Gottes ausschließen”. Beide Auslegungen sind in der Sicht ihres jeweiligen Glauben enthalten, deren Auslegungen Ergebnis und Ausdruck sind. Deshalb müssen beide, so wie sie sind, beibehalten werden.” Diese Einstellung gilt für alle jüdische Auslegungen. Es gilt nicht für die Auslegung aller Details der biblischen Texte, denn diese Auslegung bedeutet oft nicht die Ablehnung des Glaubens an Christus, sondern entspricht einfach der Auslegung vor dem Kommen Christi.

Deshalb kann auch im Dokument erklärt werden, dass “die Christen praktisch bei ihrer Exegese viel aus der Exegese der Juden lernen können, so wie diese sie über zweitausend Jahre praktiziert haben und die natürlich im Laufe der Geschichte viel hinzugelernt haben”. Es heißt weiter, dass “die christlichen Exegeten hoffen sollen,” dass die Jude ebenfalls aus der christlichen Forschung in der Exegese lernen können” (Nr. 22).

Das Dokument rundet die Untersuchung der Beziehungen zwischen Altem und Neuem Testament ab, indem es die Beziehungen untersucht, die es zwischen dem Judentum und Urchristentum, zwischen Schriften und Tradition gab, und auch fand. Die Tradition bringt die Schriften hervor und begleitet sie dann, denn “kein schriftlicher Text kann das reiche Erbe der Tradition angemessen ausdrücken”.Die Tradition entschied vor allem das Gesetz (canon) der Schriften. Das alles geschah nacheinander und führte für Christen und Juden nicht zu den gleichen Ergebnissen. Die Christen haben ihre Schriften im Neuen Testament, das über den Büchern des Alten Testaments steht. Was das Alte Testament betrifft, ist der christliche canon umfassender als der jüdische der Schriften und schließt auch in griechisch geschriebene Bücher ein, während der Text nicht in der in Hebräisch geschriebenen Bibel enthalten ist. Im Dokument wird das berücksichtigt.

Andrerseits wird darauf hingewiesen, dass die Auslegung der Schriften bei den Christen nicht der im Judentum gleicht. “Trotz aller Verschiedenheit im Judentum während der Zeit, in der das csnon geschrieben wurde, stand das Gesetz im Mittelpunkt, in dem man sogar die wesentlichen, von Gott Selbst offenbarten Einrichtungen finden konnte, die das religiöse, moralische, rechtliche und politische Leben der jüdischen Nation nach dem Exil ordnete.” Im Neuen Testament besteht dagegen die “allgemeine Tendenz, den prophetischen Texten mehr Gewicht einzuräumen, dieals Ankündigung des Geheimnisses Christi verstanden werden. Der Apostel Paulus zögert in seinem Brief an die Hebräer keinesfalls, gegen das Gesetz zu wettern”. Diese unterschiedliche Sichtweise erklärt sich durch die Tatsache, dass die Kirche Christi keine Nation ist. Der Apostel Paul kämpfte verbissen dagegen, dass den in heidnischen Nationen lebenden Urchristen Das Gesetz und die Gebräuche der jüdischen Nation auferlegt werden könnten.

Das zweite Kapitel des Dokuments überprüft die Lage detaillierter und berücksichtigt die “grundlegenden Themen in den jüdischen Schriften und ihre Umsetzung im Glauben Christi” (Nr. 19 - 65).

Die Schriften des jüdischen Volks werden in der christlichen Bibel unter dem Namen Altes Testament aufgenommen. Im Dokument heißt es dann sofort, dass die christliche Kirche mit dem Wort “Altes Testament” keinesfalls sagen möchte, dass die jüdischen Schriften veraltet oder überholt sind. Im Gegenteil hat man sich immer bemüht zu bestätigen, dass das Alte und das Neue Testament nicht voneinander getrennt werden können. Das nämlich ist die Beziehung an erster Stelle. Zu Beginn des Zweiten Jahrhunderts, als Marcion ? das Alte Testament weglegen wollte, stieß er auf heftigen Widerstand seitens der post-apostolischen Kirche”.

“Die Bezeichnung “Altes Testament” ist ein von dem Apostel Paulus geprägter Name, um die Moses zugeschriebenen Schriften zu bezeichnen” (vgl. 2 Kor 3, 14-15). Paulus spricht dort von dem “das Alte-Testament-Lesen” und “wenn wir Moses lesen”. So kam es zu dieser Bedeutung, die seit dem Ende des zweiten Jahrhunderts auch auf andere Heilige Schriften des jüdischen Volksangewandt wurde, die in der christlichen Bibel gefunden wurden. “Heute besteht in gewissen Kreisen die Tendenz, von einem “Ersten Testament” zu sprechen, um die negative Note, die bei dem Ausdruck “Altes Testament” entstehen mag, zu vermeiden. “Altes Testament” ist aber ein biblischer, traditioneller Ausdruck, der an sich keine negative Bedeutung hat: die Kirche erkennt voll und ganz die Bedeutung des Alten Testament als das Wort Gottes an. Was dsen Ausdruck “Erstes Testament” betrifft, so findet man im Lateinischen entsprechend “prius testamentum” oder “primum” in der Übersetzung des Briefes an die Hebräer (9,15; “primum” in 9,18), aber es handelt sich dabei nicht um die Heilige Schrift, sondern um den Bund, der auf dem Sinai geschlossen wird und von diesem “ersten Bund” kann gesagt werden, dass er “alt” wurde, als Gott den “neuen Bund” verkündete , was das Verschwinden des Alten bedeutete (Hebr. 8, 13). Deshalb hat im Neuen Testament der Ausdruck “Primum Testamentum” eine negative Bedeutung und der Ausdruck “Altes Testament” nicht.

Die Polemik im Brief an die Hebräer wird allgemein gesagt bewusst oder unbewusst in den beschwichtigenden Erklärungen hinsichtlich der ewigen Wertigkeit des ersten Bunds ignoriert.
Das Dokument zitiert nicht diesen Text, berücksichtigt ihn aber, da es nicht die ewige Wertigkeit des Bundes auf dem Sinai bestätigt. Es erwähnt die ewige Wertigkeit des “Bundes und Versprechens” von Gott” der kein gegenseitiger Pakt ist wie der Bund auf dem Sinai, der von den Hebräern so oft gebrochen wurde. Er ist “ganz barmherzig und kann nicht aufgehoben werden” (Nr. 41). ”Er ist endgültig und kann nicht aufgelöst werden”. In diesem Sinn “bleibt Israel weiterhin in einem Bund mit Gott” (Nr. 42).

Im zweiten Kapitel überprüft das Dokument nicht weniger als neun grundsätzliche Themen der Schriften des jüdischen Volks, die von dem christlichen Glauben übernommen wurden. Die ersten beiden haben eine große Tiefe, denn es handelt sich um “Gottes Offenbarung” und die Lage der “menschlichen Person” in Bezug auf diese wei gegensätzlichen Aspekte der “Größe und Armseligkeit”. Die anderen Themen sprechen von dem Plan Gottes, “einem befreienden und erlösenden Plan” der durch die “Wahl Israels” erreicht wurde, dem Volk, dem Gott “Bund und Gesetz”anbietet. Dann kommen die göttlichen oracles der Vorwürfe und Verdammung” und schl ussendlichdie “oracles” der “Versprechen.

In dem Dokument steht, “das Neue Testament nimmt auch voll die grossen Themen der Theologie Israels”, aber es wird darin auch nicht davon abgelassen zu wiederholen, was diesbezüglich schon geschrieben wurde.Es wird weiter darin nachgeforscht, wobei Unübertreffliches notwendig ist, um weiter voranzukommen. “Die Person und das Werk Christi ebenso wie die Existent der Kirche fügen sich in die Verlängerung dieser geschichte ein”. “Gleichwohl lässt sich nicht leugnen, dass der Übergang vom einen zum andern Testament auch Brüche mit sich bringt. Diese stellen die Kontinuität nicht in Frage. Sie setzen sie vielmehr in den wesentlichen Punkten voraus. Immerhin betreffen sie ganze Bereiche des Gesetzes: Institutionen wie das levitische Priestertum und den Tempel von Jerusalem; Gottesdienstformen wie die Tieropfer; religiöse und rituelle Bräuche wie die Beschneidung, die Regeln über Rein und Unrein oder die Speisegesetze; unvollkommene Gesetze wie dasjenige über die Scheidung oder enge Gesetzesinterpretationen wie bei den Sabbatvorschriften. Es liegt auf der Hand, dass es sich hier von einem bestimmten Gesichtspunkt aus – dem des Judentums – um bedeutende Elemente handelt, die verschwinden. Aber es ist ebenso offensichtlich, dass die im Neuen Testament vorgenommene grundlegende Akzentverschiebung bereits im Alten Testament vorbereitet war und demnach eine berechtigte potentielle Lesart des Alten Testaments darstellt.” (Nr. 65)

Die Diskontinuität in einigen Punkten ist nur die negative Seite einer Wirklichkeit, deren positive Seite Progression heißt. Das Neue Testament bezeugt, dass Jesus, weit davon entfernt, sich der israelitischen Schrift zu widersetzen, ihr ein Ende zu bereiten oder sie außer Kraft zu setzen, sie in seiner Person, in seiner Sendung und ganz besonders in seinem Ostergeheimnis zur Vollendung bringt. In der Tat entzieht sich keines der großen Themen der Theologie des Alten Testaments der neuen Sicht im Lichte Christi.” (Nr. 65)

Gleichwohl lässt sich nicht leugnen, dass der Übergang vom einen zum andern Testament auch Brüche mit sich bringt. Diese stellen die Kontinuität nicht in Frage. Sie setzen sie vielmehr in den wesentlichen Punkten voraus. Immerhin betreffen sie ganze Bereiche des Gesetzes: Institutionen wie das levitische Priestertum und den Tempel von Jerusalem; Gottesdienstformen wie die Tieropfer; religiöse und rituelle Bräuche wie die Beschneidung, die Regeln über Rein und Unrein oder die Speisegesetze; unvollkommene Gesetze wie dasjenige über die Scheidung oder enge Gesetzesinterpretationen wie bei den Sabbatvorschriften. Es liegt auf der Hand, dass es sich hier von einem bestimmten Gesichtspunkt aus – dem des Judentums – um bedeutende Elemente handelt, die verschwinden. Aber es ist ebenso offensichtlich, dass die im Neuen Testament vorgenommene grundlegende Akzentverschiebung bereits im Alten Testament vorbereitet war und demnach eine berechtigte potentielle Lesart des Alten Testaments darstellt.”(Nr. 64).

Insbesondere,” Das Neue Testament übernimmt als unwiderrufliche Wirklichkeit die Erwählung Israels als Bundesvolk: Es bewahrt uneingeschränkt seine Vorzüge (Röm 9,4) und seine Vorrangstellung in der Geschichte bezüglich des Angebots von Gottes Heil (Apg 13,23) und Wort (13,46). Doch hat Gott Israel einen »neuen Bund« angeboten (Jer 31,31); dieser gründet sich auf das Blut Jesu. 306 Die Kirche setzt sich zusammen aus Israeliten, die diesen neuen Bund angenommen haben, und anderen Gläubigen, die sich ihnen angeschlossen haben. Als Volk des neuen Bundes ist sich die Kirche bewusst, nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Jesus Christus, dem Messias Israels, und dank ihrer Bande mit den Aposteln, die alle Israeliten waren, zu existieren. Fern davon, sich an die Stelle Israels zu setzen, 307 bleibt sie mit ihm solidarisch. Den Christen, die aus dem Heidentum gekommen sind, erklärt Paulus, dass sie auf den guten Ölbaum Israel aufgepfropft sind (Röm 11,16.17). Damit zeigt die Kirche das Bewusstsein, dass Christus ihr eine universale Öffnung verliehen hat im Sinne der Berufung Abrahams, dessen Nachkommenschaft sich jetzt erweitert zugunsten einer Sohnschaft, die auf den Glauben an Christus gründet (Röm 4,11-12).

Deshalb ist im Neuen Testament gegenüber der Heiligen Schrift des jüdischen Volkes eine tiefe Treue wiederzufinden, eine Treue, die jedoch zugleich auch kreativ ist, in Einklang mit den prophetischen Orakeln, die “den neuen Bund” und das Geschenk eines “neuen Herzens” und eines “neuen Geistes”/Ez 36:26) ankündigten.

Das dritte Kapitel des Dokuments heisst “Die Juden im Neuen Testament”. Jedoch beginnt es mit einer notwendigen Erklärung, die nicht unnütz ist, über die “unterschiedlichen Ausprägungen des nachexilischen Judentums”.(Nr.66-69). In der Tat wäre es ein Fehler gewesen den Judaismus zur damaligen Zeit als eine monolythische Realität aufzufassen. Im Gegenteil müüsen wir die Existenz verschiedener Gedankenströmungen und Verhaltensweisen feststellen, die oft entgegengesetzt waren. Der jüdische Historiker Josephus unterscheidet drei “Parteien” oder Philosophenschulen:
die Pharisäer, die Sadduzäer und Essener. Doch ist die Liste nicht vollständig. : Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gruppen waren gelegentlich äußerst gespannt bis hin zu offener Feindseligkeit (...) Die Schriften von Qumran überschütten die sadduzäische Hierarchie von Jerusalem mit Anklagen als schlechte Priester, die das Gesetz missachten, und sie malen auch die Pharisäer in schwarzen Farben.” Im Dokument wird die Situation vor Augen gehalten, die in den Schriften des Neuen Testaments wiedergegeben wird. Es werden mehrere aufeinander folgende Zeitabschnitte unterschieden: erstens, “die letzten Jahrhunderte vor Christus”, dann das 1. Jahrhundert nach Jesus Christus, in drei Drittel unterteilt. Das erste Drittel “In diesen Zeitabschnitt fällt das Leben Jesu. Nur hat es ein wenig früher begonnen, da Jesus vor dem Tode Herodes' des Großen geboren wurde, der im Jahre 4 vor unserer Zeitrechnung starb”. Das Dokument erklärt”So gehört Jesus wahrscheinlich keiner der Gruppierungen an, die es im damaligen Judentum gab. Er war schlicht mit dem einfachen Volk solidarisch. Neuere Studien haben versucht, ihn in verschiedene soziale Kontexte seiner Zeit einzuordnen: charismatische Rabbis aus Galiläa, kynische Wanderprediger oder selbst revolutionäre Zeloten. Doch lässt er sich in keine dieser Gruppen einzwängen.”Was die Gruppierung der Jünger anbelangt, so”konnte der Kreis seiner Jünger die ganze Vielfalt des damaligen Palästina widerspiegeln”(Nr. 67).

Das zweite Drittel des 1. Jahrhunderts ist die Zeit wurden die Jünger des auferstandenen Christus sehr zahlreich und organisierten sich in »Kirchen« (»Gemeinden«).”Das letzte Drittel beginnt mit “dem jüdischen Aufstand 66-70 “, der zum jüdischen Krieg und zur Zerstörung des Tempels von Jerusalem führte.”Wenn die christlichen Schriften aus dieser Zeit vom Judentum sprechen, dann tun sie es zunehmend unter dem Einfluss der Beziehungen zu diesem in Entstehung befindlichen rabbinischen Judentum. Auf manchen Gebieten war der Konflikt zwischen den Leitern der Synagogen und den Jüngern Jesu scharf..”(Nr. 69).

Nach dieser notwendigen Einführung wird untersucht, wie die Juden in den Evangelien und in der Apostelgeschichte dargestellt werden. Dann in den Briefen des Paulus, Jakobus, Petrus und Judas und in der Offenbarung.Der erste Abschnitt ist sehr wichtig. Er besagt, “Von den Juden haben die Evangelien und die Apostelgeschichte eine sehr positive Grundauffassung, denn sie erkennen das jüdische Volk als das Volk an, das Gott zur Verwirklichung seines Heilsplans auserwählt hat. Diese göttliche Auswahl findet ihren höchsten Ausdruck in der Person Jesu, des Sohnes einer jüdischen Mutter. Er wird geboren, um sein Volk zu retten, und er wird seinem Auftrag gerecht, (...)Der Anschluss einer großen Anzahl von Juden an Jesus während seines öffentlichen Lebens und nach seiner Auferstehung bestätigt diese Sicht, und ebenso die Auswahl von zwölf Juden durch Jesus, die an seiner Sendung teilhaben und sein Werk weiterführen sollten.” (Nr. 70).

Ein weiterer Aspekt dieser Situation wird auf folgende Weise zum Ausdruck gebracht:”Das Evangelium wurde zunächst von vielen Juden freudig aufgenommen, doch stieß es auf den Widerstand der jüdischen Führer, denen sich schließlich die Mehrheit des Volkes anschloss. So kam es zwischen den jüdischen und den christlichen Gemeinden zu einer Konfliktsituation, die selbstverständlich die Abfassung der Evangelien und der Apostelgeschichte beeinflusst hat.”(Nr. 70).

Diese zwei Aspekte der Situation, der erste sehr positiv und der zweite negativ, können in allen Schriften des Neuen Testaments gefunden werden. In Bezug auf den zweiten Aspekt wurden Ablehnung und polemische Texte zum Ausdruck gebracht. Dennoch, der Text erklärt:”Im Neuen Testament sind die an die Juden gerichteten Vorwürfe weder häufiger noch heftiger als die Anklagen, die im Gesetz und in den Propheten gegen die Juden gerichtet werden. So dürfen sie nicht mehr für Antijudaismus in Anspruch genommen werden. Sie in dieser Weise zu benutzen, liefe der Gesamtausrichtung des Neuen Testaments zuwider. Einen echten Antijudaismus, d. h. eine Haltung von Verachtung, von Feindschaft und von Verfolgungswut gegenüber den Juden als Juden findet sich in keinem Texte des Neuen Testaments und ist mit der Lehre des Neuen Testaments unvereinbar. Was es gibt, sind Vorwürfe gegenüber bestimmten Arten von Juden aus religiösen Gründen und auf der anderen Seite polemische Texte, die die christliche apostolische Verkündigung gegenüber Juden in Schutz nehmen sollen, die ihr Widerstand entgegenbringen.” (Nr. 87)Vorwurf ist nie das gleiche wie Hass. Das Dokument erinnert uns an das, was in der Apostelgeschichte steht “Die Schuld der »Israeliten« bestand darin, den »Urheber des Lebens zu töten« (3,15). Diese Schuld, die vor allem diejenige der »Führer des Volkes« (4,8) oder des »Hohen Rates« (5,27.30) war, wird nur in Erinnerung gebracht, um einen Aufruf zur Umkehr und zum Glauben zu begründen. Petrus mindert im übrigen die Schuldhaftigkeit nicht nur der »Israeliten«, sondern auch der »Führer«, indem er erklärt, sie hätten »aus Unwissenheit« gefehlt (3,17). Eine solche Entschuldigung beeindruckt. Sie entspricht aber der Lehre und dem Verhalten Jesu (Lk 6,36-37; 23,34).(Er betete, für die, die Ihn kreuzigten) (Nr. 75) Der Heilige Stephanus, der erste der Märtyrer, folgte getreu seinem Vorbild (Apg 7:60).

Was polemische Texte anbelangt, die dadurch bei der jüdischen Opposition gegenüber dem Christlichen Apostolat provoziert wurden, hebt der Text hervor, “Nachdem sich die Lage grundsätzlich gewandelt hat”, besteht nicht mehr die Notwendigkeit “in die Beziehung zwischen Christen und Juden einzugreifen”. (Nr. 71)

Abschließend besagt das Dokument, “Dadurch dass das Neue Testament von seinem Wesen her Verkündigung der Erfüllung des Heilsplans Gottes in Jesus Christus ist, steht es in grundlegendem Widerspruch zur großen Mehrheit des jüdischen Volkes, das nicht an diese Erfüllung glaubt (...) So tief die Uneinigkeit auch reichen mag, so rechtfertigt sie doch in keiner Weise wechselseitige Feinseligkeit. Das Beispiel von Paulus in Röm 9 – 11 zeigt vielmehr eine Haltung des Respekts, der Hochschätzung und der Liebe gegenüber dem jüdischen Volk. Diese ist die einzige wirklich christliche Haltung in einer heilsgeschichtlichen Situation, die in geheimnisvoller Weise Teil des ganz positiven Heilsplans Gottes ist.”

“Der Dialog bleibt möglich, da Juden und Christen ein reiches gemeinsames Erbe besitzen, das sie verbindet. Er ist auch in höchstem Maße wünschenswert, damit es gelingt, fortschreitend auf beiden Seiten Vorurteile und Missverständnisse zu überwinden zugunsten einer besseren Kenntnis des gemeinsamen Erbes und zur Stärkung der wechselseitigen Bande.”

In diesem Sinne drängt die Fügsamkeit gegenüber dem Wort Gottes die Kirche dazu fortzuschreiten.

[Von der Bischofssynode veröffentlichte deutsche Fassung des französischen Originals]
German Die ökumenischen Perspektiven der kommenden Synode
Oct 02, 2008
Interview mit Kardinal Albert Vanhoye SJ (Teil 3).

ROM, 1. Oktober 2008 (ZENIT.org).- „Die Synode wird eine ökumenische Offenheit zeigen“, erklärte der langjährige Rektor des Päpstlichen Bibelinstituts in Rom, Jesuit Albert Vanhoye (83), gegenüber ZENIT. Vor zwei Jahren hatte ihm Papst Benedikt XVI. im Rahmen eines Konsistoriums die Würde eines Kardinals verliehen, und in diesem Jahr berief er ihn als Mitglied in die kommende Weltbischofsynode über das Wort Gottes, die am 5. Oktober in Rom beginnt.

Während Kardinal Vanhoye im ersten Teil des Interview den Lesern von ZENIT einen Einblick gab, woher seine Liebe zum Wort Gottes kommt und wie sie sein Leben als Christ prägt, ging es im zweiten Teil um wichtige Impulse für eine Spiritualität des Wortes Gottes im christlichen Lebensalltag. In diesem dritten Teil zeigt er nun die möglichen Impulse der Synode für die Ökumene und ein lebendiges Christensein auf.

Bekannt ist Vanhoye für seine Forschungsarbeiten zum Hebräerbrief sowie für seine Bibelhermeneutik, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil inspiriert worden ist.

ZENIT: Der Synode geht es auch um die Heilige Schrift im Kontext der Ökumene. Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Bereich gesammelt?

Kardinal Vanhoye: Ich habe an der ökumenischen französischen Bibelübersetzung mitgearbeitet. Das ist ein Projekt, das vom Konzil angeregt wurde und hinsichtlich der Ökumene sehr fruchtbar geworden ist. Es wurde festgestellt, dass die Bibel wirklich ein Boden für die Einheit ist. Natürlich gibt es auch biblische Texte, die Anlass zu sehr starken Diskussionen boten, aber wir haben viele Dinge gemeinsam, und wir müssen darauf aufbauen.

Die Synode wird auch diesen Aspekt der ökumenischen Offenheit haben. Es ist klar, dass, gesetzt den Fall, ein Protestant folgt dem „Sola Scriptura" Luthers, er deshalb dann wohl nicht im Fahrwasser der Tradition unterwegs sein wird. Daraus ergibt sich dann eine Schwierigkeit. Aber auf der anderen Seite hat es unter Katholiken die Tendenz gegeben, nicht unbedingt die Bibel zu meditieren, sondern vielem anderen weit mehr Aufmerksamkeit zu schenken, etwa den Dogmen und Andachten. Daher ist die Aufmerksamkeit, die nun dem geschriebenen Wort Gottes gilt, sicherlich ein Element, das sehr stark verbindet, das uns als Gemeinschaft zusammenführt.

ZENIT: Sie haben viele Exegeten kennen gelernt und viele von ihnen auch unterrichtet. Wie lässt sich bei einer solchen Arbeit am Text eine kalte Wissenschaftlichkeit vermeiden, die keinen Bezug mehr zum Glauben hat?

Kardinal Vanhoye: Ich denke, das Wichtigste ist die Meditation der biblischen Texte, und dies mit einer Haltung des Glaubens und des Gebetes. Exegeten dürften sich nicht nur mit dem Studium der Texte begnügen. Sie sollten das Wort in einer Haltung der Suche nach dem Herrn meditieren, mit ihm verbunden sein. Zugleich müssen sie sich immer darüber im Klaren sein, dass nur Christus den ganzen Reichtum der inspirierten Texte offenbart; dass er es ist, der unseren Geist erst einmal für die Vernunft der Heiligen Schrift öffnet, wie es das Lukasevangelium am Ende formuliert.

Die Lösung, wenn wir das so sagen wollen, ist deshalb das Gebet, eben verstanden als Meditation, die die Vereinigung mit dem Herrn sucht. Das bedeutet konkret, sich für das Licht des Herrn zu öffnen, die Annahme seiner Liebe. Nur so können die Gefahren einer rationalistischen und mithin unfruchtbaren Haltung abgewendet werden. Denn diese können zu einem Hindernis für das Leben der Gläubigen werden.

ZENIT: Was sind Ihre Erwartungen für die Synode? Wird sie einen Einfluss auf die Bibelwissenschaft haben?

Kardinal Vanhoye: Ich bin mir nicht so sicher, ob die Synode das Studium der Exegese wird beeinflussen können, wenn sie so etwas wie eine pastorale Perspektive bekommt. Allerdings auch diese Perspektive fiele sicherlich in den Einzugsbereich einer Erklärung der biblischen Texte. Aber bedenken Sie: Exegese ist eine tief schürfende wissenschaftliche Untersuchung und wird aus einer Sicht heraus betrieben, die nicht direkt seelsorglich orientiert ist.

Von der Synode können wir sicherlich einige sehr fruchtbare Hinweise für vertiefte Kenntnisse der Bibel erwarten, eine größere Akzeptanz der Bibel im Leben der christlichen Gemeinden und im geistlichen Leben der Menschen.

Auf der anderen Seite gibt es auch ein ökumenisches Interesse, das im Instrumentum laboris direkt angesprochen wird. Man kann sich also dank der Akzeptanz des geschriebenen Wortes Gottes eine noch größere Annäherung der verschiedenen christlichen Konfessionen erhoffen.

Das „Instrumentum laboris" gibt zu verstehen, dass die Synode besonders daran interessiert sein wird, durch das geschriebene Wort Gottes ihre Perspektive zu erweitern. Es heißt dort, dass das Wort Gottes Christus ist, und deshalb wird bekrägtigt: Das Ziel der Synode ist es, Christus besser kennen zu lernen. Das halte ich wirklich für das ultimative Ziel. Ein mehr unmittelbares Ziel ist es natürlich, die Aufmerksamkeit aller Beteiligten der Kirche immer mehr auf die Notwendigkeit eines stärkeren und tieferen Kontakts mit dem geschriebenen Wort zu lenken.

Natürlich sollte das geschriebene Wort wieder lebendig werden und nicht ein toter Buchstabe sein. Damit es aber wieder lebendig wird, muss es eingebettet sein in den Fluss der Tradition, in die Verkündigung und das Leben der Kirche.
German Kardinal Albert Vanhoye wird 85
Jul 24, 2008
Kardinal Albert Vanhoye, französischer Theologe und Bibelwissenschaftler, wird am Donnerstag 85.

Vatikanstadt, 23.7.08 (KAP) Seit einem halben Jahrhundert gehört der Jesuit dem Päpstlichen Bibelinstitut in Rom an. Im ersten Konsistorium unter Benedikt XVI. im Februar 2006 erhielt er überraschend als einer von wenigen Nichtbischöfen die Kardinalswürde. Im Februar 2008 hielt er die Fastenexerzitien für den Papst und die Kurie.

1923 im nordfranzösischen Hazebrouck geboren, kam Vanhoye nach Studien an der Pariser Sorbonne und verschiedenen Hochschulen seines Ordens in den fünfziger Jahren an das Päpstliche Bibelinstitut. Er promovierte 1961, wurde zwei Jahre später im selben Institut Professor und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1993.

1990, am Ende einer sechsjährigen Amtszeit als Rektor des Bibelinstituts, erhielt Vanhoye die päpstliche Ernennung zum Sekretär der Bibelkommission - eine Funktion, die er bis 2001 ausübte. (ende)
French Le sacrifice du Christ dans les méditations du card. Vanhoye, en présence de Benoît XVI
Feb 15, 2008
Cinquième jour des exercices spirituels.

(eucharistiemisericor.free.fr) Le sacrifice du Christ dans les méditations du cardinal Vanhoye pour le cinquième jour des Exercices spirituels pour le Carême, en présence du Pape Benoît XVI.

Le sacrifice du Christ et le rôle de l'Esprit Saint dans le Mystère pascal : ce sont les thèmes des méditations proposées ce matin par le cardinal Albert Vanhoye, pour le cinquième jour d'Exercices spirituels pour le Carême au Vatican, en présence du Pape Benoît XVI et de la Curie Romaine. Dans la méditation d'hier après-midi le cardinal s'était arrêté sur le thème de « Christ médiateur de la Nouvelle Alliance lors de la Dernière Cène ». Les Exercices, commencés dimanche dernier au Palais Apostolique, se concluront samedi.

Première méditation : "Le sacrifice de Christ", Heb 9, 11 -12

Seconde méditation: "L'Esprit Saint dans l'oblation du Christ", Heb 9,14

Troisième méditation: Efficacité de l'oblation du "Christ", Heb 10, 1 -18

« Le sacrifice du Christ », médité à travers la Lettre aux Hébreux. Si dans le langage courant le mot sacrifice - a dit tout d'abord le cardinal Vanhoye - donne une perception plutôt négative, il a par contre sur le plan religieux, un sens particulièrement très positif :

« Sacrifier, en effet, ne signifie pas priver, cela signifie rendre sacré, comme sanctifier signifie rendre saint, simplifier rendre simple. Donc, le sacrifice est un acte très positif et fécond qui valorise immensément un don ».

Le sacrifice du Christ comprend en effet le Mystère pascal tout entier, c'est à dire la mort et la glorification :

« Sans la glorification, la Nouvelle Alliance serait incomplète, elle ne serait pas fondée parce que le Christ n'aurait pas rejoint Dieu et n'aurait pas réalisé le lien entre notre misère et la sainteté de Dieu ».

Le cardinal a donc rappelé que dans l'Ancien Testament, le but du sacrifice était de changer la disposition de Dieu, d'obtenir ses services, en échange des dons offerts. Cela se produit de façon différente dans le sacrifice chrétien, comme l'explique la Lettre aux Hébreux :

« L'auteur, par contre, dit que le but du sacrifice est de changer la disposition de l'homme, pas les dispositions de Dieu. Son but est celui de rendre parfait dans sa conscience celui qui offre, de donner un cœur purifié et docile à Dieu ».

Une aspiration religieuse ne suffit pas cependant pour changer la conscience d'un pécheur :

« Il faut une médiation efficace. Le pécheur doit être aidé par un médiateur qui ne soit pas lui-même un pécheur et qui lui ouvre la voie du contact, de la communion avec Dieu, c'est le problème de l'Alliance ».

Dans la second méditation, le cardinal Vanhoye a ensuite approfondi le rôle de « l'Esprit Saint dans l'oblation du Christ », qui ouvre vers Dieu :

« Jésus par contre a été une victime digne et un prêtre capable. Une victime digne parce qu'il avait une parfaite intégrité morale et religieuse, était sans tache, comme dit l'auteur, était saint, innocent, immaculé. Il a été prêtre capable puisqu'il était rempli de la force de l'Esprit Saint ».

Le cardinal Vanhoye a parlé dans la méditation d'hier après-midi du « Christ médiateur de la Nouvelle Alliance lors de la Dernière Cène ». Jésus sait déjà qu'il sera trahi, renié, tué, anticipe ces évènements de la mort et les transforme en la victoire de l'Amour :

« Lorsque nous célébrons l'Eucharistie et sommes en communion, nous recevons en nous ce  dynamisme intense de l'Amour, capable de de transformer tous les évènements en victoire de l'Amour ».
French La gloire du Christ c’est son amour, méditations du card. Vanhoye (1)
Feb 13, 2008
Méditations de dimanche soir et lundi matin.

ROME, Mardi 12 février 2008 (ZENIT.org) - La gloire du Christ, c'est d'avoir aimé jusqu'à la fin, en rétablissant la communion entre l'homme et Dieu. C'est en substance ce que le cardinal Vanhoye a proposé à la méditation de la curie romaine dimanche soir et lundi matin. Un accent très johannique pour une retraite centrée sur le sacerdoce du Christ dans l'Epître « aux Hébreux ».

La retraite de carême au Vatican a commencé dimanche soir avec la participation de Benoît XVI qui suspend cette semaine toutes ses audiences, y compris celle du mercredi. Et ceci jusqu'à la fin de la retraite, samedi matin.

Le cardinal Albert Vanhoye, jésuite français, ancien secrétaire de la Commission biblique internationale et ancien recteur de l'Institut biblique pontifical, prêche cette retraite sur le thème de l'Epître aux Hébreux : « Accueillons le Christ notre Grand prêtre ».

A propos de la Pâque du Christ, le cardinal Vanhoye soulignait : « La gloire du Christ n'est pas la gloire d'un être ambitieux et satisfait de ses propres entreprises, ni la gloire d'un guerrier qui a défait ses ennemis par la force des armes, mais c'est la gloire de l'amour, la gloire d'avoir aimé jusqu'au bout, d'avoir rétabli la communion entre nous, pécheurs, et son Père ».

Appliquant la méthode indiquée par le Christ lui-même dans l'épisode des disciples d'Emmaüs, dans saint Luc, le cardinal Vanhoye a commencé, dimanche soir, par expliquer cette épître du Nouveau Testament en recourant à ce qu'il est dit de Dieu dans « la Loi », c'est-à-dire la Torah, le Pentateuque, l'Ancien Testament.

Le Dieu de la Bible n'est pas un Dieu « muet », a souligné d'emblée le cardinal Vanhoye en évoquant l'en-tête de l'Epître : c'est un Dieu qui « parle aux hommes », à chaque génération, pour entrer en communion avec eux, se communiquer à eux.

En effet, Ce Dieu veut établir avec l'humanité des rapports personnels, et cette initiative d'entrer en communication est évidente dans l'appel que Moïse entend au Buisson ardent (Exode 3).

« C'est très intéressant de voir de quelle façon Dieu se définit, a fait observer le cardinal Vanhoye, cité par Radio Vatican. Dieu dit à Moïse : « Je suis le Dieu de ton père, le Dieu d'Abraham, le Dieu d'Isaac, le Dieu de Jacob ». Dieu ne se définit pas par sa toute-puissance, ni par son omniscience, mais par des relations personnelles avec certains hommes sans importance ».

Le cardinal Vanhoye soulignait le paradoxe de cette volonté de communication : Dieu aurait de bons motifs de ne plus vouloir parler à son peuple qui s'est montré infidèle. Mais au contraire, il cherche cette relation.

Jésus aussi, renchérissait le cardinal Vanhoye, lorsqu'il parle à la Samaritaine, accomplit un geste extraordinaire, étant donné l'inimitié entre Judéens et Samaritains. Il le fait parce que telle est la volonté de Dieu, une volonté de communication.

L'auteur de la Lettre aux Hébreux nous montre deux périodes dans la communication de la Parole de Dieu, deux sortes de médiateurs. Tout d'abord, « Dieu a parlé par les prophètes », et dans le deuxième temps, « eschatologique », « en ces temps qui sont les derniers », dit l'Epître : il y a une intervention décisive de Dieu qui parle « par son Fils », le parfait Médiateur.

Dans les méditations de lundi matin, le prédicateur s'est arrêté à deux aspects du Nom du Christ dans la Lettre aux Hébreux : il est le « Fils » de Dieu, et il est notre « Frère », parce qu'il a pris l'humble forme de l'existence humaine en s'incarnant.

C'est ainsi que Jésus se rend solidaire de l'humanité : « Nous avons plus qu'un avocat, soulignait le cardinal Vanhoye, toujours selon Radio Vatican, mais nous avons un frère qui intercède auprès de Dieu, un frère qui a promis de nous annoncer, après sa glorification, le Nom du Père, et qui maintenant l'annonce. Un frère qui ne nous oublie pas, dans sa gloire, parce que sa gloire c'est justement le fruit de sa solidarité avec nous ».

Or, le Fils est défini par l'Epître à travers sa relation au Père. Et il est donc bien « au-dessus des anges » qui eux aussi sont des médiateurs entre Dieu et nous.

Après avoir évoqué la gloire du Christ, son amour « jusqu'au bout », le cardinal Vanhoye concluait qu'avec le Père, il est Seigneur du Ciel et de la terre : le Christ glorifié a le pouvoir de mettre un terme à la vieille création, parce que, par sa résurrection, il a inauguré la création nouvelle.
French La gloire du Christ c’est son amour, méditations du card. Vanhoye (2)
Feb 13, 2008
Méditations de lundi soir et mardi matin.

ROME, Mardi 12 février 2008 (ZENIT.org) - La gloire du Christ, c'est d'avoir aimé jusqu'à la fin, en rétablissant la communion entre l'homme et Dieu. C'est l'un des axes de la prédication de la retraite de carême au Vatican confiée cette année par Benoît XVI au cardinal français Albert Vanhoye, jésuite, ancien secrétaire de la Commission biblique internationale et ancien recteur de l'institut biblique pontifical. Il prêche cette retraite sur le thème de l'Epître aux Hébreux : « Accueillons le Christ notre Grand prêtre ».

« Le Christ grand prêtre, digne de foi » et qui a donc « droit » à notre adhésion de foi, et « le Christ grand prêtre, miséricordieux » : ont été les thèmes des méditations du cardinal Vanhoye lundi soir et mardi matin, selon la synthèse quotidienne de Radio Vatican.

Jésus, soulignait le prédicateur, s'est rendu en tout semblable à ses frères pour devenir le Grand prêtre digne de foi et miséricordieux. Or, ce sont justement deux qualités indispensables pour exercer la médiation sacerdotale et le ministère pastoral.

« Ces deux qualités, disait-il, doivent être présentes et ensemble, nécessairement, pour faire un prêtre. Un homme plein de compassion pour ses frères mais qui ne serait pas accrédité auprès de Dieu ne pourrait pas exercer la médiation sacerdotale, établir l'Alliance. Dans le cas contraire, un être accrédité auprès de Dieu, mais auquel il manquerait le lien de solidarité avec nous ne pourrait pas être notre prêtre ».

Or, si l'on a foi en la Parole de Dieu, on avance avec courage sachant que le Seigneur nous aide sans cesse, parce que « tout est possible à celui qui croit », a-t-il conclu.

Pour le thème de la miséricorde, le cardinal Vanhoye a souligné que ce sentiment du Christ est profondément imprégné d'humanité : en Jésus, c'est la compassion acquise grâce à la participation au sort de ses semblables.

« Il ne s'agit donc pas simplement du sentiment superficiel de qui s'émeut facilement. Il s'agit d'une capacité acquise à travers l'expérience personnelle de la souffrance. Il faut être passés à travers les mêmes épreuves, les mêmes souffrances, que ceux que nous voulons aider. Le Christ sait compatir parce qu'il a été éprouvé en tout comme nous ».

La méditation suivante a eu pour thème : « Comment le Christ est devenu le Grand prêtre ». La lettre aux Hébreux proclame en effet que le Christ est le vrai et seul Grand prêtre.

L'enseignement de Jésus nous indique un modèle profondément différent du sacerdoce antique. Entre deux façons possibles de servir Dieu, un par des sacrifices rituels, l'autre dans les relations humaines, Jésus a en effet choisi la seconde, sachant que Dieu préfère la miséricorde comme le disent les Prophètes et les Psaumes.

« L'attitude généreuse de Jésus, Médiateur, a été d'accueillir pleinement la solidarité humaine. La souffrance existait. La mort, le péché existaient. Jésus est descendu dans cette misère humaine, en offrant son amour. Il a fait de la souffrance, de la mort, une occasion d'amour extrême. Et il est ainsi devenu Grand prêtre parce qu'il a tracé le chemin de l'Alliance Nouvelle, le chemin de la communion avec Dieu retrouvée, pour nous, pécheurs ».

Le cardinal Vanhoye a conclu en indiquant la façon d'interpréter correctement la participation du baptisé au sacerdoce de Jésus : les baptisés doivent devenir profondément solidaires de leurs frères et prendre sur eux les joies, les espérances, les aspirations des autres pour manifester l'amour de Dieu et les conduire à la communion avec Dieu.
Italian Dio cerca la comunione con l'uomo
Feb 12, 2008
Nelle meditazioni quaresimali al Papa e alla Curia di lunedì mattinaю

CITTA' DEL VATICANO, lunedì, 11 febbraio 2008 (ZENIT.org).- La gloria di Cristo sta nell’aver amato sino alla fine, ristabilendo la comunione tra l'uomo e il Dio, ha detto questo lunedì il Cardinale Albert Vanhoye negli esercizi spirituali al Papa e alla Curia.

E' questo quanto ha affermato il porporato gesuita, già Segretario della Pontificia Commissione Biblica, nelle riflessioni in vista della Quaresima che ruoteranno attorno al tema “Accogliamo Cristo nostro Sommo Sacerdote”, ispirato alla Lettera agli Ebrei.

Stamani, nella Cappella “Redemptoris Mater” del Palazzo Apostolico, il Cardinale ha tenuto due meditazioni sui temi “Dio ci ha parlato nel suo Figlio” e “Cristo è Figlio di Dio e fratello nostro”.

Il Dio della Bibbia non è un Dio muto – ha sottolineato all'inizio il Cardinale Vanhoye, secondo quanto riportato nella sintesi della “Radio Vaticana” –, è un Dio che parla agli uomini per entrare in comunicazione, in comunione con loro.

Il nostro Dio – ha proseguito –, vuole stabilire e approfondire dei rapporti personali con noi. Una volontà di comunicazione che risulta in modo eloquente quando il Signore parla a Mosé nel roveto ardente.

“E’ molto interessante vedere in che modo Dio si autodefinisce – ha continuato –. Dice a Mosé: ‘Io sono il Dio di tuo padre, il Dio di Abramo, il Dio di Isacco, il Dio di Giacobbe’. Dio non si autodefinisce con la sua onnipotenza, né con la sua onniscienza, ma si definisce con relazioni personali con alcuni uomini privi di importanza”.

Dio, ha sottolineato il porporato, avrebbe avuto tanti motivi per non parlare più al suo popolo, che gli era stato infedele, ma invece cerca questa relazione.

Anche Gesù, ha aggiunto, quando parla alla Samaritana compie un gesto straordinario, vista l’inimicizia tra giudei e samaritani, ma perché questa è la volontà di Dio, una volontà di comunicazione.

L’autore della Lettera agli Ebrei, ha detto il Cardinale Vanhoye, ci mostra due periodi nella comunicazione della Parola di Dio e due specie di mediatori: nel primo, Dio ha parlato per mezzo dei profeti; mentre nel secondo periodo, quello escatologico, c’è l’intervento decisivo di Dio per mezzo del Suo Figlio, il mediatore perfetto.

Nelle meditazioni di lunedì mattina, il Cardinale Vanhoye si è soffermato sui due aspetti del nome di Cristo, presentati dalla Lettera agli Ebrei: Egli è Figlio di Dio, ma anche nostro Fratello, perché prende la forma umile della esistenza umana.

“Noi abbiamo più che un avvocato, ma un fratello che intercede presso Dio – ha spiegato il porporato – ; un fratello che ha promesso di annunciarci, dopo la sua glorificazione, il nome del Padre e che adesso lo annuncia. Un fratello che non si dimentica di noi nella sua gloria, perché la sua gloria è proprio il frutto stesso della sua solidarietà con noi”.

Il Figlio, ha ribadito, viene definito per mezzo della sua relazione con il Padre. E’ dunque ben superiore agli angeli che pure sono mediatori tra noi e Dio.

Il Cardinale Vanhoye ha quindi rivolto il pensiero al mistero pasquale: “La gloria di Cristo non è la gloria di un essere ambizioso o soddisfatto delle proprie imprese, né la gloria di un guerriero che abbia sconfitto i nemici con la forza delle armi, ma è la gloria dell’amore, la gloria dell’aver amato sino alla fine, di aver ristabilito la comunione tra noi peccatori e suo Padre”.

Cristo è con il Padre, Signore del cielo e della terra – ha concluso – . Cristo glorificato ha il potere di porre fine alla vecchia creazione, perché ha inaugurato la nuova creazione per mezzo della Sua Risurrezione.

Iniziati domenica pomeriggio alle ore 18, gli esercizi spirituali si concluderanno sabato prossimo 16 febbraio. In questi giorni, sono sospese tutte le udienze pontificie, compresa quella generale di mercoledì 13 febbraio.
French Le cardinal Vanhoye, jésuite « du Cœur du Christ » prêche la retraite au Vatican
Feb 06, 2008
La retraite annuelle du pape et de la curie commence dimanche prochain.

ROME, Mardi 5 février 2008 (ZENIT.org) - Le cardinal Vanhoye, jésuite, et dont le blason cardinalice prote la devise « Uni à ton Cœur » prêche cette année la retraite au Vatican.

La retraite annuelle du pape et de la curie commence dimanche prochain 10 février, par les vêpres (suivies de la première méditation, de l'adoration et de la bénédiction eucharistiques) et s'achève le samedi suivant, 16 février, après les laudes.

La prédication a été confiée au cardinal français Albert Vanhoye, sj, bibliste, ancien secrétaire de la Commission biblique internationale, et en tant que tel collaborateur du cardinal Joseph Ratzinger, préfet de la Congrégation pour la doctrine de la foi qui était ipso facto président de cette commission : le P.Vanhoye est aussi ancien recteur de l'Institut biblique pontifical.

Il est un spécialiste de l'Epître aux Hébreux d'où est tiré le thème - sacerdotal - de la retraite : « Dans le Christ reconnaissons notre grand prêtre. Ayant un prêtre souverain qui a traversé les cieux, Jésus le Fils de Dieu, tenons ferme notre profession de foi ».

Pendant cette retraite, comme chaque année, il n'y a aucune audience, privée ou générale.

A de nombreuses générations de jeunes

Créé cardinal par Benoît XVI lors du concistoire de 2006, il avait été salué par le pape en ces termes : « Je rends grâce pour le travail exégétique fécond du cardinal Vanhoye, qui s'est attaché à scruter la Parole de Dieu et à transmettre avec patience son savoir à de nombreuses générations de jeunes, leur donnant ainsi les moyens de vivre de l'Évangile et d'en être les témoins ».

Le pape avait également dit de lui le 22 février 2006, lors de l'audience générale : il a été « avec un grand mérite recteur de l'Institut biblique pontifical et secrétaire de la Commission biblique pontificale. Un grand exégète ».

Le cardinal Vanhoye confiait alors au micro de Radio Vatican (cf. Zenit du 31 mars 2006) : « Pour moi, devenir cardinal c'est avant tout être lié au Saint-Père d'une manière spéciale. C'est une chose très exigeante parce que je dois porter avec le Saint-Père les préoccupations et les perspectives de la vie de l'Eglise ».

Le cardinal Vanhoye a ajouté : « Le rouge est la couleur de l'amour, du feu, c'est la couleur aussi de la Passion. On dit que les cardinaux doivent être prêts aussi à répandre leur sang - le rouge est la couleur du sang - et donc, avoir une consécration complète au Royaume du Christ ».

Dieu est amour

A propos de la première année de pontificat de Benoît XVI, le cardinal Vanhoye faisait observer : « Le Saint-Père a commencé son ministère avec un engagement très profond, et avec la première encyclique, il a manifesté son orientation fondamentale, c'est-à-dire, répéter que Dieu est amour, et manifester cet amour non seulement avec des sentiments mais aussi avec des actes concrets qui soulagent les besoins du monde. Cette encyclique m'a semblé très significative et elle correspond au caractère du pape qui a un tempérament très affectueux, plein de sensibilité, de délicatesse et de générosité. Et donc, le choix du thème de sa première encyclique qui, d'autre part, met vraiment le doigt sur la chose la plus essentielle de toute notre foi : Dieu est Amour ».

A propos de l'invitation du pape à la « Lectio divina », l'exégète répond : « La Lectio divina est une forme de méditation et de prière vraiment féconde. La prière chrétienne risque d'être trop loin de la Parole de Dieu. Au contraire, lorsque l'on veut prier, la première chose à faire est accueillir la Parole de Dieu parce que la prière est avant tout dialogue avec le Seigneur. Donc la Lectio divina requiert avant tout attention au texte de l'Ecriture, qui est Parole de Dieu, puis la méditation pour arriver ensuite à l'union profonde avec le Seigneur dans sa lumière et dans son amour ».

Un effort de recueillement

Mais comment écouter la Parole de Dieu dans le brouhaha de la vie quotidienne ? « Il est clair, répond le cardinal Vanhoye, que cela demande un effort de recueillement. Une personne ne peut pas avoir de croissance normale si elle ne prend pas un peu de temps pour penser, pour réfléchir, pour méditer, autrement, on se laisse prendre par ce tumulte de la vie quotidienne qui, en réalité, prive la personne humaine de sa vie intérieure, et donc la vide, fait vraiment d'elle non plus une personne humaine, mais seulement un objet ballotté de-ci et de-là par les courants de l'actualité. Donc, pour la vie spirituelle, il est absolument fondamental de savoir prendre un peu de distance... pour avoir un contact plus profond avec le monde ».

La Parole de l'Evangile qui frappe le plus le cardinal Vanhoye est : « Comme le Père m'a aimé, moi aussi je vous ai aimés. Demeurez en mon amour ».

Il explique : « C'est la parole qui me semble la plus éclairante et aussi la plus réconfortante : savoir que l'amour vient de Dieu, passe à travers le Cœur du Christ et nous rejoint. Nous devons rester dans l'amour grâce à une adhésion pleine d'amour à la volonté de Dieu et grâce à un service plein d'amour pour nos frères et sœurs ».

L'actualité de la dévotion au Cœur du Christ

Dans un entretien  accordé à l'Apostolat de la Prière (cf. Zenit du 23 juin 2006), le cardinal Vanhoye a aussi expliqué combien la dévotion au Cœur de Jésus est actuelle : son blason cardinalice porte la devise « Cordi tuo unitus » (« Uni à ton Cœur »).

Et ceci « pour deux raisons : une raison personnelle et une raison apostolique », explique-t-il.

« La raison personnelle remonte à mon enfance, a confié le cardinal Vanhoye. J'ai été éduqué dans un institut du Sacré-Cœur de 4 à 11 ans puis au petit séminaire du diocèse de Lille, dans le nord de la France, où nous faisions l'offrande quotidienne de l'Apostolat de la Prière. Ma dévotion au Cœur de Jésus a commencé précisément à cette période et elle s'est renforcée avec ma vocation à devenir jésuite. Lorsque j'étudiais la philosophie, je faisais partie d'un petit groupe qui en approfondissait les différents aspects et au terme de ma formation, cette orientation s'est encore consolidée. Dans le choix de cette devise il y a également une raison apostolique, celle de suggérer le même comportement spirituel à tous ceux qui la liront. « Uni à ton Cœur » exprime en effet à la fois une intention et une prière : l'intention de vivre uni au Cœur de Jésus en pensée, action, affection et paroles et en même temps une invocation humble et confiante car nous ne pouvons pas obtenir cette union par nous-mêmes, mais il s'agit d'une grâce tellement désirable ».

Il souligne l'actualité de la dévotion au Sacré Cœur en disant : « Il ne s'agit absolument pas d'une dévotion dépassée. Elle est actuelle et même essentielle, si elle est bien comprise. Sans cette union nous ne pouvons pas vivre pleinement l'amour qui vient de Dieu ni devenir humbles. Nous courons même le risque de n'entretenir que l'orgueil et la fierté. Par ailleurs, c'est l'Evangile lui-même qui nous présente une religion du cœur, loin de tout ce qui est extérieur. Il faut également dire que la dévotion au Cœur de Jésus possède une forme populaire qui ne correspond pas toujours à cette orientation, mais je pense que l'on peut faire beaucoup pour que celle-ci devienne de plus en plus importante ».
Spanish La devoción al Corazón de Jesús, vacuna para el orgullo
Jul 24, 2006
La devoción al Corazón de Jesús es una lección de humildad, renuncia completa a la violencia y amor generoso que habla a los hombres de hoy y les ayuda a vencer cerrazones y superficialidad, explica el cardenal Albert Vanhoye.

ROMA, domingo, 16 julio 2006 (ZENIT.org).- El neopurpurado de 82 años, jesuita, profesor y rector emérito del Instituto Pontificio Bíblico, explica en esta entrevista concedida al Apostolado de la Oración por qué Benedicto XVI ha relanzado esta devoción «esencial» para el cristiano.

--Usted ha puesto en su emblema cardenalicio el lema «Cordi tuo unitus». ¿Hay un motivo especial?

--Cardenal Vanhoye: Hay dos motivos: uno personal y uno apostólico. El personal se remonta a mi niñez. Fui educado en un instituto del Sagrado Corazón de los 4 a los 11 años, y luego en el seminario menor de la diócesis de Lille, en el norte de Francia, donde hacían el ofrecimiento cotidiano del Apostolado de la Oración. Justo en este periodo comenzó mi devoción al Corazón de Jesús que luego se reforzó con la vocación a ser jesuita. Cuando estudiaba filosofía formaba parte de un grupito que profundizaba en los diversos aspectos de la misma y al final de la formación esta orientación se consolidó ulteriormente. Hay luego un motivo apostólico en la elección del lema, el de sugerir la misma actitud espiritual a todos los que lo lean. «Unido a tu Corazón» expresa al mismo tiempo un propósito y una oración. El propósito de vivir unido al Corazón de Jesús en pensamientos, acciones, afectos y palabras y al mismo tiempo una invocación humilde y confiada porque esta unión no nos la podemos dar nosotros solos, sino que es gracia muy deseable.

--La devoción al Sagrado Corazón, tras una gran difusión entre finales del siglo XIX y la primera mitad del XX, ha sido considerada por muchos superada. ¿Esta objeción tiene fundamento bíblico?

--Cardenal Vanhoye: Las objeciones se refieren sobre todo a un cierto devocionismo sentimental, pero no creo que sean fundadas, sobre todo si se habla del verdadero culto que es estímulo para la vida espiritual y apostólica. Sin embargo, en cierto modo no es equivocado decir que esta devoción no tiene un suficiente fundamento bíblico, aunque sea falso en el fondo. Es exacto afirmar que el Nuevo Testamento no habla mucho del Corazón de Jesús. Se menciona una sola vez, en Mateo 11, donde Jesús dice «aprended de mí que soy manso y humilde de corazón». La frase, sin embargo, es muy importante porque es el único momento en que Jesús define las propias cualidades que encontraremos en numerosos episodios de su vida, y porque está en relación con un verbo de los Evangelios, usado sólo por Jesús, derivado de la palabra griega que significa «entrañas» y que podemos traducir con «mi corazón se conmueve». Es una alusión importante a la compasión humana y a la gran sensibilidad de Jesús. El evangelista Juan no habla de corazón traspasado sino de costado traspasado, aunque sea bastante evidente que a través del costado se llega al corazón. Por otra parte, si tomamos en consideración toda la Sagrada Escritura, el fundamento de la devoción al Sagrado Corazón es amplísimo. El antiguo testamento pone de gran relieve la importancia del corazón para la relación con Dios, es decir de la interioridad de la persona humana: memoria, entendimiento, afectividad y voluntad.

--¿En qué consiste la actualidad de esta devoción?

--Cardenal Vanhoye: Precisamente en la unión con el Corazón de Jesús. No se trata de una devoción superada; por el contrario, es actual e incluso esencial si se hace bien. Sin esta unión no podemos vivir plenamente el amor que viene de Dios ni llegar a ser humildes. Por el contrario, corremos el riesgo de alimentar sólo orgullo y soberbia. Por otra parte, es el mismo Evangelio el que nos presenta una religión del corazón, lejana de la exterioridad. Hay que decir que la devoción al Corazón de Jesús tiene una forma popular que no siempre corresponde a esta orientación, pero pienso que se puede hacer mucho para que se haga todavía más significativa.

--El mensaje de Benedicto VI al padre Kolvenbach, general de la Compañía de Jesús, por los 50 años de le encíclica «Haurietis acquas» de Pío XII sobre el Sagrado Corazón, ha relanzado este tema...

--Cardenal Vanhoye: El Papa ha querido subrayar con fuerza el aniversario con un mensaje precisamente porque la Compañía de Jesús se mostró siempre activa en la promoción de esta fundamental devoción, sobre todo gracias al Apostolado de la Oración y a su propuesta de espiritualidad para nada sentimental sino que implica toda la existencia humana. Ya en la encíclica «Deus Caritas Est» Benedicto XVI hablaba varias veces del costado traspasado y del Corazón de Jesús, verdadero manantial del amor. Está claro, también en las palabras del Papa, que la devoción al Sagrado Corazón no puede detenerse en la sola humanidad de Jesús, precisamente porque ésta es expresión del amor de Dios al mundo que puede ser experimentado y por tanto testimoniado sólo mirando aquél costado traspasado. En este sentido, en Francia el padre Glotin, sj, ha ultimado un estudio profundo y amplio sobre la devoción al Corazón de Jesús que saldrá el año próximo. Para confirmar lo importante que es llamar la atención de la gente sobre esta espiritualidad. No se puede prescindir de una relación con el Corazón de Jesús.
Italian La devozione al Cuore di Gesù, vaccino per orgoglio e superbia
Jun 24, 2006
La devozione al Cuore di Gesù è una lezione di umiltà, rinuncia completa alla violenza e amore generoso che parla agli uomini di oggi e li aiuta a vincere chiusure e superficialità, spiega il Cardinal Albert Vanhoye.

ROMA, venerdì, 23 giugno 2006 (ZENIT.org).- Così ha affermato il neo porporato di 82 anni, gesuita, esegeta, Docente e Rettore emerito del Pontificio Istituto Biblico, alla vigilia del IV Congresso Nazionale dell’Apostolato della Preghiera, “Attingerete acqua con gioia alle sorgenti del Salvatore”, che si svolgerà a Roma dal 26 al 28 giugno prossimi, in occasione del 50° anniversario della Enciclica Haurietis aquas.

Nell’intervista, concessa all'Apostolato della Preghiera (http://www.adp.it/), il Cardinale spiega l’attualità di una devozione a torto ritenuta superata.

Eminenza, lei ha messo nel suo stemma cardinalizio il motto Cordi tuo unitus: c’è un motivo particolare?

Cardinal Vanhoye: Ci sono due motivi: uno personale e uno apostolico. Quello personale risale alla mia fanciullezza. Sono stato educato in un istituto del Sacro Cuore dai 4 agli 11 anni e poi nel seminario minore della diocesi di Lille, nel nord della Francia, dove facevamo l’offerta quotidiana dell’Apostolato della Preghiera. Proprio in questo periodo è iniziata la mia devozione al Cuore di Gesù che si è poi rafforzata con la vocazione a diventare un gesuita. Quando studiavo filosofia facevo parte di un gruppetto che ne approfondiva i diversi aspetti e al termine della formazione questo orientamento si è ulteriormente consolidato. C’è poi un motivo apostolico nella scelta del motto, quello di suggerire a tutti coloro che lo leggeranno lo stesso atteggiamento spirituale. “Unito al tuo Cuore” esprime, infatti, nel contempo un proposito e una preghiera. Il proposito di vivere unito al Cuore di Gesù in pensieri, azioni, affetti e parole e al tempo stesso una invocazione umile e fiduciosa perché questa unione non ce la possiamo dare da soli, ma è grazia quanto mai desiderabile.

La devozione al S. Cuore, dopo una grande diffusione tra la fine dell’800 e la prima metà del ‘900, è stata considerata da molti sorpassata. Questa obiezione ha un fondamento biblico?

Cardinal Vanhoye: Le obiezioni prendono di mira soprattutto un certo devozionismo sentimentale, ma non credo che siano fondate, soprattutto se si parla del vero culto che è stimolo alla vita spirituale e apostolica. Tuttavia per certi versi non è sbagliato dire che questa devozione non ha un sufficiente fondamento biblico, anche se è falso in sostanza. È esatto, cioè, affermare che il nuovo testamento non parla molto del Cuore di Gesù. Infatti viene menzionato una volta sola, nel passo di Matteo al capitolo 11 nel quale Gesù dice “imparate da me che sono mite e umile di cuore”. La frase è però molto importante perché è l'unico momento in cui Gesù definisce le proprie qualità che riscontreremo in numerosi episodi della sua vita e perché è in rapporto con un verbo dei vangeli, usato solo per Gesù o da Gesù, derivato dalla parola greca che significa “viscere” e che possiamo tradurre con “il mio cuore si commuove”. È un rimando importante alla compassione umana e alla grande sensibilità di Gesù. L’evangelista Giovanni, poi, non parla di cuore trafitto ma di costato trafitto, anche se è abbastanza evidente che attraverso il costato si raggiunge il cuore. D’altra parte, se prendiamo in considerazione tutta la Sacra Scrittura, il fondamento della devozione al Sacro Cuore è amplissimo. L’antico testamento mette in grande rilievo l’importanza del cuore per la relazione con Dio, cioè dell'interiorità della persona umana: memoria, intelletto, affettività e volontà.

In cosa consiste l’attualità di questa devozione?

Cardinal Vanhoye: Proprio nell’unione al Cuore di Gesù. Non si tratta affatto di una devozione superata, anzi è attuale e addirittura essenziale se capita bene. Senza questa unione non possiamo vivere pienamente l’amore che viene da Dio né diventare umili. Anzi corriamo il rischio di nutrire solo orgoglio e superbia. D'altronde è lo stesso Vangelo a presentarci una religione del cuore, lontana dall'esteriorità. Occorre anche dire che la devozione al Cuore di Gesù ha una forma popolare che non sempre corrisponde a questo orientamento, ma penso che si possa fare molto perché diventi ancor più significativa.

Il messaggio di Benedetto XVI a P. Kolvenbach, generale della Compagnia di Gesù, per i 50 anni dell'Enciclica Haurietis aquas di Pio XII sul Sacro Cuore ha rilanciato questi temi…

Cardinal Vanhoye: Il Papa ha voluto sottolineare con forza l'anniversario con un messaggio proprio perché la Compagnia di Gesù si è mostrata sempre attiva nella promozione di questa fondamentale devozione, soprattutto grazie all'Apostolato della Preghiera e alla sua proposta di spiritualità nient’affatto sentimentale, ma che coinvolge l’intera esistenza umana. Già nell’enciclica Deus caritas est Benedetto XVI aveva parlato più volte del costato trafitto e del Cuore di Gesù, vera sorgente dell’amore. È chiaro, anche dalle parole del Papa, che la devozione al Sacro Cuore non può fermarsi alla sola umanità di Gesù, proprio perché questa è espressione dell'amore di Dio per il mondo che può essere sperimentato e quindi testimoniato solo guardando a quel costato trafitto. A questo proposito, in Francia P. Glotin S.I. ha ultimato uno studio profondo e ampio sulla devozione al Cuore di Gesù che uscirà all’inizio del prossimo anno. A conferma di quanto sia importante richiamare l'attenzione della gente su questa spiritualità. Non si può fare a meno di una relazione con il Cuore di Gesù.

Qual è il messaggio che vuole inviare al IV Congresso Nazionale dell’AdP che si svolgerà a Roma alla fine di giugno proprio su questi temi?

Cardinal Vanhoye: Mi rallegro che l’Apostolato della Preghiera italiano abbia preparato un Congresso Nazionale. Mi auguro che contribuisca a rafforzare la convinzione che l’unione al Cuore di Gesù è fondamentale per la vita spirituale personale e per la vita apostolica.
French Etre cardinal, c’est être lié au Saint-Père de façon spéciale
Apr 05, 2006
« Pour moi, devenir cardinal c’est avant tout être lié au Saint-Père d’une manière spéciale. C’est une chose très exigeante parce que je dois porter avec le Saint-Père les préoccupations et les perspectives de la vie de l’Eglise », a affirmé le cardinal Vanhoye au micro de Radio Vatican.

ROME, Vendredi 31 mars 2006 (ZENIT.org) – Il recommande la « lectio divina », de dialogue intérieur avec Dieu, avec sa Parole.

Le cardinal Albert Vanhoye, Jésuite français, a été salué par le pape lundi dernier, en ces termes : « Je salue cordialement le nouveau cardinal Albert Vanhoye, ainsi que ses confrères jésuites, ses proches et tous les francophones, venus à l’occasion du consistoire où j’ai aussi créé cardinal Monseigneur Jean-Pierre Ricard, archevêque de Bordeaux et président apprécié de la Conférence des évêques de France. Je rends grâce pour le travail exégétique fécond du cardinal Vanhoye, qui s’est attaché à scruter la Parole de Dieu et à transmettre avec patience son savoir à de nombreuses générations de jeunes, leur donnant ainsi les moyens de vivre de l’Évangile et d’en être les témoins ».

Le cardinal Vanhoye a ajouté : « Le rouge est la couleur de l’amour, du feu, c’est la couleur aussi de la Passion. On dit que les cardinaux doivent être prêts aussi répandre leur sang – le rouge est la couleur du sang – et donc, avoir une consécration complète au Royaume du Christ ».

A propos de la première année de pontificat de Benoît XVI, le cardinal Vanhoye faisait observer: « Le Saint-Père a commencé son ministère avec un engagement très profond, et avec la première encyclique, il a manifesté son orientation fondamentale, c’est-à-dire, répéter que Dieu est amour, et manifester cet amour non seulement avec des sentiments mais aussi avec des actes concrets qui soulagent les besoins du monde. Cette encyclique m’a semblé très significative et elle correspond au caractère du pape qui a un tempérament très affectueux, plein de sensibilité, de délicatesse et de générosité. Et donc, le choix du thème de sa première encyclique qui, d’autre part, met vraiment le doigt sur la chose la plus essentielle de toute notre foi: Dieu est Amour ».

A propos de l’invitation du pape à la « Lectio divina », l’exégète répond: « La Lectio divina est une forme de méditation et de prière vraiment féconde. La prière chrétienne risque d’être trop loin de la Parole de Dieu. Au contraire, lorsque l’on veut prier, la première chose à faire est accueillir la Parole de Dieu parce que la prière est avant tout dialogue avec le Seigneur. Donc la Lectio divina requiert avant tout attention au texte de l’Ecriture, qui est Parole de Dieu, puis la méditation pour arriver ensuite à l’union profonde avec le Seigneur dans sa lumière et dans son amour ».

Mais comment écouter la Parole de Dieu dans le brouhaha de la vie quotidienne? « Il est clair, répond le cardinal Vanhoye, que cela demande un effort de recueillement. Une personne ne peut pas avoir de croissance normale si elle ne prend pas un peu de temps pour penser, pour réfléchir, pour méditer, autrement, on se laisse prendre par ce tumulte de la vie quotidienne qui, en réalité, prive la personne humaine de sa vie intérieure, et donc la vide, fait vraiment d’elle non plus une personne humaine, mais seulement un objet ballotté de-ci et de-là par les courants de l’actualité. Donc, pour la vie spirituelle, il est absolument fondamental de savoir prendre un peu de distance pour ne pas se séparer du monde, mais pour avoir un contact plus profond avec le monde ».

La Parole de l’Evangile qui frappe le plus le cardinal Vanhoye est : « Comme le Père m’a aimé, moi aussi je vous ai aimés. Demeurez en mon amour ».

Il explique: « C’est la parole qui me semble la plus éclairante et aussi plus réconfortante: savoir que l’amour vient de Dieu, passe à travers le Cœur du Christ et nous rejoint. Nous devons rester dans l’amour grâce à une adhésion pleine d’amour à la volonté de Dieu et grâce à un service plein d’amour pour nos frères et sœurs ».

Bibliste, jésuite, le P. Albert Vanhoye est ancien secrétaire de la Commission biblique internationale, et en tant que tel collaborateur du cardinal Joseph Ratzinger, préfet de la congrégation pour la Doctrine de la Foi et ipso facto président de cette commission : le P.Vanhoye est aussi ancien recteur de l’Institut biblique pontifical.

Le pape a annoncé le 22 février dernier, lors de l’audience générale, qu’il voulait honorer de la pourpre cardinalice « trois prêtres âgés de plus de 80 ans, pour les services qu'ils ont rendus à l'Eglise avec une fidélité exemplaire et un zèle admirable ». Du P. Vanhoye, il disait : il a été « avec un grand mérite Recteur de l’Institut biblique pontifical et Secrétaire de la Commission biblique pontificale. Un grand exégète ».
French Le P. Albert Vanhoye, un professeur très aimé et bientôt cardinal
Feb 24, 2006
Le P. Albert Vanhoye, jésuite, exégète, 82 ans, sera également créé cardinal par Benoît XVI le 24 mars prochain : un professeur très aimé de ses étudiants.

ROME, Mercredi 22 février 2006 (ZENIT.org) - Professeur émérite d’exégèse du Nouveau Testamentaire à l’Institut biblique pontifical de Rome, dont il a été recteur, et ancien secrétaire de la Commission biblique pontificale, consulteur de la congrégation pour l’Education Catholique et de la congrégation pour la Doctrine de la Foi, dont dépend la commission biblique, le P. Vanhoye est connu en particulier pour ses travaux sur l’Epître aux Hébreux. Né le 24 juillet 1923 à Hazebrouck, en France (département du Nord), le père Vanhoye a été nommé cardinal "en considération des services rendus à l’Eglise" a indiqué le pape.

Agé de plus de 80 ans, il ne fera pas partie du collège des cardinaux électeurs.

Entré chez les jésuites le 11 septembre 1941, il a été ordonné prêtre en 1954. Docteur en écriture sacrée, il a enseigné à l’université pontificale grégorienne et a été membre de la commission biblique pontificale de 1984 à 2001 et secrétaire de 1990 à 2001.

Il a également été consultant au conseil pontifical pour la promotion de l’unité des chrétiens (1980-96), à la congrégation pour l’éducation catholique à partir de 1978 et, à partir de 1990, à la congrégation pour la doctrine de la foi, présidée par le cardinal Joseph Ratzinger.

Le P. Vanhoye a été en outre très aimé de ses étudiants, attirés par la limpidité, la précision et la richesse spirituelle de son approche de l’Ecriture Sainte, et par sa charité délicate et affable, qui le rendait accueillant pour tous, sans acception de personne.

Parmi ses ouvrages en français figurent "La Structure littéraire de l’épître aux Hébreux" (1963, Studia Neotestamentica 1, Desclée de Brouwer, Bruges/Paris, 285 p., 2ème éd. 1976, 331 pp.), "Situation du Christ. Epître aux Hébreux" (1969, coll. "Lectio divina 58", Ed. Du Cerf, Paris, 403 pp.), ainsi que "Prêtres anciens, prêtre nouveau selon le Nouveau Testament" (1980, coll. "Parole de Dieu 20", Ed. du Seuil Paris, 373 p., trad. anglais, espagnol, italien.).

Mais, à côté de nombreux ouvrages écrits directement en italien, dont un commentaire des lectures liturgiques, il a aussi publié, en français, une étude sur « Les dernières épitres : Hébreux, Pierre, Jacques, Jean, Jude » (2004) ; « La lettre aux Hébreux. Jésus-Christ médiateur d’une alliance nouvelle » (coll. Jésus et Jésus-Christ 84, Desclée, Paris, 255 pp.) ; et, en 1997 , « L’épître aux Hébreux dans Les dernières épîtres » (Commentaires, Ed. Bayard/Centurion, Paris, 101 p., trad. italien.)
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