Joseph Cardinal Zen Ze-kiun, S.D.B. Joseph Cardinal Zen Ze-kiun, S.D.B.
Function:
Bishop of Hong Kong [Xianggang]
Title:
Birthdate:
Jan 13, 1932
Country:
Hong Kong
Elevated:
Mar 24, 2006
More information:
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German Kardinal Zen bekräftigt seine Kritik an unerlaubten Bischofsweihen
May 17, 2006
Nach den unerlaubten Bischofsweihen in China hat der Kardinal von Hongkong, Joseph Zen Ze-kiun, den Wunsch der Katholiken des Landes nach einer Einheit mit dem Papst betont.

Rom (DT/KNA, 11.05.2006) In einer am Dienstag vom römischen Pressedienst "asianews" veröffentlichten Erklärung des Kardinals, bekräftigte dieser zugleich die Hoffnung, dass es in Gesprächen zwischen dem Vatikan und China zu einer für beide Seiten akzeptablen Einigung kommen werde. "In China gibt es nur eine katholische Kirche, und alle wollen vom Papst geführt werden", so Zen Ze-kiun. Die unerlaubten Weihen seien unverständlich und stellten einen Rückschritt dar. Nach den Weihen von Ma Yinglin und Liu Xinhong auf Drängen der regimenahen "Patriotischen Vereinigung" chinesischer Katholiken war es zu schweren Spannungen zwischen China und dem Vatikan gekommen. Der Heilige Stuhl verurteilte das Vorgehen ungewöhnlich scharf und sprach von einer "schweren Verletzung" der Religionsfreiheit. Die Rechtfertigung des stellvertretenden Vorsitzenden der Patriotischen Vereinigung, Anthony Liu Bainian, es gebe zahlreiche vakante Bischofssitze, wies der Vatikan als Vorwand zurück. Die Vereinigung nannte den Protest wiederum "ohne Sinn". In China würden seit mehr als einem halben Jahrhundert Bischöfe autonom gewählt und geweiht. Kardinal Zen widersprach nun dieser Darstellung. Viele der ohne Billigung Roms geweihten Bischöfe hätten seit den 70-er Jahren um "Vergebung und Anerkennung" gebeten. Der Papst habe dies in vielen Fällen gewährt. Ferner sei während der vergangenen 20 Jahre die Bedeutung der Ernennung durch den Papst nach und nach von allen in der Patriotischen Vereinigung akzeptiert worden. Abschließend stellte der Kardinal die Frage, wer ein Interesse daran haben könne, die Fortschritte wieder rückgängig zu machen. Zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik bestehen seit 1951 keine diplomatischen Beziehungen. Der Heilige Stuhl bemüht sich seit längerem um eine Annäherung, erwartet aber umfassende Religionsfreiheit. Ein zentraler Konfliktpunkt ist immer wieder die Ernennung von Bischöfen. Daneben fordert China vom Heiligen Stuhl einen Abbruch seiner diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Neben der von Peking anerkannten Patriotischen Vereinigung gibt es in China Katholiken und Kirchenstrukturen der so genannten Untergrundkirche, die bewusst die Nähe zu Rom suchen. Zuletzt schien eine Annäherung der beiden Gruppierungen möglich, deren Abgrenzung im Alltag der etwa dreizehn Millionen chinesischen Katholiken zunehmend aufweicht.
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