“Jerusalem soll Symbol des Friedens sein”
Nov 22, 2008
Kardinalstaatssekretär Bertone bei Buchpräsentation in Rom.
Vatikan (kathnews / RV). Im Rahmen der Präsentation des Buches „Gerusaleme e la Palestina“ (Jerusalem und Palästina) von Lorenzo Nigro, sprach Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB über das Heilige Land. Er betonte, dass Jerusalem stets „ein Symbol des Friedens zwischen den großen Religionen“ sein solle. Dabei unterstrich Bertone, dass die Heiligen Stätten ein „Labor des interreligiösen Dialogs“ sein sollten. Das vorgestellte Buch erzählt eine Pilgerfahrt durch das Heilige Land, die mit Fotografien des Bibelwissenschaftlers Salvatore Garofalo bebildert ist.
Neben Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone war auch der auch Kardinal Giovanni Lajolo zur Präsentation des Buches geladen. Lajolo ist Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt und Mitglied der vatikanischen Kongregation für die Bischöfe. Er betonte gegenüber der Presse die „dreifache“ Liebe für das Heilige Land. Zum einen sprach er über die Liebe zu den Menschen, deren spirituelle Wurzeln im Heiligen Land liegen und von der Liebe zu den Heiligen Stätten, sich „seit zu vielen Jahren das Blut Christi mit dem Blut so vieler schuldloser Opfer mischt.“ Als dritten Punkt nannte er die Liebe zu Jesus Christus, „der Symbol der Liebe Gottes zu den Menschen ist“.
Kardinal Tarcisio Bertone SDB wurde am 2. Dezember 1934 in Romano Canavese in Norditalien geboren. Nach dem Abitur trat er 1950 in den Orden Salesianer Don Boscos ein. In den Folgejahren studierte er Philosophie und Theologie an Universitäten in Turin und Rom und 1960 das Sakrament der Priesterweihe durch Erzbischof Albino Mensa. Von 1991 bis 1995 war er Erzbischof der Erzdiözese Vercelli. 1995 ereilte ihn ein Ruf zum Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre. Ab 2003 war Bertone Erzbischof von Genua und wurde am 21. Oktober 2003 in den Kardinalsstand erhoben. Am 15. September 2006 wurde er durch Papst Benedikt XVI. zum Kardinalstaatsekretär ernannt und ist seit dem 4. April 2007 auch Camerlengo der Heiligen Römischen Kirche. Als Camerlengo obliegt ihm die Führung der der päpstlichen Finanzbehörde. Ferner stellt der Kardinalkämmerer den Tod des Papstes fest und übernimmt während der Sedisvakanz die Verwaltung der Kirche. Darüber hinaus ist Bertone Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre, der Kongregation für den Klerus, der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, der Bischofskongregation und weiterer vatikanischer Kongregationen und Kommissionen. Seit dem 10. Mai 2008 ist er zudem Kardinalbischof von Frascati.