Friedrich Cardinal Wetter Friedrich Cardinal Wetter
Function:
Archbishop of München und Freising, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Stefano al Monte Celio
Birthdate:
Feb 20, 1928
Country:
Germany
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Debatte um Buttiglione bekommt „alarmierende Ausrichtung“
Nov 11, 2004
„Offensichtlich wäre es nicht einmal mehr den christlich geprägten Gründervätern eines einigen Europas, Konrad Adenauer, Robert Schuman und Alcide De Gasperi, möglich, heute EU-Kommissar zu werden.“

(Zenit.org, 28. Oktober 2004) München – Der Erzbischof von München, Kardinal Friedrich Wetter, hat davor gewarnt, dass die Auseinandersetzung um den italienischen Politiker Rocco Buttiglione [italic]„immer mehr eine alarmierende Ausrichtung“ annimmt.

In einer Erklärung des Erzbistums sprach Wetter von einem „inszenierten Kulturkampf“ rund um die Debatte um den italienischen Politiker. „Obgleich der bekennende katholische Christ Buttiglione deutlich gemacht hat, dass er zwischen seiner persönlichen Moralvorstellung und geltendem Recht sehr genau zu unterscheiden wisse und obgleich bekannt ist, dass er ein entschiedener Vertreter einer europäischen Einigung ist, wird ihm gerade wegen seiner persönlichen, auf der Lehre der katholischen Kirche beruhenden Moralvorstellung die Eignung für ein wichtiges politisches Amt in der Europäischen Union abgesprochen“, kritisierte Kardinal Wetter.

Er bezeichnete den Vorgang als „alarmierend, weil er einer Art Berufsverbot für katholische
Christen gleichkommt“. Der Münchner Erzbischof betonte, dass die Kirche die weltanschauliche Neutralität des Staates akzeptiere. „Aber sie kann nicht hinnehmen, dass von Politikern verlangt wird, sie müssten ihre christliche Grundhaltung und ihr Bekenntnis
verbergen oder gar leugnen, wenn sie eine verantwortungsvolle politische Aufgabe übernehmen wollen.“ Er protestiere aus diesem Grund „nachdrücklich gegen diesen
im Gewand von Liberalität und Toleranz inszenierten Kulturkampf“, hielt der Kardinal fest.

„Offensichtlich wäre es nicht einmal mehr den christlich geprägten Gründervätern eines einigen Europas, Konrad Adenauer, Robert Schuman und Alcide De Gasperi, möglich, heute EU-Kommissar zu werden.“
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