Friedrich Cardinal Wetter Friedrich Cardinal Wetter
Function:
Archbishop of München und Freising, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Stefano al Monte Celio
Birthdate:
Feb 20, 1928
Country:
Germany
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Keine ,Bischofsfront’ gegen den Regensburger Bischof
Nov 24, 2005
Man dürfe jedoch auch nicht den Schluss ziehen, der Münchner Erzbischof halte den in Regensburg vollzogenen Schritt für richtig, gab das Erzbistum München bekannt.

München (www.kath.net, 16. November 2005) Bischöfliche Differenzen gibt es zwischen München und Regensburg. Auslöser ist die vom Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller vorgenommene Auflösung des Diözesanrates und der Dekanatsräte in seinem Bistum. KATH.NET hat berichtet.

Der Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter hatte bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Herbstvollversammlung der Freisinger Bischofskonferenz am 10. November gemeint, der Bischof von Regensburg habe das Recht, in seinem Bistum eine Ordnung zu schaffen, von der er meint, dass sie seinem Bistum am besten bekommt.

Am Mittwoch nahm das Erzbistum München erneut Stellung. „Der Kardinal verwahrt sich gegen Interpretationen in der Presse, es gebe eine ,Bischofsfront’ gegen den Bischof von Regensburg“, gab das Erzbistum bekannt.

„Ebenso verwahrt er sich gegen den Versuch, ihn als ausdrücklichen Befürworter für die im Alleingang vorgenommenen Veränderungen im Bistum Regensburg zu vereinnahmen. Der Kardinal wird falsch interpretiert, wenn der Schluss gezogen wird, er halte den jetzt in Regensburg vollzogenen Schritt für richtig.“

Nachdem sämtliche Statuten für die in Regensburg neu geschaffenen Gremien und die Neuordnung der Pfarrgemeinderäte bereits im Druck vorliegen, stellt Kardinal Wetter fest, „er bedauere, dass der Bischof von Regensburg bei der Herbstkonferenz der bayerischen Bischöfe wenige Tage zuvor dazu keine näheren Angaben gemacht hat“.

Er habe den Bischof von Regensburg schriftlich darum gebeten, „keine einseitige Interpretation dieser Veränderungen zu geben, als seien lediglich diese eine zeitgerechte und zukunftsweisende Gestalt der Zusammenarbeit von Priestern und Laien“.

Dies lasse die Interpretation zu, „als ob diejenigen, die an den durch demokratische Wahlen legitimierten Katholikenräten festhielten, ,traditionalistisch an alten Strukturen’ klebten, während in Regensburg jetzt eine ,Modernisierung der Rätearbeit’ vorgenommen worden sei“. Kardinal Wetter wünsche, „dass gute und treue Katholiken, die hilfsbereit und dienstbereit sind, nicht demotiviert und in die Resignation gedrängt werden“.
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