Friedrich Cardinal Wetter Friedrich Cardinal Wetter
Function:
Archbishop of München und Freising, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Stefano al Monte Celio
Birthdate:
Feb 20, 1928
Country:
Germany
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Wetter ruft 'Jahr der Priester- und Ordensberufe' aus
Oct 30, 2005
Erzdiözese will dem Rückgang bei geistlichen Berufen entgegenwirken - Wetter kündigt Hirtenbrief für 6. November an: Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen für die Kirche unverzichtbar

München (kath.net, 28. Oktober 2005) Priester- und Ordensberufe sollen jungen Menschen verstärkt als „Berufe der Freiheit“ vermittelt werden. Dies erklärte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, bei einer einwöchigen Klausurtagung der Dekane seiner Erzdiözese in Passau, die am Freitag, 28. Oktober, zu Ende ging. Wer seine persönliche Lebensentscheidung auf diese Berufe ausrichte und in Freiheit eine Bindung eingehe, um Priester, Ordensfrau oder Ordensmann zu werden, öffne die Tür zu neuen Lebensmöglichkeiten.

Bereits am 14. Oktober hatte der Kardinal vor dem Diözesanrat der Katholiken ein „Jahr der Priester- und Ordensberufe“ für die Erzdiözese angekündigt. Auftakt ist ein Vespergottesdienst mit Priestern und Gläubigen aus allen Teilen des Erzbistums am 20. November, dem liturgischen Christkönigssonntag, im Münchner Liebfrauendom. Abschluss soll das im Gedenken an den Diözesanpatron gefeierte Korbiniansfest am 25. November 2006 im Freisinger Mariendom sein. Über das Jahr sind eine Reihe von Gottesdiensten, Veranstaltungen und Initiativen geplant, die unter anderem in Pfarreien, Schulen wie auch in der Jugendarbeit konkret auf Priester- und Ordensberufe aufmerksam machen sollen. Das von Kardinal Wetter ausgerufene Jahr steht unter dem Leitwort: „Vom Herrn gerufen“.

In einem eigenen Brief hat Wetter die Priester und Ordensleute eingeladen, bei diesem „Jahr der Priester- und Ordensberufe“ mitzuwirken. „Wir brauchen Ihren Einsatz und Gebet, um gemeinsam auf die Bedeutung der Priester- und Ordensberufe hinzuweisen und junge Menschen zu ermutigen, mit ihrer eigenen Lebensplanung den Weg des Priester- und Ordenslebens für sich ernsthaft zu bedenken“, heißt es in dem Schreiben wörtlich. Der Kardinal wies auf den Rückgang der Priesterzahlen in den letzten Jahren hin: „Dem dürfen wir nicht tatenlos zuschauen.“ Auch die Orden litten unter Nachwuchsmangel: „Ohne Ordensleute wird das kirchliche Leben um vieles ärmer.“

Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen seien für die Kirche unverzichtbar. Der gleichermaßen zu beobachtende Rückgang bei den Priester- und Ordensberufen zeige, dass der geistliche Stand als solcher davon betroffen sei. Darum sei es „ein Gebot der Stunde, unseren Pfarrgemeinden und Familien und nicht zuletzt den jungen Christen erneut bewusst zu machen, wie wichtig der ‚geistliche Stand’ für unsere Kirche ist und was es für den einzelnen bedeutet, Priester zu werden oder in einen Orden einzutreten“.

Der Kardinal wird sich am 6. November in einem Hirtenbrief an alle Pfarrgemeinden des Erzbistums wenden, weil es die Aufgabe aller Gläubigen sei, „junge Männer und Frauen zu bestärken, dem Ruf Gottes zu folgen, um als Priester, Ordensmann oder Ordensfrau ihm und den Menschen zu dienen“. Für das „Jahr der Priester- und Ordensberufe“ wirbt die Erzdiözese mit einem eigenen Plakat und Gebetstexten. Beim Eröffnungsgottesdienst am 20. November wird Vertretern der Pfarreien und Ordensniederlassungen eine eigens gestaltete „Berufungskerze“ überreicht, die das regelmäßige Gebet um Priester- und Ordensberufe in den Pfarreien und Ordensgemeinschaften begleiten und nach dem Willen des Kardinals ein „verbindendes Zeichen einer diözesanweiten Gebetsgemeinschaft“ sein soll.
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