Friedrich Cardinal Wetter Friedrich Cardinal Wetter
Function:
Archbishop of München und Freising, Germany
Title:
Cardinal Priest of S Stefano al Monte Celio
Birthdate:
Feb 20, 1928
Country:
Germany
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Wetterfeste Firmung
Apr 23, 2008
Icking – Einen besonderen Firmungsgottesdienst haben 28 junge Ickinger erlebt: Kardinal Friedrich Wetter spendete ihnen das Sakrament.

(Merkur, 23.04.2008) Mit seinem erfrischenden Gottesdienst sprach Wetter vor allem die Jugenlichen an. Er verglich die weltweite christliche Vernetzung mit dem Internet. "Nur reicht unsere Vernetzung noch viel weiter als rund um den Globus ­ nämlich bis ganz nach oben in den Himmel", sagte Wetter. Die Jugendlichen sollten den christlichen Segen durch sich und vor allem in ihrem Verhalten sichtbar machen: "Sonst ist es so, als würde man einen Computer in der Ecke verstauben lassen."

Der 13-jährige Firmling Philip Giesecke rundete den Gottesdienst mit einer souveränen Ansprache ab. Er bedankte sich im Namen aller Firmlinge bei Kardinal Friedrich Wetter und Dekan Herbert Zimmermann, schloss aber auch die Firmhelferinnen Hanna Beier, Anja Haubs und Elisabeth Reigl mit ein, die mit ihrer liebevollen Firm-Vorbereitung wesentlich zum Gelingen beigetragen haben. (ina)
German Wetter als dienstältester Bischof verabschiedet
Feb 18, 2008
Lehmann rühmt Münchner Kardinal als Mann des Ausgleichs.

(AP/PR-inside.com 17.02.2008) München - Mit einem Festgottesdienst ist der dienstälteste deutsche Bischof, Kardinal Friedrich Wetter, am Sonntag in der Münchner Frauenkirche in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann würdigte Wetter in seiner letzten Amtshandlung als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz als einen Mann des Ausgleichs: «Er hat nicht Gräben aufgerissen und vertieft, sondern Gemeinsamkeiten gesucht.
Wetter, der am kommenden Mittwoch seinen 80. Geburtstag feiert, war 25
Jahre Erzbischof von München und zuvor 15 Jahre Bischof von Speyer. Er sei «rückschauend unendlich dankbar», sagte Wetter und warb für mehr Gottvertrauen. «Habt keine Angst vor der Zukunft», sagte der Kardinal in der Messe, an der auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein und der neue Münchner Erzbischof Reinhard Marx teilnahmen.
Lehmann sagte, Wetter habe «Festigkeit in Grundsatzfragen und erstaunliche Beweglichkeit» bei allem anderen bewiesen. Still, aber mit wachem Sinn für die Gegenwartsfragen habe er «Kontinuität und Verlässlichkeit in die Bischofskonferenz gebracht». Ein Vierteljahrhundert lang habe Wetter die Glaubenskommission geleitet, und stets sei er auf Ausgleich und Versöhnung bedacht gewesen und nie in Polemik verfallen. «Ein herzliches Vergelt's Gott für Ihren großen Einsatz», sagte Lehmann unter dem Beifall der Gottesdienstbesucher in der vollbesetzten Frauenkirche. Wetter bedankte sich lachend und mit Tränen in den Augen. Vor der Dompforte wurde er anschließend von Gebirgsschützen mit Ehrensalut erwartet.
Der gebürtige Pfälzer Wetter war 1982 zum Nachfolger von Erzbischof Joseph Ratzinger - des heutigen Papstes Benedikt XVI. - in München berufen worden. Nach 25 Jahren an der Spitze des zweitgrößten deutschen Bistums übergab er das Amt vor zwei Wochen an Marx.
Lehmann sagte, es sei sehr selten, dass ein Bischof noch mit fast 80 Jahren sein Amt ausübe. Wetter sei immer «Professor im Wortsinn, mutiger Bekenner der Wahrheit und des Glaubens» geblieben und habe «beispiellose Treue und Verlässlichkeit» bewiesen.
Wetter sagte, er habe Freude am Leben und am Dienst und schaue auf 80 erfüllte Jahre zurück. Nach seiner Versetzung aus seinem Heimatbistum Speyer habe er in Oberbayern «Land und Leute kennen und lieben gelernt». Gottes Ruf sei aber «immer ein Ruf nach vorne, ein Ruf, das Bisherige zu verlassen». Er gehe dankbar und in der Gewissheit, dass Gott es gut mit den Menschen meine.
German „Dass Sie fest im Glauben verwurzelt bleiben“: Letzter Hirtenbrief von Kardinal Wetter
Jan 29, 2008
Wir veröffentlichen den Hirtenbrief, mit dem sich Kardinal Friedrich Wetter als 72. Nachfolger auf dem Stuhl des heiligen Korbinian von seinen Gläubigen der Erzdiözese München und Freising verabschiedet hat.

Liebe Schwestern und Brüder!

Vor 25 Jahren, am 12. Dezember 1982, hat mir mein Vorgänger auf dem Stuhl des Hl. Korbinian, Kardinal Josef Ratzinger, heute unser Heiliger Vater Papst Benedikt, den Hirtenstab überreicht und mich zur Kathedra der Erzbischöfe von München und Freising geleitet. Am kommenden Samstag, dem Fest Mariä Lichtmeß, werde ich diesen Hirtenstab an meinen Nachfolger, Ihren neuen Erzbischof Reinhard Marx, weitergeben.

Zum Abschied aus meinem Amt als Erzbischof möchte ich mich nochmals an Sie wenden, vor allem um Ihnen zu danken für den Weg, den wir durch ein Vierteljahrhundert miteinander gehen durften.

Bei der Übernahme meines Hirtenamtes vor 25 Jahren habe ich in der Frauenkirche bei der Predigt gesagt: „Ich komme nicht mit einem Programm zu Ihnen, das menschlicher Berechnung entsprungen ist. Mein Programm heißt: Jesus Christus. Alles, was ich tue, darf nur ein Ziel haben: dass Jesus selbst als der alleinige gute Hirte die Kirche von München und Freising leitet. Was ich tue, ist nur Dienst des Knechtes für den Herrn. Was von Johannes dem Täufer im Evangelium gesagt wird, gilt unvermindert auch von mir: „Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren“ (Lk, 3,16).

In der St. Pauls-Basilika in Rom zeigt ein Mosaik Christus als den Herrn in voller Größe. Zu seinen Füßen kauert eine winzige Gestalt, so klein, dass man sie meist übersieht. Es ist der Bischof von Rom, Papst Honorius III. So sehe ich auch mich. Durch mich und meinen Dienst soll Christus der Herr, als der Hirte, als das Haupt der Kirche von München und Freising in voller Größe in Erscheinung treten.

In den vergangenen 25 Jahren habe ich mich bemüht, die Menschen in unserem Erzbistum zu Christus zu führen und zu bezeugen: Gott ist Liebe. In Jesus Christus zeigt er uns sein menschliches Angesicht und schenkt uns die Liebe, die er selbst ist. Gott, der Vater, will zu uns kommen und mit seinem Sohn in uns wohnen. Er will sein göttliches Leben mit uns Menschen teilen und uns dadurch schon jetzt Frieden und Freude schenken und uns einmal im Himmel mit seiner alles Begreifen übersteigenden Liebe auf ewig glücklich machen. Mein Bestreben war es, als Ihr Bischof und 72. Nachfolger des Hl. Korbinian den mir vom Herrn übertragenen Hirtendienst getreu zu erfüllen. Ich war mir stets bewusst, dass in meinem bischöflichen Wirken Jesus Christus selbst am Werk ist. Das war einerseits eine hohe Herausforderung, dem Auftrag des Herrn gerecht zu werden, andererseits aber auch eine große Entlastung, nämlich zu wissen: das Eigentliche tut der Herr.

Darum darf ich mir heute eine wenig abwandelnd die Worte zu Eigen machen, die der Apostel Paulus an die Gemeinde zu Thessalonich geschrieben hat: „Ich habe im Vertrauen auf unseren Gott das Evangelium Gottes … freimütig und furchtlos bei euch verkündet. … Ich habe dies getan, weil Gott mir das Evangelium anvertraut hat, nicht um den Menschen, sondern nur Gott zu gefallen, der mein Herz prüft. Nie habe ich mit meinen Worten zu schmeicheln versucht, dafür ist Gott Zeuge. Ich habe keine Ehre bei den Menschen gesucht“ (vgl. 1 Thess 2,2.4-6).

Bei aller Schwachheit, die ich bei mir erfuhr, habe ich mich bemüht, meine Sendung zu erfüllen, wohl wissend, dass in meinem Hirtendienst der gute Hirt Jesus Christus mit am Werk war, um zu vollenden, was bei mir unvollkommen und bruchstückhaft geblieben ist.

Ich habe mich bemüht, mich in der Wahrnehmung meines Hirtenamtes an das Vorbild des göttlichen Hirten zu halten, der mich in das Bischofsamt berufen hat. Beim Propheten Ezechiel sagt er uns, wie er handelt: „Die verloren gegangenen Tiere ich will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist“ (Ez 34,16).

Nach diesem Vorbild wollte ich, für die mir anvertrauten Menschen sorgen, wie es recht ist, und sie auf die gute Weide führen. Es ist die beste Weide, die es gibt: Hier finden wir die beste Nahrung; eine bessere gibt es nicht.

Auf dieser Weide durfte ich Sie nähren mit Gottes Wahrheit durch sein Evangelium und mit seiner Gegenwart, die er uns in den Sakramenten schenkt. Denn in der Feier der Eucharistie wird der Herr in den heiligen Zeichen von Brot und Wein unter uns gegenwärtig und sichtbar. Das Brot, das ich Ihnen reichen durfte, ist sein Leib, ist Jesus Christus leibhaftig. In jeder Eucharistie feiern wir seinen Tod und seine Auferstehung mit ihm vor dem Angesicht des himmlischen Vaters. Das ist die dichteste Weise seiner Gegenwart und die beste Nahrung für unser Leben. Ich wäre glücklich im Wissen, dass es im Erzbistum niemanden gibt, der in diesen 25 Jahren durch mein Verschulden unterernährt geblieben wäre.

In allem, was ich getan habe, in der Leitung unseres Erzbistums, in der Verkündigung des Evangeliums, in der Feier der Eucharistie und der Sakramente, habe ich nur ein Ziel gehabt: Sie alle hineinzuführen in die Umarmung Jesu Christi, Sie hinzuführen an das Herz Gottes.

Liebe Schwestern und Brüder, ich danke Ihnen, dass Sie mich und meinen bischöflichen Dienst so gut und vertrauensvoll angenommen und mich mit Ihrer Zuneigung unterstützt und getragen haben. Mein Dank gilt den Priestern, Diakonen, Ordensleuten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Seelsorge und den Unzähligen, die sich in diesen Jahren ehrenamtlich engagiert haben. Es sind so viele, dass es mir nicht möglich ist, alle diese Gruppen zu nennen. Sie alle haben mitgeholfen, dass ich am kommenden Samstag meinem Nachfolger ein befriedetes und lebendiges Erzbistum übergeben kann.

Es waren gute, gesegnete Jahre, in denen ich Ihr Erzbischof sein durfte, wenn auch Sorge, Enttäuschung und Misserfolg nicht gefehlt haben. Das Kreuz gehört auch in das Leben eines Bischofs. Trotzdem durfte ich immer wieder gerade in der letzten Zeit erleben, welch tiefes Vertrauen zueinander in den letzten 25 Jahren gewachsen ist.

Im Rückblick auf diese Zeit mache ich mir, freilich sehr zaghaft, die Worte des Apostels Paulus zu Eigen: „Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden“ (1 Thess 2,7f.). Dass sie mir alle sehr lieb geworden sind und dass ich 25 Jahre für Sie da sein und diesen Hirtendienst für Sie tun durfte, dafür danke ich Gott von ganzem Herzen.

Ich bitte Sie, nehmen Sie Ihren neuen Erzbischof so herzlich auf, wie Sie mich aufgenommen haben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie fest im Glauben verwurzelt bleiben, hoffnungsvoll dem kommenden Herrn entgegen gehen und immer mehr erfüllt werden von der Liebe, die Gott in Ihre Herzen ausgießen möge. So können wir getrost in die Zukunft gehen, weil wir uns von Gottes guter Vaterhand getragen wissen. Unsere Liebe Frau, die Mutter Jesu und unsere Mutter, möge Sie alle begleiten und beschützen!

Es segne Euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
München, am 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn, 2008

[Vom Erzbischöflichen Ordinariat München veröffentlichtes Original]
German Kardinal Wetter prangert
Dec 26, 2007
Kardinal Wetter prangert Vernachlässigung von Kindern an Kardinal Friedrich Wetter hat sich in seiner Weihnachtspredigt am Heiligen Abend besorgt über die Situation von Kindern in Deutschland geäußert.

(ddp, 25. Dezember 2007) Auffallend häufig gebe es in jüngster Zeit Nachrichten von Kindestötungen, Kindesmisshandlungen und Kinderverwahrlosung, sagte der Erzbischof von München und Freising am Montagabend im Liebfrauendom laut vorab verbreitetem Predigttext.

Aktuelle Nachrichten - München (ddp-bay). Kardinal Friedrich Wetter hat sich in seiner Weihnachtspredigt am Heiligen Abend besorgt über die Situation von Kindern in Deutschland geäußert. Auffallend häufig gebe es in jüngster Zeit Nachrichten von Kindestötungen, Kindesmisshandlungen und Kinderverwahrlosung, sagte der Erzbischof von München und Freising am Montagabend im Liebfrauendom laut vorab verbreitetem Predigttext.

Wetter bezeichnete zudem die Zahl der Abtreibungen als «immer noch erschreckend hoch».

Er fügte hinzu, Kinder und Jugendliche müssten «so gefördert und unterstützt werden, dass sie schul- und ausbildungsfähig werden und so beitragen zu einer sozial gerechten und befriedeten Gesellschaft».
English Of Low Lands and High-Hats
Aug 28, 2007
Utrecht isn't the lone the major European see where B16 long ago created a vacancy without simultaneously filling it.

Whispers in the Loggia, Monday, August 27, 2007

Utrecht isn't the lone the major European see where B16 long ago created a vacancy without simultaneously filling it.

The 68th successor of St Corbinian, Papa Ratzi has kept the archdiocese of Munich and Freising -- his home church, which he led from 1977-81 -- waiting for almost seven months since taking the retirement in early February of his own successor there, Cardinal Frederich Wetter. Like his Dutch counterpart, Wetter, 79, has remained at the archdiocese's helm as apostolic administrator; his eventual replacement will be the 70th head of the church in Bavaria since the saintly founder-bishop settled at Freising in 723.

At an April audience with a delegation from Munich's chapter of canons who came to Rome for his 80th birthday, B16 intimated that the jury was still well-out, asking for prayers that "the Good God might help me find the right person to take Corbinian's staff in his hands."

By the looks of it, though, seems he'd have an easier time finding a successor to Corbinian's famous pack-bear.
German Kardinal Wetter zum Häuptling ernannt
Aug 04, 2007
Wenn man Kardinal des Bistums München und Freising ist, schließt das noch lange nicht aus, dass man zusätzlich den Titel eines Häuptlings tragen kann. So geschehen beim Münchner Kardinal Friedrich Wetter, der derzeit die Ecuadorianische Bischofskonferenz besucht und dort geehrt wurde. Wetter darf sich ab sofort "Häuptling Friedensherrscher" nennen.

(br-online.de, 03.08.2007) Eine Partnerschaft verbindet die dortigen Bistümer und die Erzdiözese München und Freising seit über vier Jahrzehnten. Nun hat der Bürgermeister der Gemeinde Cotacachi in Ecuador, die hauptsächlich von Indios bewohnt wird, dem Münchner Kardinal einen Häuptlingsstab und die Schlüssel der Stadt überreicht - fortan darf sich dieser "Häuptling Friedensherrscher" nennen. Der Name leitet sich von Wetters Vorname ab, der im Althochdeutschen "Friedensherrscher" bedeuten soll, erklärte die Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariates. Laut diesem versprach Wetter: "So wie ich diesen Stab mit nach Hause trage, werde ich auch die Bewohner von Cotacachi, die mir diese Ehre zuteil werden lassen, in meinem Herzen mit nach München nehmen."
Ein Häuptlingsstab aus Palmenholz

Der kostbare Häuptlingsstab, der schon bei den Inka als Zeichen der Häuptlingswürde galt, besteht traditionell aus hartem Palmenholz. Der Knauf ist häufig mit einer Tierdarstellung geschmückt. Den Stab des Kardinals ziert ein Kreuz in Form der Sonne, welche die Inka als heiliges Gestirn verehrten. Mit Münchner Unterstützung ist in Cotacachi übrigens erst vor kurzem eine neue Schule gebaut worden.
Spanish El Cardenal Friedrich Wetter visita el Ecuador
Jul 29, 2007
El Jueves tarde, procedente de Alemania, llegó al Ecuador el Cardenal Friedrich Wetter, quien permanecerá en nuestro país hasta el próximo 3 de agosto.

(camineo.info, 28-07-2007) Quito/ECUADOR - La visita del señor Cardenal Friedrich Wetter, Administrador Apostólico de la Arquidiócesis de Munich, constituye una especial demostración de su preocupación y amistad hacia nuestro país. El cardenal Wetter ha sido un entusiasta impulsor del Programa de Ayuda Fraterna al Ecuador, del cual se benefician miles de niños, jóvenes, ancianos y padres de familia de las zonas más pobres del país desde hace 45 años.

Durante su visita el Cardenal mantendrá una apretada agenda, visitará Quito, Guayaquil, Machala, Portoviejo e Ibarra, ciudades en las que se reunirá con las autoridades eclesiásticas y beneficiarios de las obras sociales que se ejecutan gracias al aporte de la Arquidiócesis de Munich.

En la Catedral de Quito, el sábado 28 de julio, concelebrará la Eucaristía por los 50 años de sacerdocio de Monseñor Raúl Vela Chiriboga, Arzobispo de Quito, Primado del Ecuador; durante la ceremonia el Cardenal Wetter recibirá una condecoración otorgada por el Municipio de Quito y será declarado huésped de honor por el Alcalde Paco Moncayo. A las 11h30 participará en una reunión con el Episcopado, en la sede de la Conferencia Episcopal Ecuatoriana.

El domingo 29 de julio a las 10h00, en Machala, concelebrará una Eucaristía con Mons. Néstor Herrera, Obispo de la diócesis y Presidente de la Conferencia Episcopal Ecuatoriana, a las 11h30 visitará el Hospital la Esperanza. Por la tarde se trasladará a Guayaquil en donde se reunirá con Mons. Antonio Arregui, Arzobispo de la Jurisdicción, al día siguiente visitará el Asilo de Ancianos "San José", celebrará la Eucaristía y mantendrá una reunión con los niños beneficiarios de la ayuda de Munich; por la tarde se reunirá con el clero.

El martes 31 de julio se trasladará a Portoviejo en donde, junto Mons. José Mario Ruiz Navas, Arzobispo de la Arquidiócesis, visitará el "Centro Cardenal Wetter", que acoge a los niños hijos de reclusos.

El miércoles 1 de agosto, en Ibarra, se reunirá con las autoridades de la Provincia en el aeropuerto y más tarde visitará la Escuela "Doménico Leonati" y el Monasterio de las Hnas. Conceptas en Otavalo; está invitado también a Cotacachi en donde celebrará la Eucaristía y mantendrá una reunión con las autoridades de ese Municipio. El jueves 2 de agosto participará en una reunión con los Misioneros Alemanes.

El Viernes 3 de agosto, en Quito, visitará la Compañía, San Francisco y se reunirá con laicos de la Parroquia Alemana; a las 16h00 el Cardenal Wetter partirá, desde el Aeropuerto Mariscal Sucre, hacia Alemania.
German Kardinal Wetter betont Verwandtschaft von Juden und Christen
Jul 05, 2007
Bei seinem Besuch der neuen Synagoge und des Jüdischen Gemeindezentrums hat Kardinal Friedrich Wetter auf ein «sichtbares Miteinander» von Juden und Christen hingewiesen.

München (dpa/lby) - Es gebe eine in die Tiefe reichende Verwandtschaft, die auch das Verständnis von Geschichte umgreife, sagte Wetter am Mittwoch nach Angaben des Bischöflichen Ordinariats. Schon Papst Johannes Paul II. habe dies mit den Worten ausgedrückt, die Juden seien die älteren Geschwister der Christen. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, bedankte sich beim Kardinal dafür, dass er zum Bau des neuen Zentrums «entscheidend beigetragen» habe.
German Ein Abschied auf Raten
Jun 09, 2007
Das letzte Fronleichnamsfest als Oberhirte des Erzbistums München und Freising: Kardinal Friedrich Wetter nimmt langsam Abschied. Über seine Nachfolge wird weiter spekuliert.

(Merkur, 09.06.2007) München - Gut gelaunt und bestens aufgelegt hatte sich der Apostolische Administrator - so lautet der Titel Friedrich Wetters seit seinem offiziellen Rücktritt im Februar - am Fronleichnamstag beim Festlichen Abend in der Katholischen Akademie in München präsentiert. Auch bei dieser Gelegenheit wird freilich über die Nachfolge des beliebten Kardinals spekuliert, dem in seinem Erzbistum große Sympathien bekundet werden.

Immer wieder als potenzieller Wetter-Nachfolger genannt wird der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der als Münchner Erzbischof auch zum Kardinal aufsteigen könnte. Hartnäckig hält sich auch der Name von Papst Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein. Will der Papst seinem engsten Mitarbeiter eine Karriere im Episkopat ermöglichen, so wäre der 50-jährige Gänswein ein Kandidat für München-Freising. Zumal der promovierte Kirchenrechtler München durch einen mehrjährigen Studienaufenthalt kennt. Dagegen spricht, dass es wenig vorstellbar ist, dass sich der 80-jährige Papst noch an einen neuen Privatsekretär gewöhnen möchte. Beim Festlichen Abend in der Katholischen Akademie am Fronleichnamstag wurde auch der Name eines ehemaligen Ratzinger-Sekretärs gehandelt: Josef Clemens, aus Siegen/Erzbistum Paderborn stammender Theologe, war 19 Jahre lang Privatsekretär von Ratzinger, als dieser oberster Glaubenschef war. Inzwischen ist Clemens Kurienbischof und Sekretär des Päpstlichen Laienrates - ein enger Vertrauter der Papstes. Genannt werden seltener der Bischof von Augsburg, Walter Mixa, oder der Oberhirte von Rottenbuch-Stuttgart, Gebhard Fürst. Vielleicht gelingt dem Papst wieder eine Überraschung - wie in Eichstätt. Den Benediktiner  abt von Plankstetten, Gregor Maria Hanke, hatte kaum jemand auf seiner Liste.
German Kardinal buhlt um Touristen
May 22, 2007
Mit einem speziellen Gästebrief will Kardinal Friedrich Wetter Touristen in die katholischen Kirchen des Erzbistums München-Freising locken.

(Focus, 22.05.07) München - Münchens Kirchen sind auch eine Touristenattraktion. Wetter widmet sich dabei dem Thema Kirchenorgeln und will die Urlauber animieren, die Gotteshäuser nicht nur als Baudenkmäler zu sehen, sondern auch Messen und Konzerte zu besuchen. Dabei könnten die Gäste spüren, „dass Orgelmusik den Kirchenraum erfüllt und unsere Herzen öffnet, um Gott zu loben und zu danken für alles, was er uns Gutes getan hat“, heißt es in dem Schreiben des Münchner Kardinals. Der Gästebrief werde in einer Auflage von 100 000 Exemplaren in Fremdenverkehrsämtern, Hotels, Pensionen und Kirchen ausgelegt, teilte das Erzbischöfliche Ordinariat am Dienstag mit.

Im Erzbistum München-Freising ziehen zahlreiche bekannte Kirchen die Touristen an, allen voran die Gotteshäuser in der Münchner Innenstadt wie Liebfrauendom und Theatinerkirche. Besonders weist der Kardinal in seinem Gästebrief auf wertvolle Kirchenorgeln hin: Einige Barockkirchen in Oberbayern verfügten noch über ursprüngliche Orgeln aus dem 18. Jahrhundert, so etwa die Klosterkirche Ettal. Die wahrscheinlich älteste bespielbare Orgel der Erzdiözese befinde sich in der Filialkirche St. Vitus und Anna in Ettendorf im Landkreis Traunstein.
German Kardinal Wetter und Gläubige aus München begegnen dem Papst
Apr 16, 2007
Audienz am 80. Geburtstag im Vatikan.

ROM, 16. April 2007 (ZENIT.org).- Kardinal Friedrich Wetter, Apostolischer Administrator des Erzbistums München und Freising, und das Münchner Metropolitankapitel haben Benedikt XVI. am Montagvormittag im Rahmen einer Privataudienz im Vatikan persönlich zum 80. Geburtstag gratuliert und die Glückwünsche des Erzbistums überbracht, in dem der Papst geboren wurde und wo er vor seiner Ernennung zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre als Erzbischof gewirkt hatte.

„Heiliger Vater, in unser aller Namen rufe ich Ihnen an Ihrem Geburtstag zu: Ad multos annos feliciter! – Auf viele glückliche Jahre“, sagte Kardinal Wetter bei der Begegnung.

Wie die Pressestelle des Erzbistums Münchens berichtete, ließ der Kardinal den Besuch des Heiligen Vaters in dessen bayerischer Heimat neu aufleben und betonte in diesem Zusammenhang, dass der Name des Papstes im Herzen des Landes und seines gläubigen Volkes einen festen Platz habe. Zu Hause in Bayern werde viel für ihn gebetet, versicherte Kardinal Wetter. Diese Gebete, die die Liebe und Treue der Gläubigen zum Ausdruck bringen, sei wohl das kostbarste Geschenk, das er dem Papst an diesem Tag überbringen dürfe.

Der Kardinal sprach den Wunsch aus, dass die Mutter Gottes, Patrona Bavariae, den Bischof von Rom auch in Zukunft beschützen und leiten möge. Sein Herz schlage bayerisch, habe er einmal gesagt. Es möge der Kirche noch lange schlagen und ihn in seinem apostolischen Dienst, in seinen wegweisenden Worten und in seiner Liebe noch lange erhalten. „Behüt’ Sie Gott, jeden Tag, auf viele Jahre!“

Als Geschenk des Metropolitankapitels und des Heimatbistums überreichte der Kardinal dem Papst das kostbare Evangeliar, das dieser bei der Eucharistiefeier am Barmherzigkeitssonntag auf dem Peterslatz verwendet hatte. Das in weißes Ziegenleder gebundene und mit vergoldeten Silberreliefs und Lapislazulisteinen geschmückte Evangeliar ist eine Arbeit des Münchner Bildhauers und Goldschmieds Max Faller.

Der Kardinal überbrachte zudem die 1.850 Karten mit Glückwünschen der Gläubigen des Erzbistums für Papst Benedikt XVI., die die Münchner Kirchenzeitung in einer Leseraktion gesammelt hatte. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen bringen auf diesen Karten herzliche Glück- und Segenswünsche mit Bildern, Sprüchen oder Liedzeilen zum Ausdruck.

Am kommenden Sonntag, dem so genannten Papstsonntag, wird Kardinal Wetter anlässlich der Wahl und Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. vor zwei Jahren um 10.00 Uhr im Münchner Liebfrauendom ein Pontifikalamt zelebrieren. Bei allen Gottesdiensten soll vor allem bei den Fürbitten der Anliegen des Heiligen Vaters gedacht werden.
German Noch Klärungsbedarf
Mar 15, 2007
Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter sieht in der aktuellen Diskussion um die Kinderbetreuung in Deutschland noch erheblichen Klärungsbedarf.

(kna 15.03.2007) Vor allem dürfe der verfassungsmäßig garantierte Schutz von Ehe und Familie nicht vergessen werden, sagte Wetter heute in Freising zum Abschluss der Frühjahrsversammlung der bayerischen Bischöfe. Angesprochen auf die Politik der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte er die Hoffnung, dass diese den Familien helfen und sie nicht kaputt machen wolle.
Selbstverständlich gebe es heute Situationen, in denen Mütter aus vielfältigen Gründen berufstätig sein müssten. Deshalb wollten die Bischöfe berufstätige Mütter auch unterstützen, betonte der Kardinal. Die Kritik der Kirche richte sich aber gegen eine Politik, die einseitig fördere, dass Eltern ihre Kinder schon früh in ein Fremdbetreuungssystem abgeben und dies zum Regelfall werde.
Zum Ökumenischen Kirchentag von 2010 in München meinte Wetter, er wolle den Blick auf das gemeinsam Mögliche zwischen den christlichen Kirchen lenken. Das Bemühen um die Einheit der Christen sei zwar eine beständige Verpflichtung; schnelle Lösungen könnten jedoch um der Ernsthaftigkeit und Trägfähigkeit willen nicht erzwungen werden.
German Eine Ära geht zu Ende
Feb 09, 2007
Der Pfälzer leitete 25 Jahre die größte Diözese in Bayern. Jetzt hat ihn der Papst noch einmal in die Pflicht genommen – bis ein neuer Erzbischof kommt.

(Rheinischer Merkur Nr. 6, 08.02.2007) Nicht alle Gläubigen hat der Amtsverzicht des Münchner Erzbischofs überrascht. „Schad’, dass er geht!“, sagen sie, aber auch das ist zu hören: „Ja mei, neunundsiebzig ist er jetzt bald. Man hat sich’s eh schon denken können.“ Friedrich Kardinal Wetter, 72. Nachfolger des heiligen Korbinian, kam vor fast 25 Jahren von Speyer an die Isar. Im Spätherbst 1982 ist er als Nachfolger von Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Oberhirten der Erzdiözese München und Freising ernannt worden. Am 12. Dezember jenes Jahres wurde er in sein Amt eingeführt.

Ein in Landau geborener Pfälzer in Oberbayern! Das war indes, obwohl Nicht-Bayern das erwarten würden, überhaupt kein Problem. Denn gerade in Altbayern gibt es Menschen, die einen echten Pfälzer eher als einen Landsmann ansehen als jemanden, der aus dem lutherisch dominierten Franken kommt. So musste Wetter aus seinem breiten pfälzischen Dialekt, den er bis heute unverändert spricht, nie einen Hehl machen. Leutselig wirkt er im Gespräch.

Der emeritierte Münchner Dompfarrer Johann Hillreiner sagt: „Er ist ein guter und immer freundlicher Erzbischof, angesehen im ganzen Erzbistum.“ Und nach kurzem Nachdenken fügt er hinzu: „Er ist sogar beliebt. – Ja, beliebt. Und das wird er natürlich auch weiterhin sein.“ Zu dieser Beliebtheit trägt gewiss auch bei, dass der Kardinal volksnah in seinen Vorlieben sein kann. So hat er in den entsprechenden Wochen des Jahres seine große Freude daran, gebührend Fasching zu feiern. Ein „Bischof der Medien“ aber war er nie und wollte es auch nicht sein. Privates gibt er nur sehr ungern preis.

Sanft mutet seine Amtsführung an. „Pax vobis – der Friede sei mit euch“ ist sein bischöflicher Wahlspruch. Auch in politischen Auseinandersetzungen zog der tolerant-sachliche Oberhirte den Dialog der Konfrontation vor. Doch darf man sich nicht täuschen: Zurückhaltend und leise im Ton, konnte er hart in der Sache sein. Schon wenige Beispiele zeigen dies. Wetter kann auch wettern. Deutlich im Tonfall war seine Kritik, als der Bayerische Verfassungsgerichtshof urteilte, dass Kruzifixe aus bayerischen Schulzimmern entfernt werden dürften. Nicht weniger entschieden sprach er gegen die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften: „Damit verabschiedet sich Deutschland aus der Sitten- und Kulturgeschichte.“ In der Debatte um einen Gottesbezug in der EU-Verfassung bezog er vehement Stellung für einen solchen. Deutliche Zweifel äußerte er an der Berechtigung des Irakkrieges.

Vor allem seine immer wieder unerschrocken und sehr akzentuiert vorgetragene Kritik an der Abtreibungspraxis in Deutschland rief empörte Reaktionen der Abtreibungsbefürworter hervor, brachte ihm aber auch die tiefe Zustimmung von Christen ein, denen der Schutz des Lebens ein wirkliches Anliegen ist. In der Auseinandersetzung um den Verbleib der Kirche im staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung aber stellte er sich nicht an die Spitze der Aussteiger und warnte davor, aus dieser ernsten Frage einen „Glaubenskrieg“ zu machen.

Geboren wurde Friedrich Wetter am 20.Februar 1928 als Sohn eines Lokomotivführers. Als 16-jähriger Flakhelfer erlebte er die letzten Kriegsmonate hautnah mit. 1947 machte er das Abitur, 1956 wurde er mit einer Arbeit über Papst Benedikt XII. promoviert. 1965 folgte die Habilitation bei Michael Schmaus. Wetter wurde Professor für Dogmatik in Mainz. Bereits 1953 war er zum Priester geweiht worden, am 28.Mai 1968 wurde er von Papst Paul VI. zum Bischof von Speyer ernannt. Er bewährte sich als Oberhirte im pfälzischen Bistum.

Ende Oktober 1982 folgte die Ernennung zum Erzbischof von München-Freising, gut zweieinhalb Jahre später erhielt er von Johannes Paul II. den Kardinalspurpur. 1987 aber wurde nicht etwa Wetter, sondern der Bischof von Mainz, Karl Lehmann, an die Spitze der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Das galt damals, gelinde gesagt, als Überraschung.

Im Dezember 2002, wenige Monate vor seinem 75. Geburtstag, bot Wetter schließlich – den Bestimmungen des Kirchenrechts gemäß – dem Papst seinen Rücktritt an. Doch Johannes Paul II., der ihn auch von Speyer nach München und Freising geholt hatte, bedeutete ihm, dass er vorerst im Amt bleiben solle. Erst Benedikt XVI. entließ den Münchner Oberhirten in den Ruhestand – allerdings erst nach einer Übergangszeit, in der er als Apostolischer Administrator die Zeit bis zur Amtsübernahme seines Nachfolgers in München selbst überbrückt.

Mit Wetters „Rückzug in zwei Etappen“ geht eine Ära im katholischen Bayern zu Ende. Er leitete nicht nur sein Bistum mit 1,8 Millionen Katholiken – nach Köln eine der bedeutendsten Diözesen in Deutschland –, sondern auch die Freisinger Bischofskonferenz. Damit stand er an der Spitze von sieben bayerischen Diözesen. Der Deutschen Bischofskonferenz gehört er fast vier Jahrzehnte an, als Vorsitzender der Glaubenskommission hatte er dort eine wichtige Position. In römischen Kongregationen, bei Bischofssynoden und in ökumenischen Kommissionen wirkte er an Schaltstellen der katholischen Weltkirche mit.

Drei Mal waren in Wetters Amtszeit in München Päpste zu Gast in Bayern. Den Besuch Benedikts XVI. im vergangenen Jahr konnte der Kardinal als Krönung seiner Laufbahn empfinden. Die herzliche Freude, mit der er den Gast auf dem Marienplatz begrüßte, und die Rührung, die ihn dabei überkam, teilte sich allen Anwesenden mit. Über das Verhältnis zwischen dem Kardinal und dem deutschen Papst wird unterschiedlich gesprochen. Gegensätze in Ausstrahlung und Stil sind nicht zu übersehen. Doch es gibt auch Übereinstimmungen: Bei beiden ist die Marienverehrung ausgeprägt, die sinnfällig auch im Rücktrittsdatum Wetters zum Ausdruck kommt: Pünktlich zum Fest Mariä Lichtmess gab Benedikt XVI. dem entsprechenden Gesuch seines Amtsnachfolgers in München-Freising statt.
German „Wir brauchen einen geistigen Klimawandel“
Feb 05, 2007
Ansprache Kardinal Wetters beim Neujahrsempfang in München (19. Januar 2007).

MÜNCHEN, 20. Januar 2007 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Ansprache, die der Münchner Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter am Freitag beim Neujahrsempfang des Erzbistums im Kardinal-Wendel-Haus in München gehalten hat.

Der Kardinal plädierte für einen „geistigen Klimawandel“, der darin bestehe, „dass wir Gott als Schöpfer und Welt und Mensch als Schöpfung Gottes anerkennen“. In dieser Anerkennung liege im Letzten die „alles entscheidende Zukunftsaufgabe: Wir müssen wieder entdecken und ernst nehmen, dass unsere Welt mit Gott zu tun hat. Es gibt nichts, das nicht auf Gott bezogen wäre.“

Kardinal Wetter sprach sich zudem eindeutig für einen Gottesbezug im EU-Verfassungsvertrag aus und erklärte diesbezüglich: „Wir stehen zur Trennung von Kirche und Staat und bejahen den weltanschauungsneutralen Staat. Aber wir wollen keinen gottlosen Staat und kein gottloses Europa.“

Zuvor hatte er seinen Zuhörern die Zehn Gebote und die Einübung der Tugenden ans Herz gelegt, die entscheidend zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit beitrügen. Eine dieser Herausforderungen ist nach Worten des Kardinals der Schutz der Familie: Denn: „Wer die Familie zur Disposition stellt, stellt die Humanität zur Disposition.“

* * *

Mit großer Freude grüße ich Sie zu unserem diesjährigen Neujahrsempfang. Ich danke Ihnen, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind.

Neujahrsempfänge, auch unsere heutige Zusammenkunft, sind gleichsam Startschüsse in das neue Jahr. Dabei geht es um mehr als nur um ein geselliges Beisammensein. Wir wollen uns aus der Erfahrung des vergangenen Jahres und im Hinblick auf das neue Jahr unserer Weggemeinschaft versichern. Denn wir stehen vor Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können.

Sich dieser Weggemeinschaft zu versichern, ist in einer Zeit, wie wir sie erleben, besonders hilfreich. Es gilt, wachen Geistes die Augen zu öffnen für die Aufgaben, die vor uns liegen, und sie beherzt anzugehen. Dabei müssen wir auch Wege ausfindig machen, die uns in die Zukunft führen. Das gilt für uns alle, für Staat, Gesellschaft und Kirche. Ich erinnere nur an die Reform der sozialen Gesetzgebung unseres Staates und an die seelsorglichen Probleme, die sich uns mit der geringer gewordenen Zahl unserer Priester und Ordensleute stellen. In einer solchen Situation ist es wichtig, nicht in hektischen Aktionismus zu verfallen, der nicht weiterhilft. Da heißt es, zuerst einmal innehalten, sich besinnen, aufeinander hören und aus Erfahrungen lernen.

Das letzte Jahr hat uns in der Kirche eine Erfahrung geschenkt, die uns zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt. Das war der Besuch des Heiligen Vaters. Wie viele Menschen haben sich ehrenamtlich und hauptberuflich weit über das normale Maß hinaus engagiert und begeistern lassen! Immer wieder konnte ich erfahren, wie gut und reibungslos und wie effektiv die Zusammenarbeit unserer kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Stadt und Staat von statten ging; wie kurz die Wege zueinander waren und wie wertvolle Netzwerke dabei entstanden sind.

Welche Freude konnten wir in unserer Stadt und im ganzen Land erleben, eine Freude, die nicht einer oberflächlichen Spaßgesellschaft zuzuordnen ist, sondern aus der Tiefe des Glaubens kam, die Menschen erfasste und weiterwirkt. Viele Menschen – auch außerhalb der Kirche – konnten spüren, was es heißt: „Wer glaubt ist nie allein.“

Für diese Erfahrung dürfen wir alle dankbar sein. Ich sage heute Abend nochmals allen, die zu dem guten Gelingen des Papstbesuches beigetragen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Doch wir wollen heute Abend nicht nur zurückschauen, sondern beherzt und ermutigt durch den Papstbesuch des vergangenen Jahres in die Zukunft blicken.

Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht in den Medien über Reformpläne und Gesetzesvorhaben informiert werden. In der Tat sind Reformen notwendig. Ich nenne nur einige: die Gesundheitsreform; die soziale Absicherung der Arbeitslosen und der alten Menschen; die Sorge für die Armen, damit alle menschenwürdig leben können; die Stärkung von Ehe und Familie, damit Kinder heranwachsen können, umsorgt von der Liebe der Eltern. Die Familie ist und bleibt das Grundmodell menschlichen Zusammenlebens; in ihr werden die Werte, die unser Leben tragen, gelebt und weitergegeben. Wer die Familie zur Disposition stellt, stellt die Humanität zur Disposition. Auch im Bereich der Forschung muss Klarheit herrschen im Umgang mit den embryonalen Stammzellen, d. h. mit dem Menschen an seinem Lebensanfang im embryonalen Zustand.

Es ist nicht leicht, auf all diesen Feldern durch gesetzliche Regelungen Ordnung zu schaffen. Die verantwortlichen Politiker sind wahrlich nicht zu beneiden.

Ich frage mich, kommt diese Schwierigkeit nur aus den so kompliziert gewordenen Zusammenhängen? Man braucht in der Tat bei so manchen Fragen ein gewisses Fachwissen, um zu verstehen, worüber in Berlin gestritten wird.

Doch ist die Komplexität der Materie der einzige Grund, warum wir uns so schwer tun? Rührt die Schwierigkeit, durch gesetzliche Regelungen Ordnung in das menschliche Miteinander zu bringen, nicht auch daher, dass es uns an innerer Ordnung fehlt?

Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Römer, dass Gott auch den Heiden, d.h. allen Menschen, „die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben hat“ (Röm 2,15). Was das Gesetz in unseren Herzen inhaltlich meint, zeigen uns die zehn Gebote. In den ersten drei Geboten wird uns gesagt, dass unser Verhältnis zu Gott stimmen muss und er das Zentrum der Wirklichkeit und das Zentrum unseres eigenen Lebens ist. Im vierten Gebot geht es um das Verhältnis zu den Eltern; damit ist die Ordnung der Familie angesprochen. Das fünfte Gebot sagt uns, dass wir den anderen gelten lassen, ihm keine Gewalt antun sollen. Das sechste Gebot heißt uns, die Ehe heilig zu halten. Im siebten und achten Gebot wird uns gesagt, nicht zu lügen, sondern ehrlich und aufrichtig miteinander umzugehen und sich nicht am Eigentum des anderen zu vergreifen. In den beiden letzten Geboten heißt es, nicht einmal zu begehren, was uns nicht zusteht; also zufrieden zu sein, die Voraussetzung des inneren Friedens.

Auch wenn einige dieser Gebote die Form eines Verbotes haben, zeigen sie uns alle ganz positiv, wie wir unser Leben zu gestalten haben, nicht nur als einzelne, sondern auch als menschliche Gemeinschaft. Die zehn Gebote sind Wegweisungen für ein humanes Leben und ein friedliches Miteinander. Auch wenn diese Gebote in der Bibel stehen, sie sind kein jüdisch-christliches Sondergut, sondern allen Menschen von Gott ins Herz geschrieben, damit sie ihr Leben und ihr Miteinander menschenwürdig gestalten.

Würden wir uns mehr an die Ordnung halten, die Gott uns in unser Inneres, wie Paulus sagt, ins Herz geschrieben hat, wir bräuchten viel weniger staatliche Gesetze. Die dicken Gesetzescodices würden zusammenschrumpfen auf handliche, überschaubare Bücher. Je weniger Ordnung von innen kommt, umso mehr braucht es Gesetze, um die Ordnung durch äußere Maßnahmen herzustellen und abzusichern. Hier liegt wohl ein Grund unserer Gesetzesflut.

Und noch ein Zweites möchte ich anfügen. Wäre die innere Ordnung unseres Menschseins stärker ausgeprägt, würde es sicher leichter fallen, komplizierte Bereiche gesetzlich zu ordnen, wie das heute ansteht, oder auch die Knoten ausweglos erscheinender Personalprobleme aufzulösen.

Eine wichtige Hilfe, die innere, geistige Ordnung aufrecht zu halten, sind die Tugenden. Plato unterscheidet vier Tugenden, die Haltungen sind und zugleich Handlungsaufforderungen für jeden Menschen: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Sie stehen heute nicht gerade hoch im Kurs und sind nicht für einen elitären Kreis von Lebenskünstlern gedacht. Tugenden sind Grundhaltungen, die zu einem geglückten und erfüllten Leben führen – persönlich, politisch und gesellschaftlich. Josef Pieper schreibt: „Tugend ist nicht die gezähmte Ordentlichkeit und Bravheit des Spießbürgers, sondern seinshafte Erhöhung der menschlichen Person … die Erfüllung menschlichen Seinkönnens.“

Da es uns heute um unsere Weggenossenschaft ins neue Jahr geht, möchte ich nur die eine Tugend herausgreifen, die auf das Gemeinwohl bezogen ist: Das ist die Temperantia, das Maß, die Mäßigung, das Anerkennen und Einhalten der eigenen Grenzen.

Bei seiner Weihnachtsansprache an die Kurie brachte Papst Benedikt ein brisantes Beispiel zur Sprache: „Das Erkennen des Menschen, seine Beherrschung der Materie durch die Kraft des Erkennens hat inzwischen Fortschritte gemacht, die man sich ehedem nicht hätte vorstellen können. Aber die Macht des Menschen, die ihm von der Wissenschaft her zugewachsen ist, wird immer mehr zu einer Gefahr, die ihn selbst und die Welt bedroht. Die ganz auf das Beherrschen der Welt gerichtete Vernunft akzeptiert keine Grenzen mehr. Sie ist dabei, den Menschen selbst nur noch als Materie ihres Produzierens und Könnens zu behandeln. Unser Erkennen wächst, aber zugleich gibt es eine Erblindung der Vernunft für ihre eigenen Gründe; für die Maßstäbe, die ihr Richtung und Sinn geben. Der Glaube an den Gott, der selbst die schöpferische Vernunft des Ganzen ist, muss von der Wissenschaft neu als Herausforderung und als Chance angenommen werden.“

Eine interessante Gegenläufigkeit wird hier offenbar. Eine Vernunft, die sich selbst Grenzen setzt, indem sie Gott ausklammert, erkennt nicht mehr ihre eigenen Grenzen. Sie gerät in Gefahr, blind zu werden für das Menschsein des Menschen, ja, das Menschsein abzuschaffen, so wie ein Bergwanderer, der die Begrenzungen seines Weges nicht sieht und in die Tiefe stürzt.

Ich möchte noch ein zweites Beispiel anfügen, das ebenfalls beunruhigt. Das ist der Umgang mit der Natur, die heute durch den Menschen ihre größte Gefährdung erleidet. Wir brauchen die Tugend der Temperantia, des Maßes, der Bescheidenheit. Wir dürfen nicht durch habgierigen Raubbau die Natur ausbeuten, sie durch ungehemmte Schadstoffemissionen vergiften und so den Lebensraum der kommenden Generationen zerstören. Wir müssen die Grenzen, die uns im Umgang mit der Natur gesetzt sind, anerkennen. Das hat auch mit Gott zu tun. Er hat uns geheißen, den Garten Eden, d. h. die uns anvertraute Natur zu bebauen und zu behüten, nicht aber auszubeuten und zu zerstören.

Heute ist viel vom Klimawandel die Rede, meist mit besorgtem Unterton. Ja, wir brauchen einen Klimawandel, doch ganz anderer Art, nämlich in unserem Denken. Wir brauchen einen geistigen Klimawandel, der darin besteht, dass wir Gott als Schöpfer und Welt und Mensch als Schöpfung Gottes anerkennen.

„Die Welt braucht Gott. Wir brauchen Gott“, sagte Papst Benedikt beim Gottesdienst in München-Riem. Wir brauchen ihn, nicht nur um unseres ewigen Heiles willen. Wir brauchen ihn auch, um in dieser Welt richtig zu leben.

In seiner Weihnachtsansprache vor den Mitgliedern der Kurie kam der Papst nochmals auf seinen Besuch bei uns zu sprechen. Er sagte: „Das große Thema meiner Deutschland-Reise war Gott. Die Kirche muss über vieles sprechen – über die Fragen des Menschseins, über ihre eigene Gestalt und Ordnung usw. Aber ihr eigentliches und in gewisser Hinsicht einziges Thema ist „Gott“. Und das große Problem der westlichen Welt ist die sich ausbreitende Gott-Vergessenheit. Im letzten lassen sich – davon bin ich überzeugt – alle Einzelprobleme auf diese Frage zurückführen.“

Wir stehen hier vor der alles entscheidenden Zukunftsaufgabe: wir müssen wieder entdecken und ernst nehmen, dass unsere Welt mit Gott zu tun hat. Es gibt nichts, das nicht auf Gott bezogen wäre. Denn er ist „das Zentrum der Wirklichkeit und das Zentrum unseres eigenen Lebens“, wie Papst Benedikt sagte. Mit dieser Einsicht und der Tugend der Mäßigung können wir unsere vielfältigen Aufgaben bewältigen.

Das gilt auch für den Aufbau des geeinten Europas, in dem Deutschland für ein halbes Jahr den Vorsitz innehat. Welches Europa wollen wir? Sind sich alle Europäer darüber im Klaren? Wollen wir einen Zweckverband oder eine Wertegemeinschaft? Hier spielt der oft geforderte, aber immer noch nicht aufgenommene Gottesbezug in der Präambel des Grundlagenvertrags eine große Rolle.

Wodurch errang Europa eine besondere Stellung in der Welt? Durch Errungenschaften, die Europa dem Christentum verdankt: der Mensch als Ebenbild Gottes und seine einzigartige, unzerstörbare Würde; die Gleichheit aller Menschen – unabhängig von Status, Herkunft, Aussehen oder Kultur; unsere Werteordnung mit Rechten und Pflichten. Auf dieser Grundlage hat sich eine Kultur entwickelt, die weltweite Ausstrahlung gewonnen hat. Diesem Menschenbild mit seiner Werteordnung verdankt sich auch unser Grundgesetz. Der christliche Glaube hat die Kultur unseres Kontinents geformt.

Mit der Forderung des Gottesbezugs in der Europäischen Verfassung verlangen wir nicht, dass alle an den Vater Jesu Christi glauben müssen. Es geht um Gott als höchste Instanz, über die niemand, auch kein Parlament verfügen kann und der wir alle Rechenschaft schuldig sind, wie es uns das Gewissen sagt.

Von Gott kommen die Wurzeln, aus denen Europa hervorgegangen ist. „Man schneidet nicht die Wurzeln ab, aus denen man gewachsen ist“ (Johannes Paul II. 20.06.2004)
Wir stehen zur Trennung von Kirche und Staat und bejahen den weltanschauungsneutralen Staat. Aber wir wollen keinen gottlosen Staat und kein gottloses Europa.

Die Widerstände gegen die Aufnahme des Gottesbezugs in die Verfassung zeigen, wie weit die Gott-Vergessenheit, von der Papst Benedikt sprach, in Europa vorangeschritten ist. Hier besteht Handlungsbedarf, damit Europa kein seelenloses Gebilde wird, sondern ein von Humanität beseelter Kontinent. Es wäre zu wünschen, dass während der deutschen Präsidentschaft dieses große, gemeinsame Anliegen wieder lebendig wird und zur Sprache kommt.

Ich darf Ihnen heute zum 25. Mal an dieser Stelle meine guten Wünsche zum neuen Jahr entbieten. Wenn ich auf diese Zeit zurückschaue, erfüllt mich dies mit Zuversicht.

Am Beginn eines jeden Jahres durfte ich mit Ihnen Neuland betreten, das dunkel vor uns lag. Jedes Jahr durchschritten wir in vielen kleinen Schritten, indem wir auf Fragen Antworten suchten und unsere Aufgaben erfüllten, so gut wir es konnten. Dabei durften wir eine Erfahrung machen, die uns auch am Beginn dieses Jahres hoffnungsvoll stimmt: Es gibt einen Weg, der uns sicher in die Zukunft führt. Dieser Weg hat einen Namen: Jesus Christus. Hat doch der Herr gesagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Diesem Weg vertrauen wir uns auch in diesem Jahr an. Auf ihm finden wir, was unser Leben frei, schön und groß macht.

Diese Zuversicht wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen und Gottes Segen für das neue Jahr.

[Vom Erzbistum München-Freising veröffentlichtes Original]
German Aufhören zur schönsten Zeit
Feb 03, 2007
Kardinal Wetters Demission überrascht selbst enge Mitarbeiter - und gehorcht einer strengen Dramaturgie.

(Süddeutsche Zeitung vom 3.2.2007) Der Kardinal betritt den Karmelitersaal durch die Hintertür. Vorne wäre ohnehin kein Durchkommen ob der vielen Mikrophone und Kameras. "All das für mich?", flüstert er, mehr zu sich selbst als in Richtung der Wartenden.

Dann setzt er sich, lächelt kurz und verliest, gerahmt von seinem Generalvikar Robert Simon und dem in Kirchenrecht versierten Offizial Lorenz Wolf, das dreizehn Sätze umfassende Statement zum eigenen Rücktritt; als er für das "mir lieb gewordene Erzbistum" Gottes Segen erbittet, zittert seine Stimme. Nach zwanzig Minuten ist die am Morgen überraschend angekündigte Pressekonferenz vorüber und der Kardinal schon wieder still und heimlich entschwunden.

Es ist ein Abgang, der zu Friedrich Wetter passt. Ein Mann der großen Worte und Gesten ist er nicht; er wirkt immer etwas unsicher, wenn Kameras auf ihn gerichtet sind. Und: Wetter mag es nicht, wenn zu viel Aufhebens um ihn gemacht wird. Was er in den wenigen Sätzen sagt, ist allerdings ein Coup. Der Kardinal tritt zurück und bleibt doch dem Bistum bis zur Ernennung eines Nachfolgers als "Apostolischer Administrator" erhalten - quasi als sein eigener Vertreter. Das Konstrukt hat der Papst selbst vorgeschlagen.

Es reifte bei Wetters letzten Besuchen in Rom und zahlreichen Telefonaten zwischen ihm und Benedikt XVI. Und es hat zwei Dinge zur Folge: Zum einen wird eine lähmende Übergangszeit vermieden, zum anderen "schützt es das Bistum vor den herumstreunenden Hyänen, wenn der starke Mann noch da ist", wie ein Kirchenmann sagt.

Schutz vor den Hyänen

Die Meldung vom Rücktritt kam am Freitag nicht nur für Journalisten überraschend. Selbst im Ordinariat gingen die Mitarbeiter davon aus, dass Wetter sich noch einige Monate mit dem Rücktritt Zeit lassen werde. Man bereitete in aller Seelenruhe die Sonderzüge nach Rom vor, die im April die Gläubigen zum 80.Geburtstag des Papstes bringen sollen. Lediglich der engste Kreis der Mitarbeiter wusste Bescheid; das Domkapitel erfuhr am Dienstag, dass es ernst wird - hielt aber dicht.

Aber auch dort wurde gerätselt. Der Kardinal ist gesund, hat Freude an der Arbeit. Warum sollte er jetzt schon gehen? Klar war nur, dass Wetter nicht länger als bis zu seinem 80. Geburtstag im Amt bleiben würde, doch in zwei Wochen, am 20. Februar, wird Wetter erst 79. Erst das Administrator-Konstrukt machte den Rücktritt logisch, erspart es doch dem Bistum eine bischofslose Zeit.

Dies direkt an seinem Geburtstag zu verkünden, hielt Wetter aber für unpassend - das Datum fällt diesmal auf den Faschingsdienstag. Ein symbolträchtiges Kirchenfest schien da geeigneter: Am gestrigen Freitag war Mariä Lichtmess, das Ende der Weihnachtszeit und der Tag, an dem früher die Dienstboten ihren Arbeitsplatz wechselten.

Als Dienst hat auch der gebürtige Pfälzer Friedrich Wetter sein Amt stets verstanden. Allerdings mussten sich Hirte und Volk erst aneinander gewöhnen, als Wetter im Oktober 1982 von Speyer nach München wechselte. Blass und unbeholfen wirkte der ehemalige Dogmatik-Professor Wetter im Vergleich zu seinem Vorgänger Joseph Ratzinger, der an die Spitze der vatikanischen Glaubenskongregation berufen worden war.

Doch während Ratzinger das Erzbistum polarisiert hatte, ging Wetter dazu über, es mit Fingerspitzengefühl zu leiten. Von manchen Amtsbrüdern wird er dafür belächelt, weil er angeblich die Zügel zu locker halte. Aber dafür darf in den Gremien offen geredet werden, es gibt kaum Zwist mit den Uni-Professoren der katholischen Fakultät, und in kaum einem Bistum sind so viele Führungspositionen mit Frauen besetzt worden wie in München.

Zur Tagespolitik äußert sich Wetter vor allem, wenn er die Würde der Menschen bedroht sieht - durch die Genforschung, ein zu rigides Asylrecht oder auch wenn es gilt, den Sonntag arbeitsfrei zu halten. Nach dem Kruzifixurteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1995 ließ er einen Massenprotest auf dem Marienplatz organisieren, schon um den Politikern zu zeigen, wie viel Volk die katholische Kirche in Bayern mobilisieren kann.

2002 ließ Wetter die Archive seines Vorgängers während der NS-Zeit, Michael von Faulhaber, öffnen, um eine bessere Aufarbeitung des Verhältnisses zwischen Kirche und Nationalsozialismus zu ermöglichen. Hart war für ihn die Zeit, als die deutschen Bischöfe mit Papst Johannes PaulII. um die Schwangerenberatung rangen. Wetter wollte aus dem staatlichen System nicht aussteigen, doch er fügte sich. Wetter, sagen Vertraute, scheue sich nicht, die von Rom gesetzten Grenzen auszuschreiten. Überschreiten würde er sie nie.

Ein treuer Begleiter

Sein Privatleben hütet der Kardinal wie einen Schatz. Wetters persönliche Räume im Kardinal-Wendel-Haus kennen nicht einmal enge Mitarbeiter. Seinen Tagesablauf strukturiert er mit festen Gebetszeiten, abends beantwortet er Briefe oder liest Fachliteratur, ab und zu einen Roman. Ansonsten identifiziert sich Wetter völlig mit der ihm übertragenen Aufgabe. Er lege, hat er gesagt, das Amt "am Abend nicht ab wie eine Rüstung", sondern bleibe "immer Bischof und immer Mensch".

Bereits zu seinem 75. Geburtstag hatte er angedeutet, auf keinen Fall so lange mit dem Rücktritt zu warten, bis er darum gebeten wird. Der Kardinal ist nicht Edmund Stoiber. Wetter wollte den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Der Papstbesuch im vergangenen Sommer war ein emotionaler Höhepunkt seiner Amtszeit - schöner wird’s nimmer. Auch ist die Bayerische Bischofskonferenz, deren Vorsitzender Wetter ist, schon länger kein Hort der Einigkeit mehr, der zum Verweilen einlädt.

Eine Rolle spielt sicher auch, dass 2010 in München der zweite Ökumenische Kirchentag stattfinden wird und der Nachfolger hinreichend Zeit zur Vorbereitung des Treffens haben soll. Und auch ein persönlicher Aspekt dürfte mitschwingen: Vor zwei Wochen erst hatte der Kardinal seinen treuen Wegbegleiter Valentin Doering, den Chef des Katholischen Büros, in den vorzeitigen Ruhestand gehen lassen müssen.

Ob er im kommenden Jahr seinen 80.Geburtstag als oberster Hirte des Erzbistums feiern werde, wollen die Journalisten noch wissen. Der Kardinal lächelt fein und schweigt.
German Rücktritt oder Verlängerung?
Feb 03, 2007
Erst klang es so, als wolle er sein Amt abgeben - jetzt stellt sich heraus, dass Kardinal Wetter dem Erzbistum München noch länger erhalten bleibt. In der Kirche gehen die Uhren anders.

(Süddeutsche Zeitung, 02.02.2007) Am Vormittag meldeten die Agenturen, dass Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising, von seinem Amt zurücktreten wolle. Für den Mittag lud das Bischöfliche Ordinariat München zur Pressekonferenz - und beeilte sich, zu verkünden, dass dies kein echter Rücktritt sei. Es handele es sich vielmehr um eine übergangsweise Verlängerung seiner Amtszeit in anderer Form.

Rahmen

Wetter habe dem Papst schon vor mehr als vier Jahren, im Dezember 2002, seinen Rücktritt angeboten. Das sei so üblich im Kirchenrecht: Sobald ein Diözesanbischof 75 Jahre alt werde, biete er dem Papst die Niederlegung seiner Ämter an. Papst Johannes Paul II. habe das Gesuch aber damals nicht angenommen. Deshalb musste Wetter weitermachen.

Juristischer Kunstgriff

Nun steht mit dem 20. Februar Wetters 79. Geburtstag vor der Tür, in genau einem Jahr also der 80., und deshalb hat der Kardinal den Papst bei einem Gespräch erneut an den gewünschten Amtsverzicht erinnert. Inzwischen ist Papst Benedikt im Amt, Wetters Vorgänger in München - und er hat Wetter nun von seinen Ämtern befreit.

Nicht aber, ohne Wetter darum zu bitten, seine Arbeit trotzdem weiterzumachen - bis ein Nachfolger für ihn gefunden wurde. Und zwar als "Apostolischer Administrator", ausgerüstet mit allen Rechten und Pflichten wie bisher, wie der Offizial Domdekan Lorenz Wolf erklärt.

Ein rein juristischer Kunstgriff also, es bleibt in der Praxis zunächst alles beim alten - allerdings wurde damit die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet. Bis dahin aber sei München durch diese seltene Lösung nicht ohne Bischof.

"Aus Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Vater und aus meiner Verbundenheit mit ihm und den Gläubigen unseres Bistums bin ich gern bereit, diesen mir angetragenen Dienst zu übernehmen", sagt Friedrich Kardinal Wetter. Das Erzbistum sei ihm lieb geworden.

Geheime Listen

Auch in Rom ist man froh über die Entscheidung Wetters, seine Arbeit weiter zu machen, bis es einen Nachfolger gibt. Die Suche nach einem neuen Bischof nämlich kann lange dauern. Mindestens Monate, manchmal auch Jahre. Nicht nur deshalb, weil ein neuer Bischof für München gut inspiziert sein möchte, sondern auch deshalb, weil ein langwieriger juristischer Prozess dafür in Gang gesetzt werden muss. Für die infrage kommenden Nachfolger gibt es geheime Listen, außerdem erstellt das Erzbischöfliche Ordinariat ad hoc eine neue.

Möglicherweise sei diese Lösung eine erste Reaktion darauf, dass erst kürzlich in Rom bemängelt wurde, die bischofslose Zeit während der Suche nach einem Nachfolger sei beschwerlich, vermutet Generalvikar Domkapitular Robert Simon.

"Ich bin sein engster Mitarbeiter", so Simon. Nach dem Gesundheitszustand des Kardinals befragt, könne er durchaus sagen, dass dieser "gut beisammen" sei. Dessen Schwester sei schließlich auch über 90 Jahre alt geworden - der Terminkalender für das kommende Jahr sei jedenfalls voll.

Friedrich Kardinal Wetter selbst bittet die Gläubigen, "für einen guten Nachfolger auf dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian zu beten. So erweisen wir Verbundenheit mit dem Heiligen Vater, dem sein Heimatbistum so sehr am Herzen liegt."
German Kardinal Wetter geht - und bleibt doch
Feb 03, 2007
Es ist ein für deutsche kirchliche Verhältnisse seltener Vorgang: Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, gibt drei Wochen vor seinem 79. Geburtstag am 20. Februar sein Amt in die Hände des Papstes zurück, bleibt aber vorerst sein eigener Nachfolger.

(Die Welt, 03.02.2007) München/Bonn - Es ist ein für deutsche kirchliche Verhältnisse seltener Vorgang: Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, gibt drei Wochen vor seinem 79. Geburtstag am 20. Februar sein Amt in die Hände des Papstes zurück, bleibt aber vorerst sein eigener Nachfolger an der Spitze des größten bayerischen und fünftgrößten deutschen Bistums. "Papst Benedikt hat mir angetragen, bis zur Bestellung eines neuen Erzbischofs als Apostolischer Administrator mit allen Rechten und Vollmachten eines Diözesanbischofs das Erzbistum wie bisher weiter zu leiten", sagte der Kardinal gestern in München. Ähnlich wurde vor Jahrzehnten schon einmal in Trier verfahren.

Der ehemalige Dogmatikprofessor Wetter, Sohn eines Lokomotivführers aus Landau (Pfalz), von 1968 an 14 Jahre lang Bischof von Speyer, hatte 1982 die Nachfolge von Joseph Ratzinger als Münchner Erzbischof angetreten und war 1985 ins Kardinalskollegium berufen worden. Offensichtlich hat sich Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., für seine ehemalige Diözese bewusst für die selten praktizierte Regelung entschieden. Üblicherweise wird nach dem Rücktritt oder Tod eines Bischofs ein Weihbischof oder ein Mitglied des Domkapitels als Administrator (Verwalter) eingesetzt, der allerdings keine den künftigen Oberhirten bindenden wichtigen Entscheidungen treffen darf.
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Im Fall München - neben Köln der bedeutendste katholische Bischofssitz in Deutschland - ist nun vieles anders. Der Kardinal bleibt auch weiter Vorsitzender der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Wetter hatte schon, wie es für Bischöfe vorgeschrieben ist, mit Erreichen des 75. Lebensjahrs im Jahr 2003 Papst Johannes Paul II. um Versetzung in den Ruhestand gebeten, wurde aber bis auf Weiteres im Amt belassen. Für Kardinäle ist eine Abweichung von der Altersgrenze bis zum 80. Lebensjahr möglich. Wetter ist seit über 24 Jahren Erzbischof von München und damit der dienstälteste Bischof in Deutschland.

Dennoch wurde die gestern zeitgleich in Rom und München bekannt gegebene Entscheidung mit Überraschung aufgenommen. Die bayerische Landeshauptstadt steht 2010 im Zeichen des Zweiten Ökumenischen Kirchentags, für den die Vorbereitungen angelaufen sind. Die Erzdiözese ist zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Gastgeberin des Christentreffens, an das sich viele Hoffnungen auf ein weiteres Zusammenrücken der Kirchen knüpfen. Als Administrator kann Kardinal Wetter die Vorarbeiten weiter mit beeinflussen.

Für die Ernennung eines neuen Erzbischofs hat der Papst nach dem Bayern-Konkordat weitgehend freie Hand. Das Domkapitel darf zwar Vorschläge machen, Benedikt XVI. ist aber nicht an sie gebunden. Der Augsburger Bischof Walter Mixa äußerte gestern die Hoffnung, dass "alsbald" ein würdiger Amtsnachfolger gefunden werde. In der Vergangenheit waren Mixa selbst, aber auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, als denkbare Wetter-Nachfolger genannt worden.

Als Erzbischof verstand sich Friedrich Wetter als "erster Pfarrer des Bistums". Er zeigte sich bemüht, der "Gefahr bischöflichen Managertums zu widerstehen". In der Diskussion um die Neufassung des Abtreibungsparagrafen 218 rief Wetter im September 1991 alle Abgeordneten zur Gewissenserforschung auf. Als Papst Johannes Paul II. 1999 den "Ausstieg" der Kirche aus dem staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung anordnete, nahm der Kardinal jedoch differenziert Stellung und verbarg dabei seinen persönlichen Gewissenskonflikt nicht.

2002 öffnete Wetter der Wissenschaft den Zugang zum Archiv des 1952 verstorbenen Kardinals Michael von Faulhaber und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des Verhältnisses von Kirche und NS-Staat. "Wir stehen zu unserer Geschichte", begründete er diesen Schritt. 1987 galt Wetter als Favorit für die Nachfolge Joseph Höffners an der Spitze des deutschen Episkopats. Gewählt wurde aber der Mainzer Bischof und heutige Kardinal Karl Lehmann.
German Münchner Erzbischof Friedrich Wetter legt Amt nieder
Feb 03, 2007
Der Münchner Erzbischof, Kardinal Friedrich Wetter, hat am Freitag sein Bischofsamt altersbedingt niedergelegt. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers werde er das Erzbistum München und Freising aber als Apostolischer Administrator (Verwalter) weiterhin leiten, sagte der katholische Oberhirte, der in wenigen Tagen 79 Jahre alt wird, in München.

München (dpa, 02.02.2007) - Damit entspreche er einem ausdrücklichen Wunsch von Papst Benedikt XVI., sagte Wetter. Er steht seit 1982 an der Spitze des Erzbistums mit rund 1,8 Millionen Katholiken. Derzeit sind vier von 27 Bistümern in Deutschland vakant: München, Speyer, Limburg und Görlitz.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) begrüßte die Interimslösung: «Wir sind froh und dankbar, dass Kardinal Wetter uns als geistlicher Oberhirte der Erzdiözese München-Freising bis zur Berufung eines Nachfolgers erhalten bleibt.» Stoiber würdigte Wetter als «großen Seelsorger» und herausragenden Repräsentanten der katholischen Kirche in Deutschland. Mit seinem besonderen Fingerspitzengefühl sei Wetter «ein Brückenbauer der Kirche zur Gesellschaft und innerhalb der katholischen Kirche».

Mit der Ernennung zum Apostolischen Administrator durch den Papst behält Wetter alle Bischofsrechte und -pflichten. Er bleibt auch Vorsitzender der katholischen Bischöfe in Bayern und Mitglied in der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Mit der gefundenen Interimslösung werde der Weg freigemacht, rasch die Suche nach einem geeigneten Nachfolger einzuleiten, erläuterte der Münchner Domkapitular Robert Simon. Zudem werde es damit nicht die oft als sehr lang und für die Seelsorge belastend empfundene «bischofslose Zeit» geben.

In Kirchenkreisen wurde darauf verwiesen, dass im Jahre 2010 in München der zweite Ökumenische Kirchentag stattfinden wird und Wetter seinem Nachfolger offenbar hinreichend Zeit zur Vorbereitung des Treffens geben will. Wetter wird am 20. Februar 79 Jahre alt. Nach kirchlicher Praxis hätte er spätestens im Jahre 2008, mit dem 80. Geburtstag, aus Altersgründen aus dem Amt scheiden müssen.

Wetter hatte seinen Rückzug bewusst auf das Marienfest Mariä Lichtmess gelegt, um ein Zeichen seiner Marienverehrung zu setzen. Bereits im Februar 2003 hatte er mit Vollendung seines 75. Lebensjahres dem damaligen Papst Johannes Paul II. seinen Amtsverzicht angeboten, wie es das Kirchenrecht vorsieht. Johannes Paul II. hatte damals aber entschieden, Wetter vorerst im Amt zu belassen. Vor kurzem habe er Papst Benedikt an seinen eigenen 80. Geburtstag im kommenden Jahr erinnert, und dieser habe seinem Rücktrittsgesuch nun stattgegeben, sagte Wetter.

Mit der Interimslösung bringe Papst Benedikt «seine besondere Verbundenheit mit seinem Heimatbistum, das ihm am Herzen liegt, und auch seine besondere Wertschätzung unseres Erzbischofs zum Ausdruck», sagte Domkapitular Simon. In einem Brief an die Priester und Pfarrgemeinden des Erzbistums bat Wetter nach Angaben des Ordinariats die Katholiken um «das Gebet für einen guten Nachfolger».

Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich bedauerte Wetters Amtsverzicht, zollte ihm aber zugleich großen Respekt. «Ich freue mich auf die weitere gute ökumenische Kooperation mit Kardinal Wetter», erklärte Friedrich. Der katholische Augsburger Bischof Walter Mixa wertete die Interimslösung für Wetter als «Zeichen der Wertschätzung durch den Heiligen Vater».
English Nunc Dimittis
Feb 02, 2007
On this feast of the Presentation, Benedict XVI accepted the resignation of his successor as archbishop of Munich and Freising, Cardinal Frederich Wetter.

(Whispers in the Loggia, 02/02/2007)

On this feast of the Presentation, Benedict XVI accepted the resignation of his successor as archbishop of Munich and Freising, Cardinal Frederich Wetter. Indicating that the Bavarian Pope is still considering his choices for the next bearer of Corbinian's Load and the leadership of his native diocese, no successor was named to Wetter, who turns 79 later this month.

Shown here with his predecessor during the papal homecoming in Bavaria last September, the cardinal was named to replace then-Cardinal Ratzinger six months after the native son archbishop left for Rome and the top job at the CDF. He was elevated to the college of cardinals in 1985, and despite holding the metropolitan post of Germany's historical Catholic heartland, has largely taken a back seat on the public stage to Cardinals Joachim Meisner of Cologne, the country's senior churchman, and Karl Lehmann of Mainz, the president of the German episcopal conference.

If the current German leadership were given a similar stay of retirement as that granted Wetter, Benedict's pick to lead Munich and Freising's 1.3 million Catholics could well end up being the lone major personnel move he makes in his homeland. Cardinal Meisner -- a Ratzinger favorite -- turned 73 on Christmas Day, and the other two German cardinals (Lehmann and Georg Sterzinsky of Berlin) both turn 71 in the coming months.

Europe's largest nation, which hasn't received a new cardinal since the red hat was given Lehmann and the late Johannes Joachim Degenhardt of Paderborn in the 2001 mega-crop, could well end up getting two at an impending consistory (expected for June) if the pontiff decides to elevate his Bavarian successor quickly alongside Degenhardt's heir, the 58 year-old Archbishop Hans-Josef Becker.

Also in things German today, the Pope accepted the resignation of Bishop Franz Kamphaus of Limburg. The circumstances for the timing are unknown, but Kamphaus is entering retirement exactly on his 75th birthday.
German Kardinal Wetter gibt Annahme seines Amtsverzichts bekannt
Feb 02, 2007
Gleichzeitig Bestellung von Kardinal Wetter als Apostolischen Administrator für das Erzbistum München und Freising - Statement im Wortlaut.

München, 2. Februar 2007 (ok) Der Erzbischof und Apostolische Administrator von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, hat bei der Pressekonferenz am Fest Mariä Lichtmess, 2. Februar 2007, folgende Erklärung abgegeben:

"Das kirchliche Recht sieht vor, dass ein Diözesanbischof, der das 75. Lebensjahr vollendet hat, dem Papst seinen Amtsverzicht anbietet, der dann nach Abwägung aller Umstände eine Entscheidung trifft (Can. 401, § 1).

Demgemäß habe ich am 1. Dezember 2002, etwa ein Vierteljahr vor Vollendung meines 75. Lebensjahres, dem Heiligen Vater, damals Papst Johannes Paul II., die Entscheidung über meinen Amtsverzicht angeboten.

Verbunden mit dem Apostolischen Segen des Papstes übermittelte mir der Apostolische Nuntius bereits am 17. Dezember 2002 den Bescheid aus Rom, dass ich bis auf weiteres Erzbischof von München und Freising bleiben solle.

Bei meinem letzten Gespräch mit dem Heiligen Vater vor einigen Wochen habe ich ihn daran erinnert, dass ich am 20. Februar 2008 das 80. Lebensjahr vollenden werde.

Im Hinblick auf meinen 80. Geburtstag im nächsten Jahr hat Papst Benedikt meinen vor gut vier Jahren ausgesprochenen Amtsverzicht jetzt angenommen. Ich habe mich mit ihm darüber verständigt, dass ich mein Amt als Erzbischof von München und Freising heute, am 2. Februar, dem Fest Maria Lichtmess, in seine Hände zurückgebe. Die Annahme des Amtsverzichtes wird zur gleichen Zeit in Rom und München mitgeteilt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, nach Maßgabe des Kirchenrechts und des Bayerischen Konkordats einen Nachfolger für das Amt des Erzbischofs von München und Freising zu suchen.

Papst Benedikt hat mir angetragen, bis zur Bestellung eines neuen Erzbischofs als Apostolischer Administrator mit allen Rechten und Vollmachten eines Diözesanbischofs das Erzbistum wie bisher weiter zu leiten.

Aus Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Vater und aus meiner Verbundenheit mit ihm, wie mit den Gläubigen unseres Erzbistums, habe ich mich bereiterklärt, diesen mir von ihm angetragenen Dienst zu übernehmen.

Von heute an werde ich das Bischofsamt im Erzbistum München und Freising als der von Papst Benedikt bestellte Apostolische Administrator wahrnehmen und unser Bistum mit allen Rechten und Vollmachten wie bisher leiten.

Ich danke dem Hl. Vater, dass er mir diese Aufgabe anvertraut hat. Ich werde sie gern für das mir lieb gewordene Erzbistum erfüllen. Möge Gottes Segen darauf ruhen."

Friedrich Cardinal Wetter
Erzbischof von München und Freising
German Thema Ehe und Familie: Kardinal Wetter bei der Jahresabschluss-Pressekonferenz in München
Dec 20, 2006
„Die katholische Kirche ist den Wünschen der jungen Generation verbunden, wenn sie unbeirrt am Leitbild von Ehe und Familie festhält“

MÜNCHEN, 20. Dezember 2006 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen die Erklärung, die der Münchner Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter am vergangenen Freitag im Münchner Presse-Club in Bezug auf die Haltung der Kirche zum Thema Ehe und Familie machte.

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Das Thema Familie hat Hochkonjunktur in Deutschland. Politik, Wirtschaft und andere Verantwortliche in der Gesellschaft wetteifern, die Familie hochzuhalten und hochzupreisen. Die Motive für dieses Engagement, das gutzuheißen ist, sind freilich unterschiedlich.

Auffällig ist vor allem, dass in der Diskussion über Familie deren nach wie vor entscheidendes Fundament, nämlich die Ehe zwischen Mann und Frau, oft ausgeblendet oder gar als traditionalistisches und überholtes Modell gewertet, ja ausgemustert wird. Das steht gegen Wortlaut und Inhalt unserer Verfassung, die bei den Grundrechten in Artikel 6 unübersehbar formuliert: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Gemeinschaft.“

Eine ganz pragmatische Interpretation dieses Artikels ist, dass der Staat ein entschiedenes Interesse an der Erhaltung des Staatsvolkes haben muss. Dies ist angesichts der demographischen Entwicklung in unserem Land und ihren Auswirkungen auf das soziale System und das Zusammenleben zwischen den Generationen eine sehr notwendige Betrachtung.

Wenn der Staat nicht beurteilen will und wohl auch nicht kann, in welchen Gemeinschaften und Formen Menschen zusammenleben wollen, so darf er doch nicht außer acht lassen, dass zum optimalen Aufwachsen von Kindern immer noch ein Ehepaar – Vater, Mutter – ganz wichtig sind.

Ich weiß, wenn man dies sagt, gefällt es nicht allen. Aber vielleicht muss es gerade deswegen wieder gesagt werden, damit das Selbstverständliche vor lauter Rücksicht auf andere Befindlichkeiten und Lebensumstände nicht aus dem Blick und aus dem Bewusstsein gerät. Die Ehe von Mann und Frau, aus der die Familie hervor wächst, ist das Grundmodell menschlicher Gemeinschaft.

Die katholische Kirche bejaht und fördert, unbeirrt durch alle gesellschaftlichen Diskussionen, das Leitbild einer auf Dauer angelegten Ehe und Familie. Ehe und Familie sind aus der Sicht der Kirche von grundlegender Bedeutung auch dafür, dass Kinder sich seelisch, geistig, sozial und körperlich gesund entwickeln können und gute Lebenschancen haben.

Damit wird deutlich, dass dieses Leitbild weder traditionalistisch noch vergangenheitsorientiert, sondern gegenwartsbezogen und zukunftsorientiert ist. Wenn die Schöpfungsordnung der Ehe verwischt wird – Papst Benedikt XVI. hat dies gegenüber den deutschen Bischöfen erst kürzlich ausdrücklich erklärt – dann wird es nach den Worten des Papstes „immer schwerer, Kinder anzunehmen und ihnen jenen dauerhaften Raum des Wachsens und Reifens zu schenken, der nur die auf der Ehe gründende Familie sein kann“ (vgl. Ansprache vom 18. November 2006).

Dass die Kirche damit gegenwartsbezogen und zukunftsorientiert argumentiert, belegen empirische Umfragen, etwa die Shell-Studie. Junge Menschen messen danach der Familie einen hohen Stellenwert bei. Ehe und Familie werden von ihnen mit dauerhafter Liebe, Treue, Geborgenheit und Vertrauen verbunden. Gerade vor dem Hintergrund des Scheiterns von Ehen und Familien, die junge Menschen oft erfahren, wollen sie doch selbst in einer Familie mit Kindern leben und halten an der Familie als einem hohen Ideal fest.

Die katholische Kirche ist also den Wünschen der jungen Generation verbunden, wenn sie unbeirrt am Leitbild von Ehe und Familie festhält und sich ihrem Auftrag zur Formung, Förderung und Ermutigung zu dauerhafter Ehe und Familie verpflichtet weiß. Nicht dogmatische Halsstarrigkeit, sondern Treue zur Schöpfungsordnung und Zuwendung zum Menschen bestimmen dabei ihr Handeln.

Das wird gerade in der Zuwendung zu Menschen deutlich, die in ihrem Leben die Erfahrung machen mussten, dass Ideal und Realität voneinander weit entfernt sein können. Die Tatsachen sind bedrückend: Scheidungszahlen zeigen es, das Heiratsalter steigt nach oben, die individuelle Angst vor Bindung und der damit einhergehenden Verantwortung der Partner füreinander und für Kinder sind größer geworden.

Eine monokausale Interpretation verbietet sich ebenso wie ein vorschnelles moralisches Urteil. Im Gegenteil: Die Kirche verschließt vor den Krisen in Ehe und Familie nicht die Augen. Sie weicht der Realität des Scheiterns angesichts der vielen Herausforderungen von Ehe und Familie in der heutigen Gesellschaft nicht aus.

Familienpastoral, Familienbildung und Familienberatung sind wichtige Felder, auf denen die katholische Kirche einen bedeutenden Dienst an Tausenden von Familien und Kindern leistet, nicht zuletzt auch durch ihre bayernweit 2.400 katholischen Kindertagesstätten und Tausende von Eltern-Kind-Gruppen. Richtungweisende Forschungsprojekte zu Kommunikationstraining für Ehepaare, die in der Erzdiözese München und Freising in einem eigenen Münchner Institut entwickelt worden sind, haben hohe innerkirchliche und außerkirchliche Anerkennung gefunden.

Wer das Wohl von Ehe und Familie fördert, wie es die katholische Kirche zu tun bemüht ist, kümmert sich um eine gelingende Paarbeziehung der Eltern und fördert dadurch auch das Wohl der Kinder; denn Kinder spüren, wie die Eltern sich verstehen; davon hängt auch ihr Wohlbefinden ab. Mit dieser Ausrichtung bemüht sich die Kirche darum, Beziehungs- und Erziehungskompetenz in Ehe und Familie zu fördern. Eine entsprechende Wertevermittlung auf der Basis des christlichen Welt- und Menschenbildes ist keine abstrakte Größe. Dazu gehören das Eintreten für eine gesunde Umwelt und für die Gestaltung eines sozial lebenswerten Nahraumes, damit Städte und Gemeinden sich als attraktive Wohn- und Arbeitsräume für Familien entwickeln oder noch besser ausgestalten können. Auch familienfreundlich gestaltete Arbeitsplätze gehören in dieses Wertsystem.

Wenn alle in diese Richtung wirken, dann können Ehe und Familie das sein, was junge Menschen sich wünschen: Ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Solidarität, ein Platz für Kinder, die unsere Zukunft sind. Und umgekehrt gilt: Ohne den Bestand von Ehe und Familie und ihre in der Verfassung ausdrücklich angeleitete Förderung durch alle gesellschaftlichen Kräfte wird es für unser Volk keine lebenswerte Zukunft geben.

[Auszug aus dem von der Erzdiözese München und Freising veröffentlichten Original]
German "Ich erwarte nicht, dass jetzt Massen in die Kirche eintreten"
Sept 12, 2006
Dennoch erhofft sich Kardinal Friedrich Wetter vom Papstbesuch eine Belebung des Glaubens. Ein Interview.

(Süddeutsche Zeitung, 9.9.2006) SZ: Wann sind Sie das erste Mal Joseph Ratzinger begegnet?

Wetter: Unsere Lebenswege haben sich erstmals 1934 berührt, in Altötting.

SZ: Wie bitte? Da waren Sie sechs und Joseph Ratzinger sieben Jahre alt, und Sie wohnten in Landau in der Pfalz, mehr als 400 Kilometer entfernt von Altötting.

Wetter: In Rom sprach Pius XI. Bruder Konrad heilig, den Kapuzinerbruder, der in Altötting mehr als 40 Jahre lang an der Pforte saß und die Armen speiste. Das wurde in Altötting gefeiert, und wir waren beide, Joseph Ratzinger und ich, mit unseren Eltern da.

SZ: Ein sehr persönliches Treffen war das nicht.

Wetter: Aber ein wichtiges gemeinsames Erlebnis. Unsere Familie ist oft nach Altötting gefahren, es war bei uns die gleiche bayerisch geprägte Frömmigkeit lebendig wie in der Familie Ratzinger. Deshalb verstehe ich, wie wichtig diese Wurzeln für Papst Benedikt XVI. sind. Regelmäßig sahen wir uns übrigens seit 1968, der gemeinsamen Zeit in der Glaubenskommission der Bischofskonferenz.

SZ: Was empfanden Sie, als Sie 1982 Kardinal Ratzingers Nachfolger als Erzbischof in München wurden? Der Vorgänger wird einer der wichtigsten Kirchenmänner, da bleibt man nicht unbefangen.

Wetter: Ja, das war eine Herausforderung. Ich habe mir aber gesagt: Ich werde den gleichen Dienst tun, muss aber meinen eigenen Stil finden. Das ist das Schöne an der katholischen Kirche: Sie ist viel weiter und vielfältiger, als das von außen wahrgenommen wird.

SZ: Als Präfekt der Glaubenskongregation war Joseph Ratzinger oft Ihr Gast.

Wetter: Ich habe mich immer gefreut, wenn er kam.

SZ: Wird man sich fremd, wenn der vertraute Gast auf einmal Papst ist?

Wetter: Unmittelbar nach seiner Wahl habe ich das gespürt. Da stand er, den ich seit 40 Jahren kenne, mit dem ich befreundet bin, als Papst vor mir, und ich dachte: Ist das Traum oder Wirklichkeit? Aber wir begegnen uns unkompliziert und freundschaftlich wie eh und je.

SZ: Gibt es ein bestimmtes Ritual, wenn Sie sich sehen?

Wetter: Nein. Wir reden offen und freundschaftlich miteinander. Ich erinnere mich noch an meine Begegnung als Student mit PiusXII. Damals musste man sich dem Papst mit einer Kniebeuge nähern und ihm den Ring küssen.

SZ: Haben Sie mal mit ihm gestritten? In der Auseinandersetzung um die Beteiligung an der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung waren Sie anderer Meinung als Kardinal Ratzinger, der Präfekt der Glaubenskongregation.

Wetter: Das war keine leichte Sache. Denn diese Frage hat viele Aspekte. In der Zielsetzung waren wir uns völlig einig, suchten zunächst aber auf verschiedenen Wegen das Ziel. Wir tauschten unsere Argumente aus. Dabei habe ich Kardinal Ratzinger stets als aufmerksamen Zuhörer erlebt. Das persönliche Verhältnis wurde nicht beschädigt.

SZ: Was ist Ihrer Ansicht nach des Papstes größte Stärke?

Wetter: Er ist nicht nur ein hervorragender Theologe, dessen Denken in der Wahrheit des Evangeliums fest verankert ist. Scharfsinnig diagnostiziert er die Entwicklungen in Kirche und Welt. So ist er ein Hirte, der die Kirche sicher leitet, und darüber hinaus ist er ein geistiger Führer der Menschheit.

SZ: Dann wollen wir jetzt aber auch nach den Schwächen fragen.

Wetter: Er weiß und sagt, dass er Grenzen hat wie jeder Mensch. Er vertraut auf Gottes Hilfe und hat uns Kardinäle in seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl gebeten, ihm zu helfen, dass er sein Amt erfüllen kann. Das ist ein Zeichen von Bescheidenheit, die uns allen gut anstünde.

SZ: Der Papst ist jetzt eineinhalb Jahre im Amt - wie macht er sich?

Wetter: Er hat viele Weichen gestellt, und er hat sie gut gestellt. Als er 1982 aus München wegging, sagte er: Wir leben vom Ja und nicht vom Nein. Mit dieser Option fürs Positive führt er sein Pontifikat. Lesen Sie seine erste Enzyklika Deus Caritas est - da ist er so positiv, dass viele nicht mehr mit ihrem alten Ratzingerbild klar kommen.

SZ: Kardinal Ratzinger hat als Präfekt der Glaubenskongregation durchaus pessimistisch geredet, vom Niedergang in Kirche und Gesellschaft.

Wetter: Er ist sich in seinen Grundzügen treu geblieben, wenn auch in den verschiedenen Ämtern verschiedene Seiten seiner Persönlichkeit in den Vordergrund traten. Joseph Ratzinger hat immer sehr klar Fehlentwicklungen erkannt und benannt. Das ist Realismus, nicht Pessimismus. Und das war als Präfekt der Glaubenskongregatio