Christian Wiyghan Cardinal Tumi Christian Wiyghan Cardinal Tumi
Function:
Archbishop of Douala, Cameroon
Title:
Cardinal Priest of Ss Martiri dell'Uganda a Poggio Ameno
Birthdate:
Oct 15, 1930
Country:
Cameroon
Elevated:
Jun 28, 1988
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal für Kondome
Nov 18, 2005
Die protestantischen Freikirchen bereiten einem afrikanischen Kirchenfürsten keine Sorgen. Problematisch sei dagegen die Missionierung durch den Islam. Der verwendet offensichtlich auch keine Kondome.

(kreuz.net, 08. November 2005) „Wenn in der Ehe einer der Partner HIV-infiziert ist, ist der Einsatz von Kondomen sinnvoll.“ Das erklärte der Erzbischof von Douala, Christian Kardinal Tumi (75) Ende Oktober gegenüber der ‘Deutschen Presseagentur – dpa’.

Die Hafenstadt Douala liegt im Süden von Kamerun am Atlantik. Kamerun befindet sich im mittleren Afrika.

Die Sinnhaftigkeit von in Gummi gepackten Fortpflanzungsorganen gelte allerdings „nur innerhalb der Ehe“, schränkte der Kardinal ein.

Gleichzeitig erklärte sich der Kirchenfürst skeptisch, ob „der Vatikan in absehbarer Zeit von seiner offiziellen Linie abrücken“ werde.

Treue und Enthaltsamkeit blieben dennoch – so der Kardinal – der beste Schutz gegen Aids.

Im selben Gespräch erklärte der Kardinal, daß die katholische Kirche in Afrika blühe: „Wir gründen ständig neue Pfarren und taufen viele junge Menschen.“

Erst kürzlich habe er knapp 600 Gläubigen das Sakrament der Firmung gespendet.

Die Ausbreitung der zahlreichen protestantischen Freikirchen auf dem Kontinent bereite ihm keine Sorgen: „Wer viel Lärm macht, ermüdet auch schnell“, meint der Prälat zweckoptimistisch.

Viele dieser neuen religiösen Bewegungen würden nicht lange überleben.

Dagegen sorge ihn die Ausbreitung des Islam: „Die arabischen Länder geben Entwicklungshilfe nur unter der Bedingung, daß die Menschen zum Islam konvertieren.“

Wenn der Islam die Religionsfreiheit respektieren würde, könnte er sich längst nicht so schnell ausbreiten.

Ein in Rom unterrichtender Moraltheologe äußerte sich bereits Ende Januar zum ehelichen Akt hinter Gummibarrieren.

Er erklärte, daß es sich dabei in Wirklichkeit nicht mehr um einen ehelichen Akt, sondern um eine Form der Selbstbefriedigung handle. Diese sei moralisch zu verwerfen.

Genauso wenig sei es möglich, daß sich zwei Ehepartner durch einen Plastiksack hindurch küssen, um eine Hepatitisinfektion zu vermeiden.

Es gebe eine ganze Reihe von Krankheiten, die den ehelichen Akt unmöglich machen: AIDS gehöre dazu.
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